Samstag, 14. Mai 2022

Quo vadis Gastro? Wohin gehst Du?

 


Servus Ihr Lieben,

ich bin ja schon ein wenig überrascht, wie viele Arbeitgeber jetzt über den Fachkräftemangel jammern, denn sind wir mal ehrlich, den gab es ja auch schon vor Corona.

Okay, was neu ist, ist die Anzahl der Fachkräfte, die fehlen. Jeder Vierte hat die Branche verlassen, rund 340 000 haben der Gastronomie den Rücken gekehrt und jeder zweite Auszubildende bricht, statistisch gesehen, die Lehre ab.

Doch wenn wir uns vor Augen führen, welchen Raubbau viele Arbeitgeber an ihren Mitarbeitern betrieben haben, ist es eigentlich noch ein Wunder, dass nicht alle weggelaufen sind. Bei manchen sind die Arbeitsbedingungen schon derart schlimm, da würde sich für die Betroffenen ein sibirischer Gulag wie ein Wellnesstempel anfühlen.

Die, die jetzt noch übrig sind, arbeiten aufgrund der angespannten Situation noch mehr und werden in ihren Betrieben verheizt, Wertschätzung Fehlanzeige.

Es fällt mir nicht leicht mit meiner eigenen Branche so hart ins Gericht zu gehen, doch muss man auch mal offen aussprechen, was sich hier abspielt.

Weinende Kolleginnen und Kollegen klagen mir ihr Leid, fragen mich nach Lösungen und bitten mich um Hilfe, weil sie dem Druck nicht mehr gewachsen sind.  

Ganze Wellen von Veranstaltungen rauschen nun nach Corona über sie hinweg, die schier unmachbar erscheinen und das Leben nur noch zu einer einzigen Arbeitsschicht transformieren. Viele Chefs sehen weg oder glauben, einfach so weitermachen zu können wie früher, doch dieser Irrglaube wird sie sehr bald einholen.

Da bin ich ja froh, dass unser Arbeitgeberverband festgestellt hat, dass es so etwas wie Wertschätzung gibt - Gratuliere und freut mich, dass Ihr auch langsam aufwacht, zwar Jahrzehnte zu spät, aber jetzt seid Ihr ja letztendlich auch wach. Guten Morgen! Ihr könnt Euch wieder hinlegen! Jetzt braucht Euch keiner mehr.

Ich muss allerdings schon voran schicken, dass es hier in meinem Beitrag nicht um die hochgeschätzten Kollegen geht, die respektvoll und mit viel Herz ihre Betriebe führen, moderne Wege gehen, schulen und fördern.

Dieser kleine Kreis ist unsere Zukunft, von dem wir alle lernen sollten. Flexible Arbeitszeitmodelle, flache Hierarchien und ganz viel Respekt vor der Leistung.

Ich müsste das hier alles nicht schreiben, wenn es nicht auch die anderen gäbe.

Die Schwammerl, die weder verstehen noch Willens sind, in Ihren Betrieben richtig zu wirtschaften, die an einer Vergangenheit festhalten, die es so nicht mehr gibt und die in ihrer Arroganz nicht einmal erkennen, wie um sie herum ihre Betriebe langsam zu Nichts zerfallen.

Denn jeder Betrieb lebt nur durch die Menschen, die in ihm arbeiten und wirken. Ihre Energie erweckt diese Plätze zum Leben und schafft einen Ort der Gastfreundschaft.

Ohne sie, die Köche, die Kellner, unsere guten Geister im Stewarding und viele mehr sind diese Orte nicht mehr als aufeinandergeschichtete Steine, zusammengehalten durch Mörtel.

Was wäre es für eine Welt, wenn alle Schwammerl lernen würden, dass Freude und Glück auch zum Leben gehören; wie schön wäre es, wenn keine Tränen mehr fließen würden, Köche nicht mehr krank und völlig überarbeitet im Krankenhaus landen oder einfach die Branche verlassen, um sich selbst zu retten.

Für Alle, die sich jetzt fragen, warum ich sie Schwammerl nenne, sei gesagt, ich kann hier nicht Gastronom, Wirt oder Patron schreiben, denn das sind ja Menschen, die wissen, was sie tun.

