Mittwoch, 16. September 2020

Nudeln sind auch keine Lösung! Meine ganz persönlichen Gedanken zur Pandemie

 


Servus Ihr Lieben,

Ich hoffe, es geht Euch gut, Ihr genießt die Spätsommertage und seid gesund.

Ich bin ja schon ein bisserl nachdenklich, wenn ich so über die Pandemie nachdenke. Ich hab noch genau die Bilder im Kopf als überall im Land, Menschen mit Wägen voller Nudeln und Klopapier aus dem Supermarkt stürmten und plötzlich nur noch Pasta in aller Munde war.

Gastronomie bekam von der Politik plötzlich den Stempel verpasst, nicht mehr systemrelevant zu sein und im Netz inszenierten sich manche Leute, als wenn die Zombieapokalypse vor der Tür stehen würde.

Dosenvorräte wurden angelegt und der Ein oder andere hat wohl etwas den Bezug zur Realität verloren.

Doch auch wenn die Pandemie eine sehr reale Bedrohung ist, stellt sich mir hier doch eine Frage:

Was heißt denn eigentlich systemrelevant?

Für Gastronomen, Hoteliers, Caterer und alle Gastgeber ist es sehr wohl systemrelevant, den Menschen ein gutes Mahl, unvergessliche Stunden oder ein Zimmer für die Nacht zu geben, genauso, wie die Industrie, die dahintersteht und uns dabei unterstützt.

Ich bin mir sicher, ohne unsere Branche wäre die Welt ein trauriger Ort. Aber Gott sein Dank hat ja jeder genug Pasta zuhause. Na dann, Mahlzeit.

Wir sollten in dieser Krise nicht vergessen, dass jede Branche in Deutschland eine wichtige Rolle spielt und ich glaube, das ist doch einen Gedanken wert. Denn für viele war diese Aussage der Todesstoß und da helfen nun auch keine schönen Worte mehr.

Gott sei Dank gibt es nichts Stärkeres, kreativeres und innovativeres als Gastronomen und so haben sich viele großartige und einfallsreiche Ideen entwickelt, wurden neue Märkte erschlossen und sich in Windeseile auf die neue Situation eingestellt.

Gastronomen kennen eben keine Probleme, nur Aufgaben und Lösungen!

So, wie es ausschaut, wird uns diese Pandemie noch einige Zeit begleiten, doch möchte ich Euch alle bitten, auch weiterhin euer Wirtshaus nicht zu vergessen, Euren Lieblingsbiergarten oder Euer Schmankerl-Restaurant.

Wir alle lieben es Euch zu bewirten, zu bekochen und mit Euch zu feiern.

Wir leben von Eurem Lächeln, genießen es, Eure Hochzeiten und Feierlichkeiten zu etwas Besonderem zu machen oder Euch einfach nur den Tag zu versüßen.

Das ist für mich systemrelevant – das nennt sich Leben! Wir sollten sehr aufpassen nicht zu vergessen, was ein solches ausmacht.

Den ehrenwerten Politikern, die unsere Branche als nicht Systemrelevant bezeichnet haben, empfehle ich, ein kleinwenig über Respekt und Wertschätzung nachzudenken.

Doch bin ich mir sicher, wir bedienen sie trotzdem, für uns ist nämlich jeder Gast relevant, denn wir machen da keine Unterschiede.

Bleibt mir gesund,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de

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Mittwoch, 19. August 2020

Ruck zuck zum sexy Zwetschgenkücherl

 

Servus Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr genießt die Sommermonate und es geht Euch guad.

Ich hab ja früher als Bua im Spätsommer viel Zeit auf dem Zwetschgenbaum verbracht, nicht nur weil ich mir da oben die süßen Früchte habe schmecken lassen, es war auch ein echt guter Rückzugsort, wenn ich mal wieder was angestellt hatte.

Dort oben war ich sicher, hatte ausreichend zu essen und konnte sehen, wenn die Luft wieder rein war. Ein ideales Platzerl für mich und ich glaube, das ist ein Grund, warum ich heute immer noch so verrückt nach den kleinen Früchtchen bin.

Und am liebsten mag ich natürlich kleine Zwetschgenkücherl oder Datschi.

Der ist Ruck zuck gemacht und schmeckt einfach himmlisch.

Damit Ihr Euch daheim auch mit dieser süßen Versuchung verwöhnen könnt, gibt’s anbei nun das kinderleichte Rezept.

