Sonntag, 17. Oktober 2021

Mandarinenkürbis- Supperl ! Ein Süß-scharfer Suppentraum für kalte Tage

 

Servus Ihr Lieben,

da es draußen schon wieder ein bisserl kälter wird, darf es auch mal wieder ein Supperl sein, das Euch die Seele wärmt und eine wohlige Wärme in den Körper zaubert, wenn Ihr durchgefroren heimkommt.

Und da es mir da nicht anders geht, möchte ich Euch heute eine meiner persönlichen Lieblingssuppen vorstellen, ein Mandarinenkürbissupperl mit Chili, Kokos und Apfel.

Viele von Euch werden jetzt fragen was ein Mandarinenkürbis ist und völlig zurecht, denn er ist einer der unbesungenen Stars der Kürbisfamilie und kaum bekannt, obwohl er ein wirklicher kulinarischer Leckerbissen ist.

Seinen Namen hat er von seinem leuchtend orangefarbenen Äußeren, das an eine Mandarine erinnert.

Roh verarbeitet schmeckt der Kürbis sehr fruchtig süß und eignet sich für Salate, gebacken wird er etwas nussiger im Geschmack.

Wir kochen und füllen den Kürbis heute und verfeinern diesen kleinen Traum noch mit Chili, Kokos und Apfel zu einem scharfen und doch süßem, cremigen Supperl.

Der kleine Kürbis kommt mit einem Gewicht von 400-600 g daher und bereichert den Speiseplan in jedem Fall.

Und für Euch daheim kommt jetzt das kinderleichte Rezept, das diese Mal auch noch vegan und im Handumdrehen gekocht ist.

Wir brauchen zuerst 4 kleine Mandarinenkürbisse, die wir waschen und halbieren. Anschließend entfernen wir die Kerne und schneiden die Kürbisse mit der Schale in Würfel.

Bei 4 weiteren Kürbissen schneiden wir oben den Deckel ab, höhlen diese aus und garen sie 30-40 Min im Backofen. Das ergibt dann unsere kleinen leckeren Suppentassen.

Nun schwitzten wir zwei in Würfel geschnittene Zwiebeln in etwas Olivenöl an, geben klein geschnittene und entkernte frische Chili dazu und dünsten das Ganze glasig an.

Dann kommen unsere in Würfel geschnittenen Mandarinenkürbisse und zwei, ebenso in Würfel geschnittene Äpfel, am besten aus dem eigenen Garten, dazu.

Das Ganze löschen wir dann mit 700 ml Gemüsebrühe ab und bringen es zum Kochen. Wenn das Supperl kocht und alles schön weich ist, mixen wir es mit einem Stabmixer durch.

Vollendet wird das Supperl mit 250 ml Kokosmilch, Salz aus der Mühle und etwas schwarzem gemahlenem Pfeffer.

Zum Schluss füllen wir unsere Suppe in unsere gebackenen Kürbisse und in meinem Fall richte ich diese noch auf einen kleinen Mango-Salat an und serviere etwas Crispy Bread dazu.

Mehr braucht´s ned, find ich und jetzt zu Halloween passt das allemal.

Also, ich genieß jetzt mein Supperl und Euch wünsche ich noch einen goldenen Oktober.

Bleibt´s genießerisch und kocht´s, dass der Rauch aufgeht.

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de



 

Donnerstag, 16. September 2021

Heute wird richtig aufgequiched!

 

Servus Ihr Lieben,

wenn es im Herbst langsam ein bisserl kühler wird und die Regentage versuchen, einem die Laune zu verderben, gibt´s für mich nichts Schöneres, als mich mit einem guten Buch zurückzuziehen und mir nebenbei eine kleine Schmankerl-Quiche zu backen.

Ihr Duft zieht beim Backen durch´s ganze Haus und meine Frau kann es meist kaum abwarten, bis diese goldbraun gebacken auf dem Tisch steht.

Heute machen wir zusammen eines meiner absoluten Lieblingsgerichte und wie immer ist Eure Kreativität der beste Koch.

Füllt Eure Quiche einfach mit Euren Lieblingszutaten. In meinem Fall sind das Schwammerl, Frühlingslauch und natürlich italienischen Käse.

Damit Ihr daheim auch Eure Quiche Momente erleben könnt, anbei das Rezept.

Zutaten:

Für den Teig braucht Ihr 320g Mehl und 200g Butter, die ihr mit einem TL Zucker und einer Prise Salz zu einem Teig verknetet und etwas zum Ruhen stehen lasst.