Ich spreche von den Helden, die glauben, die Gastronomie erfunden zu haben. Die Superunternehmer, die weder ein Omelette machen können noch irgendeine Ahnung haben, wie man Personal führt. Wer sich den Schuh jetzt anziehen möchte, dem passt er sicher auch.

Aber Granteln allein bringt ja auch nichts und deswegen erlaub ich mir jetzt einmal ein paar kleine Tipps zu geben, wie man das Wort Wertschätzung leben könnte.

Wer diese nicht beherzigt, wird bald sehr allein sein, umgeben von leeren Stühlen in einem verwaisten Betrieb.

Und für alle, die es noch nicht wissen, wir befinden uns in einer Zeit der Arbeitnehmer- Losigkeit und wer seine Arbeitnehmer nicht richtig behandelt, wird Zweiter.

Die Wahl, welchen Weg er mit seinem Betrieb gehen will, steht jedem offen, so wird vielleicht aus manchem Schwammerl doch noch ein Gastronom.

Denn unsere Branche wird bald nicht mehr sein, wenn wir nicht radikal umdenken. Hand aufs Herz, wer würde zurzeit seinen Kindern empfehlen in der Gastronomie eine Ausbildung zu beginnen und dort sein Glück zu suchen?

Doch jetzt zum Wesentlichen und Wichtigen. Also an alle Superschwammerl, langsam lesen und lernen!

Was ist Wertschätzung und wie verhindere ich, dass mir die Mitarbeiter weglaufen?

Zuerst einmal geht´s um die Basics. Ob Ihr es wisst oder auch nicht, es gibt doch tatsächlich so etwas wie ein Arbeitszeitgesetz. Menschen arbeiten für gewöhnlich nicht mehr als 40 Stdn. und Ihr werdet es nicht glauben, aber wenn Ihr wollt, dass diese mehr arbeiten, müsst Ihr sie bezahlen!

Klingt für Euch erst einmal verrückt, ist aber so. Eure Verträge mit den schönen Klauseln „Mehrarbeit ist somit abgegolten“ sind das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind und werden Eure Mitarbeiter nicht halten, wenn Ihr ihnen sechzig bis achtzig Stunden pro Woche abverlangt und sie dafür nicht entlohnt. Und es hilft dann auch nicht, an der Zeiterfassung rumzufummeln, denn dann fühlt sich der Mitarbeiter erst recht betrogen.

Wenn Ihr dies begriffen habt, kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt. Eure Mitarbeiter bekommen zudem jede Woche freie Tage.

Liebe Amateur Gastronomen, jetzt nicht erschrecken, Eure Mitarbeiter wissen dies bereits und nehmen diese gerne, es sind zwei an der Zahl und es gibt manchmal sogar Feiertage - klingt verrückt, ist aber so!

Noch etwas Allgemeines, Eure Mitarbeiter kennen die Regeln und Gesetzte sehr genau, also wenn Ihr sie besch……., werden diese das Weite suchen und dann habt Ihr es auch nicht besser verdient. Comprende?

Zu den Basics kommt dann auch noch Urlaub. Ich erkläre das mal für Euch, weil viele von Euch Vorschulunternehmern das nicht ganz begreifen. Urlaub ist eine Zeit, in der Euer Mitarbeiter gar nicht im Betrieb ist.

Ich weiß, Ihr glaubt, dies umgehen zu können und so schickt Ihr Eure Mitarbeiter mal tageweise weg oder versucht, diese auszuzahlen. Wenn Ihr dies tut, ist Euch eh nicht mehr zu helfen und Euer Schiff sinkt bereits. Gratuliere, dann habt Ihr es geschafft und seit eh schon am Ende. 

Wenn Ihr jetzt innerlich loslegt mit „Ein Jeder derf froh sein, dass er einen Job hat, dann lebt Ihr in der Vergangenheit und habt keinen Respekt vor den Menschen, die Euch Eure Betriebe führen, denn ob Ihr es glaubt oder nicht, Eure Mitarbeiter halten den Betrieb am Laufen und Ihr als Chefs müsst die Rahmenbedingungen schaffen, damit diese ihren Job machen können.

