Sonntag, 15. September 2019

Von "Semmelnknödeln" und Karl Valentin



Servus Ihr Lieben,

Heute beim Spazieren Gehen am Viktualienmarkt musste ich am Denkmal von Karl Valentin an seinen berühmten Semmelnknödeln oder Semmelknödel (?)Sketch denken. Na, es hat mich halt beschäftigt;  wir würdigen den Knödel eigentlich gar nicht genug, find ich.


 Er ist zwar jeden Tag in aller Munde,  aber bekommt irgendwie nie den richtigen Respekt als Spezialität. Erst wird er geknetet und mit Milch fast ersäuft und dann schmeißt man ihn auch noch in kochendes Wasser – ein Skandal!!
Dann kommt er auf den Teller, wird mit heißer Sauce überschüttet und mit einer Sau zusammengebracht - schlimmer geht’s nimmer. Und wer bekommt den Ruhm, wenn der Kellner kommt und fragt „Wie war der Schweinebraten?“  Klar - die blääde Sau halt und ned der arme Knödel.


Aber mal ehrlich, so ein Knödel ist ein echtes Schmankerl und was würden zum Beispiel die Kinder Bayerns essen, wenn es sie nicht gäbe?
Des Weiteren könnte sich kein Kellner mehr in dieser Situation aufregen: „Ich hätte gerne einen Schweinebraten, aber mit einem kleinen Knödel bitte.“ „ Meine Dame, es gibt aber nur eine Größe Knödel.“ „Dann bringen Sie mir bitte einen halben Knödel.“  „Aber meine Dame, was mache ich mit dem anderen halben Knödel?  Den kann ich nicht verkaufen.“ „Na ja, hmmm, dann bringen Sie mir bitte einmal die Rahmschwammerl, aber bitte mit kleinem Knödel“.
Ein Klassiker.  Zeitlos schön, da kann man seine Gäste lieben lernen J
Sie würden sich wundern, wie viele Köche und Kellner meditieren - um nicht Amok zu laufen.
Aber zurück zum Knödel. Meine Frau beispielsweise hat auch nach 22 Jahren mit mir noch keine Beziehung zum Semmelknödel aufbauen können;  sie kommt aus dem Ausland, genauer aus dem Rheinland und das ist eine Kartoffelknödelzone.

Aber ich arbeite dran. Da muas ma langsam rangehn, immer mal wieder locker ins Spiel gebracht, rollende Invasion, sehr knödelige Angelegenheit. Harter Job, aber ich geb, trotz starker Gegenwehr, nicht auf.
Der Semmelknödel mit seinen zahlreichen Brüdern wie z.B. Speck, Brezen und Spinatknödel sind für mich die geheimen Stars der Alpenländischen Küche und sie sollten besungen werden. Oh ja, ich wart auf den Knödelsong.
Naja, durch Karl Valentin wird man echt inspiriert, wenn man lang genug vor seinem Denkmal sitzt oder wie heißt des, wenn man nur noch Unsinn im Sinn hat?
Geschmacksinn oder ?

Ich wünsche Euch einen sonnigen Spätsommer,
Mit kulinarischen Grüßen,

Samstag, 3. August 2019

Ausnahmezustand Kaffeekranzerl! Was würde Chuck Norris tun ?


Servus Ihr Lieben,
es gibt Momente im Leben eines Mannes, da steht man wirklich mit dem Rücken an der Wand.
Da steht die partnerschaftliche Harmonie auf des Messers Schneide.
Der Moment, in dem man sich schon damit abfindet, bis zum Ende der Menschheit auf der Couch schlafen zu müssen. Aber bevor ich zu sehr abschweife, erklär ich Euch erst einmal den Grund für meine wilden Gedanken.

Dadurch, dass ich eigentlich den ganzen Tag arbeitsbedingt esse, ist bei mir zuhause meist nicht viel im Kühlschrank und just letzten Sonntag war so ein Tag.

Das wäre ja nicht weiter schlimm, aber wenn dann die Frau kommt und beiläufig sagt „Ach übrigens, du denkst doch daran, dass ich heut Nachmittag zum Kaffee eingeladen hab und du hast mir doch versprochen, einen tollen Kuchen zu backen“, dann schaut das natürlich ganz anders aus.