Und das braucht Ihr für Euer Kücherl:

Für den süßen Hefeteig:

500g Mehl

100g Zucker

50g Butter

 2Eier

1 Prise Salz

25g Hefe

1/4ltr lauwarme Milch

Für den Belag:

750g Zwetschgen (Am besten frisch vom Baum)

Aprikosenmarmelade zum Bestreichen, wenn gewünscht.

 

Und so wird´s gemacht:

Zuerst sieben wir unser Mehl in eine Schüssel, machen uns eine kleine Mulde in der Mitte und gießen die lauwarme Milch hinein. Nun bröseln wir die Hefe hinein und geben die Eier, Salz, Zucker und Butter dazu.

Dieses Dampferl lassen wir jetzt mal ein bisserl stehen, bis die Hefe gut aufgelöst ist und verarbeiten anschließend die Zutaten zu einem Teig.

Diesen lassen wir dann abgedeckt für 45 min gehen und waschen, halbieren und entkernen in der Zwischenzeit unsere Zwetschgen.

Wenn unser Teig schön aufgegangen ist, können wir auch schon loslegen. Runde Silikonbackformen werden mit dem Teig ausgelegt oder wenn Ihr ein Backblech machen wollt, dann belegt dieses mit dem Teig. Dann mit etwas flüssiger Butter bestreichen, mit einer Gabel stupfen und mit Küchenbrösel bestreuen. Nun belegen wir unser Kücherl mit halbierten Zwetschgen und schon geht es für 16-18 min bei 180°C ab in den vorgeheizten Ofen.

Natürlich kann auch jede andere Frucht, die Euch glücklich macht, hergenommen werden, ich empfehle aber Kernobst, wie Aprikosen, Kirschen o.ä.

Wenn wir unser Schmankerl aus dem Ofen nehmen, können wir es nun noch mit warmer Aprikosenmarmelade bestreichen, wenn gewünscht.

Nun könnt Ihr, je nach Gusto, Euer Kücherl mit Sahne, Eiscreme oder wie ich, mit einem Limetten-Topfen genießen.

Aber wie auch immer, so ein Zwetschgenkücherl ist einfach sexy.

Ich werd mich jetzt mit meinem Kücherl auf den Zwetschgenbaum zurück ziehen. Denn auch wenn ich jetzt schon ein bisserl größer bin, da oben ist die Welt noch in Ordnung und ich seh, wenn meine Frau heimkommt, denn ich hab eine riesen Sauerei in der Küche gemacht.

Zum Glück gibt es auch für sie ein Zwetschgen-Schmankerl, da kann sie mir gar nicht lange böse sein.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen und Genießen,

bleibt`s mir gesund,

Euer

Alexander Reiter




www.alexanderreiter.de

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Sonntag, 19. Juli 2020

Backen ist Liebe!


Liebe Leserinnen und Leser des Schlemmerblogs München,

heute schreibt Euch hier mal ausnahmsweise der Schlemmeronkel. Und der bittet bereits im Vorfeld um Entschuldigung, denn hier kommt ein Novum unseres Blogs!

Nämlich kein tolles Rezept oder ein launiger Text von Alexander Reiter, sondern ein zwar unbezahlter, aber trotzdem schamlos manipulativer Werbepost, der gezielt Eure Tränendrüsen angreift! Ha!

Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen, dass ich vor einigen Tagen einen Artikel gelesen habe, der mich berührt hat, und auf den ich unbedingt reagieren musste. Diese Reaktion lest Ihr gerade…

◈◈◈

Viele Sprichwörter beschäftigen sich mit dem Essen: "Liebe geht durch den Magen" ist nur eines davon. "Backen ist Liebe" ein anderes. 


Für die 14-jährige Melissa Spiegel aus der Nähe von Würzburg ist Backen eine Leidenschaft, der sie hingebungsvoll frönt. Und davon inspiriert, hat sie nun ihre Liebe zum Backen kurzerhand in Nächstenliebe verwandelt. 

Auch wenn man es nicht mehr sieht, Melissa kam als Frühchen in der 27. Schwangerschaftswoche zur Welt. 13 Wochen zu früh, und 950 Gramm leicht.

Eine Packung Mehl wiegt mehr...


Jetzt hat sie beschlossen, denen etwas zurückzugeben, die ihr und ihren Eltern bei ihrem schweren Start ins Leben so großartig geholfen haben. Nämlich der Frühchen-Station "Panther" der MissioKinderklinik in Würzburg.