Denn im Vergleich zu den meisten Schwammerl-Unternehmern wissen erfahrenen Mitarbeiter, wie man einen gastronomischen Betrieb führt. Fragt sie mal, vielleicht lernt Ihr ja was.

Nun, wenn Ihr die Basics beherrscht ….. ach ja, bevor ich es vergesse: Das pünktliche Zahlen des Gehalts wäre auch ein Basic, das manch einer nicht beherrscht. Wenn Ihr das nicht draufhabt, hört bitte auf und zieht um. Antarktis oder so, soll sehr schön sein.

Wo war ich, genau Softskills. In Eurem Fall, also dem des „Homo- ichweißnix- Gastronimicus“, geht es nun um den wichtigen Bereich der Personalführung.

Dies bedeutet, dass man sich mit der Entwicklung, Führung und Wertschätzung seiner Mitarbeiter beschäftigt. Diese sind ebenfalls Gäste in Eurem Hause, nur mit dem Unterschied, dass Euch diese auch noch Geld verdienen. Somit haben sie Respekt verdient, denn Euer Erfolg basiert auf ihrer Arbeit.

Erstens, hört auf Eure Abteilungsleiter, unterstützt und fördert diese. Sie tragen die Hauptlast und die Zeiten von „Nicht geschimpft ist gelobt“ sind schon lange vorbei. Also stellt diesen die Tools zur Verfügung, die diese brauchen, um ihre Arbeit zu machen. Außerdem solltet Ihr Euch im Klaren darüber sein, dass gute Abteilungsleiter Euch wirklich nicht brauchen, Sie haben nämlich eine fundierte Ausbildung, nicht nur eine Belehrung.

Fördert junge Auszubildende und Mitarbeiter, helft Ihnen sich zu entwickeln, schult diese und bietet ihnen Möglichkeiten Erfolge zu feiern, Projekte durchzuführen und helft ihnen zu Strahlen und ihr Potential zu entwickeln.

Das strahlt zurück auf Euren Betrieb.

Azubis und junge Mitarbeiter im Frühstück oder auf dem Salatposten versauern zu lassen fällt da nicht darunter, schämt Euch dafür, wenn das Eure Auffassung von Ausbildung ist.

Wenn Sprachprobleme vorliegen, gibt es seit Urzeiten eine Methode der Abhilfe (Nicht die Sprache der Liebe, Ihr Ferkel!) Ich spreche davon, anzuleiten und wenn möglich durch Bilder und Piktogramme abzusichern. Mehrmaliges Vorführen und Wiederholen. Ebenso ist es hilfreich hier Sprachkurse und Fortbildungen anzubieten.

Loben ist auch eine Möglichkeit und tut auch gar nicht weh, ist aber leider nicht oft zu hören, speziell von der Abteilung der unterqualifizierten Unternehmer.

Bitte und Danke tun übrigens auch nicht weh, denn man begegnet seinen Mitarbeitern mit Anstand und Respekt.

Wenn Ihr all dies beherzigt, geht es einen Schritt weiter und dieser ist sehr wichtig - Erfolgserlebnisse! Diese brauchen wir alle, gib Deinen Mitarbeitern Projekte und unterstütze sie dabei! Begeistert Eure Gäste und vor allem begeistert Euch selbst, denn das nennt man Leben! Inspiriere und hilf Deinen Mitarbeitern dabei, einzigartig zu werden.

All das sind nur kleine Schritte und stellen nur die Basis dar von all dem, was die schlechten Gastro Unternehmer nicht wissen und genau aus diesem Grunde sind ein Viertel aller Fachkräfte geflüchtet. Denn sie wurden nicht geschätzt und nicht gefördert.

Sie verließen die Branche aus Resignation, da sie feststellen mussten, dass Wertschätzung hier nur eine leere Worthülse war und sie nicht mal mehr Dienstleister waren.

Sie waren zu Dienern geworden und letztlich zu Sklaven ohne Freizeit, ohne Perspektive, ohne Maß und Ziel.