Ich konnte mich noch wage daran erinnern, in einem schwachen Moment mal so etwas gesagt zu haben. War das heute gewesen, oh-oh.

Wichtig ist, sich in so einer Situation nichts anmerken lassen, cool und gelassen bleiben und möglichst Panik zu vermeiden. Sie darf nichts merken und wir alle wissen, dass unsere Frauen mit Super-Sinnen ausgestattet sind, wenn es darum geht, herauszufinden, wenn wir was ausgefressen haben oder ähnliches.

Ich küsste sie auf die Stirn mit einem „Aber natürlich, mein Schatz“ und ging locker weg.

Okay, irgendwie bin ich im Garten gelandet, ich hatte noch ca. 1,5 Std. lang Zeit einen „tollen Kuchen“ zu backen. Es ist Sonntag, kein Geschäft offen, nichts im Kühlschrank.

Mmmh, mal nachdenken, was würde Chuck Norris tun? Oder Wicki oder Mac Gyver? Scheiße, die können alle nicht kochen.

Mein Blick fiel auf meinen Zwetschgenbaum, nix wie rauf und schnell genug gebrockt, damit es für die Ladys für Nachmittags reicht. Mein Glück nur, dass mein Engel noch nicht in den Kühlschrank geschaut hatte.


Ich öffnete den Kühlschrank und war nicht gerade begeistert.
250 g Quark
4 Eier
Und meine Zwetschgen.
Das ist ja mal nicht so viel. Auf dem Wohnzimmertisch lag noch eine Tafel Weiße Schokolade (100g) - die nahm ich auch.

Das musste jetzt reichen. Gott sei Dank bin ich Koch und das hilft in einer solchen Situation ungemein. Es soll ja Leute geben, die nicht kochen, aber ich treff so selten welche; das muss an meiner artgerechten Haltung am Herd liegen. Aber jetzt ran an die Zwetschgen.

So weit so gut. Erst einmal müssen wir die Eier trennen und Eigelb und Eiweiß schaumig schlagen.


Danach die weiße Schokolade schmelzen, kann man in der Mikrowelle machen, spart Zeit, die ich eh nicht hatte.
Und dann das schaumige Eigelb mit dem ausgedrücktem Quark und der Weißen Schokolade verrühren.
Schaut schon mal nicht schlecht aus. Jetzt heben wir noch das geschlagene Eiweiß unter und fertig ist eine luftig, leckere Masse.


Nun schnell die Zwetschgen gewaschen, halbiert und in die Form gelegt und ab in den Ofen.
Ich hab auch noch zwei kleine gemacht im Soufflé-förmchen, weil noch Masse übrig war. So würde ich es wahrscheinlich auch in der Arbeit machen.

Das Ganze hab ich im vorgeheizten Ofen auf 200°C für 14 Minuten gebacken, dann den Ofen runtergedreht auf 140°C und weitere 8 Minuten gebacken. Anschließend den Ofen ausmachen und ihn mit der Resthitze weitere 12 Minuten gar ziehen lassen.
Es kommt natürlich darauf an, in welcher Form man den Kuchen backt.
Was herauskam, hat mich mal echt hoffen lassen, nicht auf der Couch schlafen zu müssen.


Jetzt noch einen Namen für den Spaß, ähhh, 
Soufflierter Zwetschgenkuchen, glutenfrei.
Da haben die Mädels ganz schön geschaut.


Wie Ihr merkt, ist das jetzt schon ein paar Tage her; ich lebe noch und schreibe drüber. Ach ja und das Kaffeekränzchen war scheinbar auch okay.


Männer da draußen - wir müssen zusammenhalten! Wenn Ihr mal in Not seid, denkt dran, was würde Chuck Norris tun!

Bis dann,

Mit kulinarischen Grüßen,

Euer

Montag, 1. Juli 2019

Bring Farbe ins Leben! Step by Step zum Sommer-Burger!



Servus Ihr Lieben,

Burger sind sprichwörtlich in aller Munde und längst kein Fast Food im klassischen Sinne mehr.