Und da das Backen ihre große Leidenschaft ist, hat sie 157 wunderbare Rezepte in der Familie und bei Freunden gesammelt und kurzerhand ein Backbuch daraus gemacht. Und angefangen, es für 16 Euro + 3 Euro Porto zu verkaufen und den Erlös zu spenden. Mit bislang großem Erfolg.


Und während ich den kurzen Artikel las, habe ich mir Gedanken gemacht: 

"Schön und gut, du kaufst jetzt ein Exemplar als Geburtstagsgeschenk für deine gleichaltrige Tochter. Das hilft zwar, aber hast du nicht eine Möglichkeit, den Verkauf ein wenig anzukurbeln, und dem großartigen Mädchen zu helfen?" 

Tja… hab ich… ;-) Und deshalb habe ich bei der Bestellung per Mail gleich mal um Erlaubnis für diesen Post gefragt. Und habe sogar ein paar Bilder bekommen, die ich hier mit Euch teilen darf.

Das Backbuch von Melissa ist gestern bei uns zu Hause gut verpackt angekommen, aber erwartungsgemäß war ich viel zu ungeduldig um noch ein paar Wochen zu warten und hab es meiner Tochter deshalb schon heute früh in die Hand gedrückt. Jetzt muss ich halt doch noch ein anderes Geburtstagsgeschenk für sie organisieren.

Aber leuchtende Augen, eine chaotische Küche und unglaublich appetitanregende Gerüche im Haus waren mein Lohn...


Denn keine 30 Minuten später waren die ersten Zimtschnecken (Cinnamon Rolls) nach dem Rezept auf Seite 47 in Arbeit. Auch meine (gerade noch) 14-jährige Tochter backt leidenschaftlich gern...

Sie liebt es einfach, Ihre Freunde mit selbst Gebackenem zu beschenken! Die Familie kriegt natürlich auch was ab...

Auf den Bildern kann man sehen, daß das Ergebnis für sich selbst spricht – und für das Backbuch von Melissa Spiegel!


Ich kann jedem dieses Backbuch empfehlen - zum Nachbacken, Verschenken, Mitbringen und Schmökern.

Sogar meinen Lieblings-Profis lege ich es hiermit ans Herz. Nämlich den beiden tollen Kuchenkünstlerinnen Nicole von www.kuchenengel.com und Fersi von www.mycakeart.de die ich beide schon viele Jahre kenne und schätze.

Und natürlich darf mein Lieblings-Kultbäcker, Backbuch-Autor und TV-Star aus der Nachbarschaft, der großartige Martin Schönleben von www.cafeschoenleben.de hier nicht fehlen.


Meine Lieben, fühlt Euch hiermit von mir herausgefordert, mitzumachen! ;-)

Das gilt übrigens für alle unsere Leserinnen und Leser! Backt was aus dem Buch nach, und postet es auf facebook in den Kommentaren hierzu!


Achtung, jetzt kommt die schamlose, manipulative Werbung!

Bitte, tut was Gutes! Frühchen haben einen wirklich verdammt harten Start ins Leben. Und die psychische Belastung der Eltern ist immens! Jeder Euro hilft und Melissas Engagement muss einfach belohnt werden! 

Teilt bitte diesen Post und kauft das Backbuch von Melissa Spiegel für 16 Euro + 3 Euro Porto.

Wir vom "Schlemmerblog-München" Team werden uns noch eine Aktion überlegen, wie wir uns bei Euch für Eure Mithilfe bedanken können.

Voraussetzung ist natürlich, daß Ihr das Stichwort bei der Bestellung nicht vergesst und Frau Spiegel das zuordnen kann.

Bestellungen mit dem Stichwort "Schlemmerblog München" bitte per Mail an die Mutter: spiegelcarolin@yahoo.de


Darum bittet Euch im Namen des Teams von Herzen,

Euer Schlemmeronkel Herbert

◈◈◈

P.S. Nur der Vollständigkeit halber und um mögliche Fragen schon vorab zu beantworten...

Nein, ich habe das Buch bezahlt. Nein, ich krieg' nix für die Werbung und nein, wir werden das künftig nicht ständig machen, und ja, nächstes Mal kommt wieder ein Post vom Alexander, versprochen :-D

Allerdings erscheint in Kürze ein wahnsinnig spannendes Kochbuch aus "meiner" Stadt mit Gerichten aus aller Welt... Seid also gewarnt!

Sonntag, 12. Juli 2020

Kalbsvögerl- einfach unanständig.......Guad!