Das Schöne an dieser Entwicklung ist, dass der Markt sich selbst reguliert und nun diese ganzen faulen Äpfel / Unternehmer aussortiert werden, denn wer nicht das Handwerkszeug hat, wird in der zukünftigen gastronomischen Welt nicht mehr bestehen können.

Doch um die, die jahrelang die Gesundheit und Träume Ihrer Mitarbeiter mit Füßen getreten haben, ist es nicht schade.

Am besten macht Ihr alle zusammen Urlaub auf Kosten des hochgeschätzten Arbeitgeberverbandes. Hier hätte ich einen Vorschlag, es gibt wundervolle Orte in aktiven Vulkangebieten. Da solltet Ihr alle baden gehen, ist nicht heiß, so ein Vulkan, vertraut mir. Der brennt Euch nur die Sünden weg.

Die Zeit der Arbeitnehmer ist schon am Horizont zu sehen, die Gehälter steigen, ein Einhorn ist schon leichter zu finden, als ein Koch oder Kellner.

Also, lernt schnell oder geht für immer.

Zugegeben, ich habe heute meinem Unmut Luft gemacht und freu mich schon auf die ganzen Hate-Mails. (Die von eben diesen Schwammerln kommen.)

Die modernen und bewundernswerten Kollegen und Ihre Betriebe sind ausdrücklich damit nicht gemeint. Diese sind ein Vorbild für uns alle und es ist schön zu sehen, dass es eben auch diese wundervollen Gastronomen und Hoteliers gibt. Das macht Hoffnung für die Zukunft.

Die anderen haben die Wahl, lernt oder bleibt einfach Schwammerl!

Zumindest ich fühl mich schon mal ein bisserl besser, nachdem ich mir nun alles von der Seele schreiben konnte.

Für alle, die noch wissen wollen, wie man sich Köche selbst backt, hab ich noch einen Link anbei, der Euch vielleicht hilft:

Wie man sich einen Koch backt!

Und ich glaub, ich mach mir heut Schwammerl, hab da jetzt echt Lust drauf.

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de




Montag, 4. April 2022

So backen nur Engel! Eine Frühlings-Tarte zum Verlieben.

 


Servus liebe Schlemmerlinge,

geht´s Euch auch so, dass Euch der Frühling voll in seinen Bann zieht? Überall sieht man jetzt, wie die Natur das Ende der kalten Jahreszeit feiert, mit dem Gesang der Vögel, den ersten Blüten und Knospen.

Die nun wieder stärker werdenden Strahlen der Sonne bringen auch in uns die Frühlingsgefühle hervor und auch kulinarisch gibt’s jetzt wieder die ersten süßen Verführungen.

Rhabarber ist hier eine der wohl schönsten, denn der bittersüße Geschmack verzaubert einfach.

Und dass ich mit einem Engel verheiratet bin, wisst Ihr ja seit Jahren, doch dass mein Engel auch traumhafte Kuchen backt und nun mit ihrer eigenen Website auch ganz offiziell als Kuchenengel unterwegs ist, wisst Ihr vielleicht noch nicht.

So hat sich mein Engel ihren eigenen Kuchentraum erfüllt und glücklicherweise bekomm ich immer noch hie und da einen Kuchengruß von ihr, doch meistens bin ich der Lieferjunge und darf ihre süßen Sünden ausliefern.

Also, ich mach ja wirklich selten Werbung, aber wenn Ihr mal einen Kuchen für einen ganz besonderen Anlass braucht, schaut doch rein.

Denn die Kuchen, Tartes und Torten meiner Frau Nicole sind einfach ein Wahnsinn. Also schaut´s rein:

www.kuchenengel.com

Um Euch einen kleinen Vorgeschmack auf all die wundervollen Aromen der kommenden Monate zu geben, gibt es heute eine wundervolle Frühlings Tarte mit Rhabarber-Erdbeeren und einer herrlich aromatischen Quarkcreme.

Der Clou ist, sie ist im Handumdrehen fertig und bringt Euch den Zauber des neuen Jahres auf den Kaffeetisch.