Längst ist der Burger zum Teil unserer Popkultur geworden und wird landauf und ab zelebriert und mit Leidenschaft zubereitet.
 In Scharen strömen die Menschen zu den Burger-Festivals und lassen sich dort kulinarisch verwöhnen.


Und immer mehr Köche stecken große Kreativität und Liebe in ihre Burger und das schmeckt man auch.
Frisches Rindfleisch, frisch gebackene luftige Buns, tolle Saucen-Kreationen und knackige Salat, sowie Gemüse, lassen die Herzen höher schlagen.


Natürlich, ist wie immer alles besser mit einem großartigen Käse und wenn noch Speck drauf ist, umso besser.


Aber das ist längst nicht alles, denn auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und so entstehen immer neue Kreationen.


Ich für meinen Teil steh ja zugegebenermaßen drauf, hab aber so mein Problem, wenn ich nicht weiß, was in meinem Essen drin ist, also fallen die großen Burgerbrater und Co. schon mal durch, denn ich mag es einfach frisch und ehrlich.


Damit Ihr daheim auch einen richtig guaden Burger für Euch und Eure Freunde zaubern könnt, hab ich heute ein einfaches Rezept mitgebracht, dass Ihr ganz leicht daheim nachmachen könnt.


Doch was brauchen wir für einen richtig guten Burger?
Anfangen wollen wir mal mit dem Fleisch, das Ihr Euch am besten beim Metzger Eures Vertrauens holt. Hier nehmt Ihr ein nicht zu mageres Fleisch, am ehesten eignet sich ein Rindernacken. Der Fettanteil sollte da so bei 20-25% liegen, damit das Patty auch schön saftig wird.


Aber glaubt mir, Euer Metzger berät Euch da gerne und dann geht´s Ihr mit Eurem saftigen Rinderhack vom bayrischen Jungbullen wieder heim und wir kümmern uns um den Rest.


Des Weiteren gehören für mich zu einem richtig guten Burger natürlich selbst gebackene Burger-Buns.
Und da „nomale“ ja echt langweilig sind, machen wir heute Pink Burger Buns, die sind mit Rote Bete Saft gefärbt.


Das bringt ein bisserl Farbe ins Spiel und geht eigentlich in allen Farben, Sepia Tinte für Schwarz, Kurkuma, Safran oder Madras Curry für Gelb, Tomatenmark gibt ein schönes Rot/ Orange und mit Spinatpulver wird’s ein saftiges Grün.
Wer von Euch blaue Buns machen will, sollte sich Gedanken machen sich einweisen zu lassen:-), geht aber auch mit Blaubeer- oder Schwarzbeersaft aus dem Reformhaus; die Wahl liegt also bei Euch.


Das ist wirklich nicht schwer und Ihr braucht dazu folgendes:
500g Mehl,
350ml Wasser (in unserem Fall für einen Pink Burger Bun 200ml Rote Bete Saft 150ml Wasser)
1 Ei
1 Stück Hefe (42g)
30g Zucker
1TL Salz
1 EL Öl

Und so wird´s gemacht:
Zuerst geben wir das Mehl in eine Schüssel und drücken eine Mulde in die Mitte, in die wir das Rote Bete Wasser und die zerbröckelte Hefe hineingeben, den Zucker und das Ei. Nun leicht verrühren und für 10 min ruhen lassen. Dann das Salz zugeben und in der Schüssel verkneten. Ich mach das mit einem Rührgerät, da gibt´s keine Sauerei.


Den Teig an einem warmen Ort 1 Std gehen lassen (er sollte ca. das doppelte Volumen erreichen), kleine Kugeln von ca. 90-95g formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Die Teigkugeln erneut für ca.45 min abgedeckt gehen, bis sie schön aufgegangen sind und anschließend im vorgeheizten Ofen bei ca.180°C Grad (Ober/-Unterhitze) 16-18 min. backen.


Danach lassen wir unsere Burger-Buns auskühlen und können unser Spezial Saucerl zu bereiten.
Hierfür braucht Ihr:
80g Mayonnaise (Am besten selbst gemacht)
30g Ketchup
1TL Süßen Senf
1TL Tafelmeerrettich
10g Röstzwiebeln
etwas Gewürzgurkenwasser
sowie je nach Gusto etwas Cayenne Pfeffer, Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle.