Servus Ihr Lieben,

es gibt ja Momente in so einer Ehe, in denen man von seiner Frau diesen seltsamen Blick bekommt, ohne, dass man etwas angestellt hat.

Ich für meinen Teil kann ja sowieso kein Wässerchen trüben, ich denk ja fast nieeeeeeeeeee was Unanständiges.

Okay, ich schweife ab, sorry Leute, es ist einfach zu heiß!

Aber zurück zur Geschichte, ich war grad am Überlegen, was ich uns denn Schönes am Abend zaubere, als wir so beim Metzger an der Theke standen und sagte plötzlich „Kalbsvögerl“.

Ich weiß ja nicht, was meine Frau verstanden hat, aber der Blick sagte alles.

Da einige von Euch ja noch nicht wissen, dass meine Frau Rheinländerin ist, dürfte ihr der Begriff Kalbsvögerl nichts gesagt haben und Gott allein weiß, was sie sich da so vorgestellt hat.

Vögerl werden bei uns im süddeutschen Raum kleine Rouladen genannt, die besonders in Schwaben sehr beliebt sind.

Und diese kleinen Schmankerl sind im Handumdrehen daheim bei Euch selbst gemacht. Als Füllung mach ich diese gern mit Schwammerl wie Champignons, Reherl oder Steinpilzen.

Und ich finde, es ist ein ideales Sommer-Gericht, vielleicht mit einem Glaserl Wein dazu und schon ist die Welt in Ordnung.

Und damit Ihr daheim auch in den Genuss von kleinen sexy Vögerln kommt (Ich weiß, was Ihr jetzt denk :-), gibt’s jetzt das Rezept.

Das braucht Ihr dafür:

4 dünn geklopfte Kalbsschnitzelchen vom Metzger Eures Vertrauens

8 Scheiben Landschinken

4 Schalotten gewürfelt

1 Petersilienwurzel, geschält und gewürfelt

8 Fingermöhren, gewaschen und gewürfelt

200g Schwammerl, je nach Saison und Gusto, gewürfelt

Salz, Pfeffer aus der Mühle, frischer Majoran, Petersilie, frischer Knoblauch  

Öl und etwas Butter.

Und so wird´s gemacht:

Also, unsere kleinen Rouladen brauchen zuerst ein bisserl Liebe und müssen gegebenenfalls noch etwas geklopft werden, damit wir sie auch schön rollen können.

Anschließend stellen wir unser Kalbfleisch kalt und machen uns erstmal an unsere Füllung.

Wir schwitzten in einer Pfanne mit einer großen Grundfläche unsere Zwiebelwürfel und unseren Knoblauch an und geben anschließend unsere Petersilienwurzel und unsere Möhrchen dazu. Wenn alles schön angeschwitzt ist, geben wir die fein gehackten Schwammerl dazu und braten diese scharf mit an.

Wenn alles schön gebraten ist, würzen wir mit frischem Majoran, Salz, Pfeffer und gehackter Petersilie. Die Masse sollte nicht zu kochen beginnen, dann ist nämlich die Pfanne zu kalt und das Wasser der Pilze tritt aus. Sollte Euch etwas Wasser ausgetreten sein, könnt Ihr die Masse mit etwas Semmelbröseln streichfest stabilisieren.

Nun nehmen wir unsere geklopften Kalbsschnitzerl wieder aus dem Kühlschrank und belegen diese zuerst mit dem Landschinken. Anschließend geben wir die Schwammerlfüllung darauf und beginnen zu rollen.

Hierbei werden die Enden etwas eingeschlagen und die Roulade fest gerollt.

Anschließend binden wir die Rouladen noch mit einem Küchenbindfaden zusammen.

Nun werden unsere schon sehr guad aussehenden Vögerl in der Pfanne goldbraun angebraten und im Ofen bei 150°C für ca. 12 Minuten fertig gegart.

Hierbei kann man gerne mit etwas Weißwein und Kalbsjus untergießen, wenn vorhanden.

Und schon ist das kleine Schmankerl fertig.

Ich gebe meist etwas Salat dazu und verzichte auf die Beilagen, aber Ihr könnt Euch natürlich auch noch etwas Gemüse dazu machen.