Die Zutaten sind auch gleich erklärt, für den Boden brauchen wir einen Mürbteig. Hier für benötigen wir 100g Butter, 50g Zucker und 150g Mehl. Dazu kommen noch 1 Eigelb und eine Prise Salz.

Für unsere Quarkcreme brauchen wir 250 g Quark, 150 g Naturjoghurt, 200 ml Schlagsahne, 3 EL Zucker, 1 EL Honig und den Abrieb von ½ Zitrone.

Für unser Rhabarberkompott folgt Ihr bitte einfach dem Link zu meinem Rezept, dass Euch genau im Detail zeigt, wie es gekocht wird.

Rhabarber-Kompott- Rezept

Dazu brauchen wir noch ein paar Erdbeeren und Eure Kreativität. Hier könnt Ihr Euch austoben. Wenn die Basis gemacht ist, geht eigentlich alles.

So bieten sich z.B. Essbare Blüten an, die dem Ganzen einen ganz speziellen Frühlings-Touch geben.

Wenn Ihr da noch Inspirationen braucht, folgt dem Link für mehr Flower Power:

Essbare Blüten- Flower Power

Gemacht ist unsere wunderbare Tarte im Handumdrehen.

Zuerst würfeln wir die Butter und verkneten diese mit einem Handrührgerät oder dem Knethaken der Küchenmaschine mit Zucker und Ei.

Nun geben wir das Mehl hinzu und kneten unseren Teig, bis dieser geschmeidig ist.

Dann ab damit in dem Kühlschrank und kaltstellen, so lässt er sich später wunderbar verarbeiten.

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um unseren Rhabarber. Hierfür folgt bitte dem ersten Link oben.

Ebenso geht es jetzt an unsere Quarkcreme, für die wir zuerst unsere Sahne aufschlagen und kalt stellen. Den Quark verrühren wir mit Joghurt, geben Honig, Zucker und den Zitronenabrieb hinzu.

Wenn alles glattgerührt ist, heben wir nun unsere geschlagene Sahne aus dem Kühlschrank unter und stellen unsere Creme nochmals kalt.

Wenn unser Mürbteig gut gekühlt ist, rollen wir diesen aus und geben ihn in eine gefettete Tarte-Form und einen Tortenring, wobei wir den Rand nur 3cm hochziehen.

Nicht vergessen, mit der Gabel einige Löcher in den Tarte-Boden stechen, so bilden sich keine Blasen.

Gebacken wird der Boden, bis er golden braun ist, bei 180°C Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen.

Anschließend lassen wir unseren Boden auskühlen und dann geht es auch schon los mit dem Fertigstellen unseres kleinen Frühlingsgrußes.

Zuerst verteilen wir die Quarkcreme auf dem Boden der Tarte, anschließend geben wir den Rhabarber darauf, dekorieren mit Erdbeeren und wie bei meiner Frau mit Blüten und weißer Schokolade.

Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Backen und vielen Dank an meinen Kuchenengel für dieses köstliche Rezept.

Genießt den Frühling und bleibt´s genießerisch,

Eure

Nicole Savels und Alexander Reiter


www.alexanderreiter.de

www.kuchenengel.com


   



Montag, 7. März 2022

Süßkartoffelgnocchi easy, sexy und gesund! Fasten kann so genüsslich sein!

 


Servus Ihr Lieben,

Ich habe ja so dermaßen zugeschlagen in der Faschingszeit, dass ich jetzt erst einmal die Fastenzeit zum Grund nehme, um wieder ein bisserl in Form zu kommen.

Es war für mich einfach unmöglich an all den Krapfen vorbeizugehen, an den sauguaden kleinen Dingern.

Aber jetzt, so ein bisserl schwerer, gezuckert... äh, geläutert mein ich, möchte ich jetzt doch meinen Körper ein bisserl was Gutes tun.

Bei mir sieht das dann folgendermaßen aus, ich esse genussvoll, lass aber Zucker komplett weg, trink viel Wasser, keinen Alkohol (auch kein Starkbier:-) und verzichte auf verarbeitete Lebensmittel.