Alle Zutaten zusammen in einem hohen Gefäß, am besten, mit einem Stabmixer vermengen und mit dem Gurkenwasser etwas verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ruckzuck fertig ist die Sauce; einfach guad oder Ihr kreiert einfach Eure eigene Sauce, wie Ihr es am liebsten habt.


Nun haben wir unsere Vorbereitungen schon fast abgeschlossen und müssen nur noch die restlichen Zutaten waschen und schneiden:
Frische Salatherzen, Gartengurken, Tomaten, Rote Zwiebeln, Bacon, Bergkäse aus der Naturkäserei.


Aber auch hier gilt, lasst Euch inspirieren, vielleicht auf dem Gemüsemarkt und nehmt z.B. frische Bachkresse oder gegrillte Portobello-Pilze oder was auch immer Euch anspricht, mit. Seid kreativ und kocht mit Liebe und Leidenschaft, dann wird´s auch was.
So langsam bekommen ich Hunger, also Pfanne auf den Herd und los geht´s.
Unsere Jungbullen -Pattys braten wir schön langsam in Butterschmalz und geben nach 2/3 des Bratvorgangs unsere Speckscheiben dazu.
Jetzt schneiden wir eins unserer Rote Bete Semmerl auf, erwärmen es noch im Ofen oder toasten es kurz auf und bestreichen es mit unserer Sauce, anschließend belegen wir mit Salatherzen und Tomaten.


Unseren saftig gebratenen Burger belegen wir am Schluss noch mit dem Bergkäse und lassen diesen schön darüber schmelzen lassen
Nun den Patty auf den Salat geben und mit unseren Gartengurkerln und Speck belegen.

Den Deckel des Buns oben auflegen, vielleicht ein paar hausgemachte Pommes Frites dazu und schon ist er fertig, unser
selbstgemachter, frischer Burger mit luftigem Rote Bete Semmerl.

Ich geh jetzt raus und lass mir meinen Burger schmecken,
Wünsch Euch viel Spaß beim Nachkochen und einen schönen sonnigen Juli,
Bleibt´s brav und hungrig,







Samstag, 1. Juni 2019

Macht´s doch mal wieder einen richtigen Schmarrn!


Servus Ihr Lieben,
jetzt ham wir endlich die ersten heißen Sommertage dieses Jahres und noch dazu beginnt jetzt langsam die Erdbeerzeit.

Besser kanns eigentlich gar nicht werden. Ich bin dann oft draußen auf dem Feld und schau, was ich so an Erdbeeren essen kann, frei nach dem Motto, eine ins Körbchen, drei essen😊


Dann radel ich wieder heim und fang in der Küche an, meiner Nicole ein besonderes Erdbeerschmankerl zu machen.


Und eines dieser Schmankerl möchte ich heute zeigen:
Wir machen nämlich einen ganz luftig süßen Erdbeerschmarrn.

Was Ihr dafür braucht, ist schnell erklärt:

500g Erdbeeren (vom Feld um die Ecke)
4 Stk Eier
250g Mehl
240ml Milch
60g Butter (zum ausbacken)
Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone
Puderzucker zum Bestäuben
Grand Manier, Maraschino, Erdbeerlikör oder was eure Hausbar hergibt:-) zum Aromatisieren der Erdbeeren. Sehr wichtig, unbedingt ein Stamperl probieren, Ihr wisst schon, Qualitätskontrolle.


Da wir jetzt alle Zutaten haben, könnt Ihr dann auch schon loslegen und glaubt mir, es ist kinderleicht und Ihr schafft´s das.
Und so wird´s gemacht:
Zuerst einmal heizt Ihr Euch den Ofen auf 170°C vor.
Nun trennen wir Eigelb und Eiweiß und schlagen zuerst das Eiweiß mit etwas Zucker steif. Hier nehmt Ihr am besten ein Rührgerät, das geht am einfachsten.