Ich hab die kleinen Kalbsröllchen bei mir daheim jetzt umbenannt, die heißen jetzt Sommerrolle:-)

Nicht, dass meine Frau noch irgendwann beim Kochen über mich herfällt, denn wie Ihr seht, kann es da schnell mal zu einem Missverständnis kommen, bei so einem Kalbsvögerl:-)

Ich schmeiß mich jetzt erst mal in den Pool und lass mir dann mein Essen schmecken,

Viel Spaß beim Nachkochen, bleibt gesund und genießt den Sommer in der schönsten Stadt der Welt,

Mit kulinarischen Grüßen,

Euer,

Alexander Reiter

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Montag, 1. Juni 2020

Essbare Blüten! Flower-Power für Eure Küche!



Servus Ihr Lieben,

Jetzt im Moment zieht es mich immer öfter raus auf die Wiesen und Felder zur ersten Blüten Ernte.


Heute war ich beispielsweise in einem Feld, wo ich mir meine Kornblüten für diese Saison geholt habe.



Auch andere meiner Favoriten stehen nun in voller Blüte, wie beispielsweise der Rotklee, Gänseblümchen, Schnittlauchblüten oder natürlich der Holunder.

Jetzt im Frühsommer gibt es immer wieder eine neue Welt zu entdecken und die Blumenwiesen ändert auch mehrmals die Farbe und überrascht mit immer neuen Blüten.

Doch nicht nur Blüten, sondern auch Wildkräuter haben nun Hochsaison und können Eure Küche in wundervoller Weise bereichern.


Doch wie bei allem solltet Ihr Euch vorher ein bisschen informieren, damit Euch nicht die Oma beim ersten Blütensalat tot vom Stuhl fällt, denn nicht alles, was schön aussieht, ist auch essbar.

Hier schon einmal ein kleiner Tipp, welche Blüten essbar sind:

Schafgarbe, Bärlauch, Schittlauchblüten, Thymian, Veilchen, wilde Stiefmütterchen, Zucchini, Kornblumen, Kapuzinerkresse, Lavendel, Jasmin, Borretsch, Löwenzahn Gänseblümchen, Pimpernellen, Apfelblüten und viele mehr.


Eine ganze Palette des Geschmacks kann entdeckt werden und Blüten eignen sich auch als eine gesunde Alternative und eine Bereicherung Eures Speiseplans, da sie oft tolle gesundheitliche Eigenschaften mitbringen. So sind viele von ihnen anti-mikrobiell, Fieber senkend, regen das Immunsystem an, helfen bei Atemwegsinfekten, sind reich an Vitamin C und stecken voller ätherischer Öle und Flavoide; ach und sie schmecken natürlich auch noch toll.


Wie Ihr merkt, der Weg zur Gesundheit geht wieder einmal direkt durch die Küche.

Wenn Ihr folgende Schritte beachtet, dann werdet Ihr in der Küche viel Spaß mit Euren Blüten haben:


Zuerst einmal gilt, man sollte die Blüten immer morgens pflücken, da sich über den Tag durch die Sonne viele ätherische Öle verflüchtigen, die für den Geschmack eine große Rolle spielen.

Anschließend müsst Ihr die Stengel, Pollenträger und Stempel entfernen, denn diese sind oft bitter.

Die Blüten müssen auch gut ausgeschlagen und gewaschen werden, damit sie für den Verzehr optimal verwendet werden können.

Blüten halten ja meist nicht so lange, aber man kann ihren Geschmack konservieren, zum Beispiel in Sirup wie bei Holunder, Veilchen oder Rosenblüten.


Auch ist Trocknen eine schöne Möglichkeit, um Blüten auch nach ihrer Saison noch verwenden zu können.

Bei mir passiert das meist auf dem Dachboden, denn hier habe ich eine gleichbleibende Temperatur und kann die Blütenblätter öfter mal wenden, damit diese gleichmäßig trocknen.

Aber das Schöne ist, wenn Ihr beispielsweise einen tollen Salat mit einem fruchtigen selbstgemachten Holunder-Zitronen Dressing aus eigenem Sirup macht. Bei mir gehören dann noch Kirschen aus dem Garten, Ziegenkäse und Rhabarber dazu und so bringt man den ganzen Frühsommer auf den Teller und erlebt die Natur auch geschmacklich in ihrer vollen Pracht.


Und so kommt Ihr auch noch raus in die in Natur und erlebt auch noch was.

Also Ihr Lieben, auf geht’s, ab in die nächste Blumenwiese und viel Spaß mit Eurem ganz persönlichen Blütentraum.

Bleibt´s gesund

Mit kulinarischen Grüßen,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de

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