Das heißt so viel wie, es kommt nur auf den Tisch, was frisch und knackig ist.

Fleisch und Fisch sind erst einmal tabu, aber eh meist nicht auf meinem Speiseplan und ansonsten steht mir die Welt offen.

Es kommt wirklich darauf an, etwas ändern zu wollen und man sollte sich mal vor Augen führen wie viel man wirklich isst. Die kleinen Snacks hier, der Kuchen bei der Oma, Lunch im Büro.

Wenn man da mal ehrlich ist, wo soll das denn alles hin, wenn Ihr keine Holzhacker seid oder Ultra Marathonläufer, dann ist das echt zu viel.

Ach ja und der Griff in die oberste Schublade Eures Schreibtisches macht es nicht besser. Wie viele Gummibärchen da täglich ihr Leben lassen müssen, will ich mir gar ned vorstellen.

Also Hirn an und konsequent ran an den Speck, sonst bringt´s nix und Ihr kommt nicht wirklich in Bikini-Shape.

Damit Ihr gleich mal in die richtige Feel-good Stimmung kommt, hab ich heute ein kleines Rezept für Euch, bei dem ihr im Handumdrehen ein traumhaftes Essen auf den Tisch zaubert, das leicht von der Hand geht und super schmeckt.

Wir machen heute Süßkartoffelgnocchi und unser Star gehört zu den gesündesten Gemüsen überhaupt, er ist voll von Vitamin A, das macht nicht nur ne schöne Haut, es stärkt auch die Abwehrkräfte. Des Weiteren macht sie lange satt und entwässert den Körper, hilft bei einer gesunden Verdauung und bei der Regulation des Blutzuckerspiegels.

Ne dolle Knolle eben, kann wirklich alles, das gute Stück!

Wen das jetzt nicht interessiert hat, auch gut, Kurzfassung = Gut, gesund, lecker!

Und damit alle Schlemmerlinge was davon haben, ist die ganze Geschichte heute auch noch vegan.

Zuerst einmal kommt die überschaubare Zutatenliste:

850 g Süßkartoffeln

400 g Buchweizenmehl

1Teelöffel Nährhefe

50 g Semolina Grieß

Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Und es geht genauso easy weiter, wir heizen erst einmal unseren Ofen auf 200°C, waschen unsere Süßkartoffeln, stechen diese ein paar Mal mit der Gabel ein und ab in den Ofen.

Nach ungefähr 50-60 Minuten, je nach Größe der Süßkartoffel ist diese schön weich und kann raus. Macht einfach einen Drucktest. Anschließend lasst Ihr die Kleinen ein bisserl auskühlen.

Wenn sie ausgekühlt sind, wird das Fruchtfleisch aus der Schale gelöffelt und in eine Schüssel gegeben. Dann stampft Ihr es mit einem Kartoffelstampfer klein und arbeitete das Mehl, Salz und den Pfeffer, Semolina und Nährhefe unter, bis es einen homogenen Teig ergibt. Je nach Kartoffel braucht Ihr vielleicht ein wenig mehr Mehl.

Anschließend kommt Euer Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und es werden Stränge geformt, aus denen wir dann unsere kleinen Gnocchi schneiden.

Nun könnt Ihr diese mit der Gabel formen oder in kleine Bällchen drehen, up to you, was immer Euch glücklich macht.

Die fertigen Gnocchi könnt ihr dann in sprudelndem Salzwasser kochen oder Ihr bratet diese in der Pfanne knusprig aus.

Dazu vielleicht ein Tomaten Pesto oder wie heute bei mir mit süßen Biquinhos (kleine süße Chilis), die ich momentan wie verrückt esse.

Tolles Gemüse und Antipasti gibt´s natürlich auf dem Viktualienmarkt, auf den ich jetzt auch geh. Ein bisserl einkaufen und ein Tasserl Kaffee in der schönsten Stadt der Welt. Was könnte schöner sein.