Dann schlagen wir anschließend unser Eigelb mit dem Zucker schaumig und geben Mehl und den Zitronenabrieb hinzu.  
Dies jetzt langsam mit dem Rührgerät vermengen und die Milch einträufeln lassen.


Wenn Ihr hier alles gut verrührt, habt ihr einen garantiert klumpen freien Teig.


Nun heben wir unseren Eischnee unter die Masse, damit unser Schmarrn auch richtig schön luftig wird.


Dann lassen wir Butter in der Pfanne schmelzen, geben unseren Schmarrn-Teig hinein und lassen ihn für ca. 3 Min auf dem Herd anbacken.


Die Pfanne sogleich in unseren vorgeheizten Ofen stellen, so für ca. 8-10 min und in der Zwischenzeit widmen wir uns den Erdbeeren.


Diese werden gewaschen und halbiert oder geviertelt, je nach Größe.


Anschließend in einer Pfanne etwas Honig und den Likör oder Schnaps unserer Wahl kurz aufkochen lassen, die Erdbeeren dazu geben, vom Herd nehmen und für ein paar Minuten ziehen lassen.


Ein Blick in den Ofen und wir sehen, dass unser Schmarrn ganz herrlich aufgegangen ist, so dass wir ihn nun umdrehen können.
Danach noch für ca. 4-5 Minuten zurück in den Ofen und schon kann es losgehen mit dem Zerreißen.


Nun noch anrichten z.B. in ein kleines Pfanderl oder ähnliches, die Erdbeeren darüber geben, mit Puderzucker bestäuben und mit ein bisserl Minze aus dem Garten garnieren.


Jetzt heißt es nur noch Genießen, vielleicht mit Freunden im Garten, bei Sonnenschein und ein oder drei Radler:-)
Ich werde jetzt genau das machen und dann schau mer mal, was mir sonst noch für ein Schmarrn einfällt.



Bleibt´s brav und lasst es Euch gut gehen,
Mit kulinarischen Grüßen,
Euer





Mittwoch, 8. Mai 2019

So super sexy kann Gemüse sein!



Servus Ihr Lieben,
es ist wirklich schön zu sehen, dass sich immer mehr Menschen bewusst ernähren, regional und saisonal einkaufen und so nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun.


Mehr und mehr setzt sich der Gedanke einer bewussten und gesunden Ernährung in der Gesellschaft durch.

Und das ist eine schöne Entwicklung, die aber immer noch viel Zeit und Überzeugungskraft bedarf, denn bei Vielen ist eben der Groschen noch nicht gefallen und sie frönen weiter der Völlerei.


Ist eigentlich auch jedem selbst überlassen, ob er bis zum Platzen essen will, doch oft ist den Leuten nicht bewusst, dass sie ihre fehlgeleiteten Essgewohnheiten an ihre Kinder weitergeben, die dann bald, genau wie ihre Eltern, mehr rund als hoch durch die Welt laufen.


Und da wir nun den traurigen Titel der „Dicksten Nation in Europa“ haben, widerspricht mir da, glaub ich, keiner mehr.
Der Mix macht´s einfach. Klar schlagen wir alle mal über die Stränge, aber wer 20 Jahre lang täglich zwei Leberkässemmmeln isst und auch sonst an keinem Schmankerl vorbeigeht, braucht sich nicht wundern, wenn er mit vierzig im Krankenhaus den sprichwörtlichen Löffel abgibt.


Aber auch das liegt bei jedem selbst, eine normale gesunde Ernährung verlängert nachweislich das Leben, wer will das denn nicht?


Schon Hippokrates von Kos, der Vater der modernen Medizin, erkannte 460 v.Chr. „Lass Nahrung deine Medizin sein.“

Und, dass „alles was zu viel ist, der Natur zu wider wird.“


Eigentlich schon komisch, dass in alle der Zeit wohl den Deutschen keiner was davon gesagt hat und manche sogar, obwohl sie es wissen, trotzdem nichts dagegen unternehmen.


Aber wurscht, wer will, kann weiter mit dem Kopf an der Heizung schlafen und machen was er will, wir konzentrieren uns auf die tollen, gesunden und schönen Menschen, nämlich Euch.


Ich erinnere mich noch gut an früher und bin mir sicher, jeder von Euch kennt das auch noch, da gab es für Vegetarier und Veganer gerade mal mit viel Glück den obligatorischen Gemüseteller oder Salat.


Doch inzwischen findet man immer mehr Lokale mit einem super Angebot an veganen und vegetarischen Schmankerln. Längst ist man in den Restaurants drauf eingestellt und kocht um die Wette, wer denn wohl die innovativste gesunde Küche bietet.


Schön zu sehen und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich hoffe sehr, dass irgendwann auch der Letzte versteht, wie positiv uns eine gesunde, ausgewogene Ernährung beeinflussen kann.


Und damit Ihr daheim mal seht, wie sexy und schmackhaft ein veganes Gericht sein kann, habe ich natürlich ein kleines Rezept für Euch vorbereitet.
Heute gibt´s:
Gefüllte Rondini mit meiner Frühlings-Caponata und Gemüsetomatensauce.
Und glaubts mir, Ihr schafft´s des daheim genauso, also ab in die Küche!


Für die gefüllten Rondini brauchen wir für vier Personen:
4 Rondini (wir schneiden den Deckel oben ab und höhlen Sie aus)
und etwas Gemüsebrühe zum Kochen der Rondini, die in ca. 10 min wunderbar weich sein sollten.

Für die Caponata braucht Ihr:
1 Stk. Rote Zwiebel
Je eine rote, grüne und gelbe Paprika
1 Stk. Aubergine
1 Stk. Zucchini
5 Stangen Spargel und etwas wilden Spargel, je nach Gusto
1 Stk. Fleischtomate
1-2 Stk. Kräuterseitlinge oder 4-5 Champignons
 2 EL Pinienkerne
 2 EL Rosinen (etwas einweichen)
3 EL Olivenöl
etwas Agaven-Dicksaft und etwas Balsamico-Glace
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zur Dekoration etwas Basilikum, frische Kräuter oder Blüten.


Für die Gemüsetomatensauce brauchen wir:
1 Stk. Gemüsezwiebel
200 ml Gemüsefond (wir nehmen den Fond unserer Rondini)
Die Abschnitte unserer Gemüse
3 El Tomatenmark
4 Fleischtomaten
Salz, Pfeffer und Olivenöl


Und so wird’s gemacht:
Unsere Rondini wurden ja in der Gemüsebrühe gekocht und stehen zum Füllen bereit.
Für unsere Frühlings-Caponata schwitzen wir auf mittlerer Stufe als erstes unsere Zwiebelwürfel in Olivenöl an, hierzu kommen dann die Auberginenwürfel und die Kräuterseitlinge sowie unsere Pinienkerne.
Anschließend geben wir die Paprika dazu, sowie die Spargelspitzen und unseren wilden Spargel.


Nun fügen wir nach kurzer Garzeit unsere Zucchini, die Tomatenwürfel und unsere weichen Rosinen hinzu.
Nun schmecken wir unser traumhaft buntes Caponata-Gemüse noch mit Agaven-Dicksaft und Balsamico-Glace ab.
Salz und Pfeffer nach Belieben, sowie etwas frischen, in Streifen geschnittenen, Basilikum.


In der Zwischenzeit schwitzen wir für unsere Sauce noch die Zwiebelwürfel in einem extra Topf an und geben das Tomatenmark hinzu und löschen mit Gemüsefond ab. Dann folgen unsere Abschnitte, sowie unsere Tomaten. Wenn alles weichgekocht ist, schmecken wir mit Salz und Pfeffer aus der Mühle ab und pürieren mit einem Stabmixer unsere Sauce, die schnell gemacht ist und bei der nichts verschwendet wird.


Dann geben wir unser Gemüse in die heißen Rondini und dekorieren nach Belieben.
In einem tiefen Teller etwas Sauce angießen und die Rondini draufsetzten.
Wenn das nicht sexy ist, weiß ich´s wirklich nicht mehr:-)


Ich wünsche Euch nun viel Spaß beim Kochen und genießen,
Bleibt´s gesund und esst bewusst,
Euer
Alexander Reiter