Ich lass Euch jetzt kochen und wünsche euch eine genüssliche Fastenzeit,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de


 

Mittwoch, 2. Februar 2022

Valentinstag in Bayern! Dolce Vita und Leberkäs


 Servus Ihr Lieben,

in ein paar Tagen ist es ja wieder so weit und der Valentinstag steht vor der Tür!

Der Tag, den Frauen mit einem romantischen Abend bei Kerzenschein verbinden und Männer meist gar nicht erst auf dem Schirm haben.

Romantik ist in Bayern eh so ein Thema, während in Italien beispielsweise der Mann seine Angebetete zu einem Glas Prosecco auf die Rialto Brücke führt, ihr Weg gesäumt von Rosenblättern, ist das in Bayern schon mal eine Leberkässemmel auf der Isarbrücke und ein Augustiner, Rosenblätter Fehlanzeige.

Der Bayerische Mann ist nun mal nicht wirklich der heißblütige Draufgänger oder der wilde Hengst, der seiner Heißgeliebten die Kirschen in den Mund fallen lässt.

Es geht eher meist in Richtung Hypochonder, alter Esel und mit viel Glück kauft er ein Paar Kirschen im Glas im Supermarkt.

Doch gibt es vielleicht auch für Euch noch Hoffnung da draußen, denn wenn Ihr einmal damit anfangt, den Valentinstag nicht zu verdrängen, Euch nicht bei einem Kumpel verschanzt oder Euch nicht freiwillig in der Fremdenlegion einschreibt, nur, um dem Tag der Romantik zu entgehen, könntet Ihr wirklich bei Eurer Frau punkten.

Deswegen anbei nun ein kleiner Romantik Guide für Euch:

Selbst wenn Ihr Euch schon vorgenommen habt, Eure Frau am Valentinstag zum Essen auszuführen, es gibt ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

Sämtliche Fastfood- Läden und all You can Eat Haxnbuffets sind nicht wirklich romantisch, nein, glaubt mir, damit geht Ihr eindeutig in die falsche Richtung.

Eure Frau will auf Händen getragen werden, zeigt ihr, dass Ihr sie liebt, seid spontan und ausgefallen. Aber Achtung, auf Händen tragen heißt nicht, sie über die Schulter zu werfen und spontan ist nicht der Besuch beim Wirt!

Was ich damit sagen will, zeigt ihr einfach, dass sie Euch wichtig ist.

Wenn es dann zum Essen geht, zieht Euch was Schickes (so mit Hemd und so) an, öffnet ihr die Tür und seid aufmerksam.

Sucht ein schönes Restaurant aus oder kocht etwas zuhause. Daheim deckt Ihr den Tisch, ein paar Rosenblätter dürfen da schon auch verteilt werden. Und wenn Eure Frau dann nach Hause kommt, sieht sie beispielsweise die Rosenblätter auf dem Boden und folgt ihnen bei den Klängen von Barry Manilow zum Esstisch.

Gut, so oder so ähnlich könnte es aussehen.

Wenn jetzt Euer erster Gedanke „Um Himmels willen“ ist, dann gibt es noch eine weitere Option.

Bestellt einfach ein Valentinsmenü und serviert es ihr, so gut Ihr könnt.

Sie wird merken, dass Ihr Euer Bestes gebt und Euch anstrengt und wird sich darüber freuen; bayerische Frauen sind leidensfähig und solange es keine Schweinshaxe ist, die Ihr ihr auf den Teller legt, seid Ihr auf einem guten Weg.

Und wenn Ihr nach dem Valentinstag doch wieder allein seid, weil Euch Eure Frau kurz darauf mit einem heißblütigen Italiener abgehauen ist, esst Ihr halt wieder allein die ein oder andere Leberkäs Semmel und trinkt Euer Augustiner auf der Hackerbrücke während die Sonne romantisch über den Münchner Dächern untergeht.

 

Oiso, strengt Euch an und macht Eure Frauen glücklich,

Sie haben es verdient,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de



Mittwoch, 5. Januar 2022

Los geht´s mit einer tollen Rolle! Veganuary 2022

 


Servus Ihr Lieben,

erst einmal wünsche ich Euch allen ein gutes und gesundes neues Jahr 2022.

Ich habe ja leider in der Weihnachtszeit wieder voll zugeschlagen und konnte weder an Platzerl, Weihnachtsgans und Co. vorbeilaufen, was sich jetzt mal wieder merklich auf der Waage abzeichnet.


Es war aber auch guad, so ein Raclette und hie und da einen Lebkuchen, was kann denn da eigentlich Sünde sein?

Aber leider sieht das ja, wie bereits erwähnt, meine Waage völlig anders und deswegen leg ich jetzt mal los und versuch, ein Bisserl bewusster zu essen, was meinem Körper sicher gut tun wird.

Der Veganuary ist hier eine tolle Möglichkeit wieder ein bisserl in Shape zu kommen und so genussvoll ein paar Pfunde zu verlieren.

Dabei kommt es mir persönlich eher darauf an zu zeigen, dass auch eine vegane Ernährung super lecker sein kann und es dem Körper auch zu Gute kommt.

Doch bei allem, was wir zu uns nehmen, sollten wir bedenken, dass wir nur gerne das essen, was uns auch schmeckt. Selbstkasteiung durch Kohlsuppe beispielsweise grenzt für mich an Körperverletzung.

Es ist nun einmal so, dass nur eine nachhaltige Ernährungsumstellung langfristig zum Ziel führt, deswegen sollte der Genuss auch in einem veganen Monat nicht zu kurz kommen.

Und so habe ich Euch heute einen veganen Snack mitgebacht, der im Handumdrehen fertig ist, schmeckt und supersexy aussieht.

Wir zaubern uns heute kleine vegane Gemüserollen, die Ihr nach Herzenslust snacken könnt und die Eure Pfunde schmelzen lassen.

Das braucht Ihr dazu:

Reispapierblätter (die gibt´s im Asia Laden oder auch manchmal im Supermarkt)

Eure Lieblingsgemüse, wie Paprika, Frühlingslauch, Karotten, Zucchini oder was auch immer Euer Herz begehrt. Gerne auch eine Avocado, Tomaten, ein paar Radieschen oder Sprossen, das gibt etwas Schärfe.

Es wäre jetzt ein Schmarrn zu schreiben, man nehme 1 Gurke usw., denn dann wären alle die, die keine Gurken mögen schon mal raus.

Ich glaub, Ihr wisst, worauf ich hinaus will, es muss Euch schmecken!

Des Weiteren benötigen wir 140g Quinoa, die wir in 280ml leichter Gemüsebrühe kochen, hier könnt ihr auch ein bisserl Safran oder Kurkuma dazugeben, was auch gut passt.

Zum Würzen des Quinoas eignet sich Koriander, natürlich gutes Salz und Pfeffer aus der Mühle und für den, der es etwas schärfer mag, gerne etwas Chili.

Und so wird´s gemacht:

Das Reispapier muss zuerst auf einem Teller mit lauwarmem Wasser zum Quellen gebracht werden, anschließend wird das Papier auf einer feuchten Arbeitsplatte mit der abgekühlten Quinoa- Masse bestrichen, mit Gemüse belegt und eingerollt, wobei ihr zuerst die Seiten etwas einschlagt und diese dann sauber und straff rollt.

Das Ganze jetzt schön anrichten und mit einem Dip servieren. Ich hab mir hierzu heute einen Curry-Kokos-Dip gemacht und eine süß-saure Sauce, ganz nach Gusto.

Ihr könnt natürlich auch wunderbar eine süße Rolle machen, indem Ihr Euch mit Kokosmilch einen schönen Milchreis kocht und dann eine Früchterolle kreiert. Das kommt beispielsweise bei meiner Frau immer super an.

Aber die Hauptsache daran ist, es schmeckt und Ihr tut Eurem Körper was Gutes. Ob Ihr Veggie, Veganer oder Flexitarier seid, wenn Ihr Euch dabei gut fühlt, seid Ihr schon auf einem echt guten Weg zu besser Esser.

Ich lass mir jetzt meine tolle Rolle schmecken und wünsch Euch einen guten Start ins neue Jahr,

Bleibt´s neugierig und schlemmt Euch glücklich,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de