Des Weiteren benötigen wir für die Füllung:

150g Reherl, 100g Egerlinge und 100g Kräuterseitlinge oder Steinpilze, wenn Ihr beim Schwammerlsuchen erfolgreich wart.

Ein Bund Schnittlauch, ein Bund Frühlingslauch, eine Zehe Knoblauch sowie Salz und Pfeffer.

Cremiger Tallegio wird leicht angefroren in kleine Würfel geschnitten und in der Masse verteilt, dieser schmilzt beim Backen und gibt sein unvergleichliches Aroma frei.

Für den Guss:

Hier benötigen wir 5 Eier, 50ml Sahne und 70ml Mascarpone. Dann wird der Guss noch mit Salz und Pfeffer gut gewürzt.

Und so wird´s gemacht:

Nachdem unser Teig wie oben beschrieben verarbeitet wurde, rollen wir diesen aus und geben ihn in eine leicht gebutterte und gut bemehlte Quiche Form. Die Ränder hochziehen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Die anderen Zutaten schneiden wir klein und braten die Pilze in einer sehr heißen Pfanne an. Am Ende geben wir den Frühlingslauch und den Schnittlauch dazu und füllen unseren Schwammerl mix in die Form. Den Tallegio untermengen und schon geht’s ab in den Ofen.

In meinem Fall kommen dann noch ein paar Tomaten aus dem Garten dazu und dann mit dem Guss auffüllen.

Nun Backen wir unsere Quiche im vorgeheizten Ofen bei 180°C Grad für ca. 35 Minuten.

Wenn die Quiche dann im Ofen langsam knusprig backt, wird es Zeit, den Tisch herzurichten und ein Flascherl Wein aufzumachen, denn am besten schmeckt die Quiche frisch aus dem Ofen und wird euch auch an kalten Regentagen nicht nur den Körper, sondern auch die Seele wärmen.

Ich sehe meine Schmankerl Quiche jetzt schon vor mir und wünsche Euch einen goldenen Herbst und viele kulinarische Momente.

Bleibt´s hungrig,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de



Sonntag, 22. August 2021

Sommerlich luftiges Polenta-Schmankerl mit Reherl.

 

Servus Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr genießt nach der Pandemie und dem Impfwahnsinn den Sommer nun umso mehr.

Ich wollte heute vorher einfach einmal meinen Dank und meine Bewunderung für alle Kollegen da draußen aussprechen, die jetzt wieder mit vollem Einsatz ihre Gäste versorgen, welche uns gerade in nie dagewesener Weise die Buden einrennen und alles nachholen wollen; vom Geburtstag der Oma bis zum bestandenen Abi (vor zwei Jahren), die heiraten, als wäre morgen der Weltuntergang und essen, als gäbe es ab morgen wieder nur Spaghetti für die nächsten Monaten.

Chapeau, liebe Kollegen, Ihr seid die größten und beeindruckendsten Menschen, die man sich vorstellen kann.

Was wäre die Welt ohne Euch! Ihr rockt!

***

Ich möchte Euch außerdem ein Gericht vorstellen, das Euch den Süden auf den Teller zaubert und Euch die Aromen des Spätsommers schenkt.

Hier meine ich natürlich meine heißgeliebten Reherl (oder wie der Preiß sagt, Pfifferlinge) die einfach wunderbar schmecken und bei mir zu dieser Jahreszeit nicht fehlen dürfen.

Heute zaubern wir uns eine luftige Polenta-Schnitte mit Käse überbacken, gebratenen Reherl und Schnittlauch.

Das Gericht ist kinderleicht, schmeckt himmlisch und ist sehr wandlungsfähig. So kann man die Polenta wunderbar aromatisieren und ihr somit eine eigene Note geben. Ich für meinen Teil werde dieses Mal etwas Wirsing und ein paar Kräuter hinzugeben.

Also traut Euch! Und das braucht Ihr dazu:

Für die Polenta:

140g Polenta Maisgrieß

500g Milch

50g Butter

6 Eigelb

6 Eiweiß

Salz, Pfeffer aus der Mühle

Nach Gusto aromatisieren, wie ich z.B. mit 100g Wirsing (in Streifen) und etwas Knoblauchöl

Für die Reherl:

50g Butter

120g Reherl

Etwas alter Balsamico und Schnittlauch zum Bestreuen.

Zum Überschmelzen der Polenta eignet sich wunderbar ein schöner gereifter Bergkäse oder aber ein cremiger Tallegio.

So oder so ein Traum:-)

Und so geht´s:

Es geht denkbar einfach los, indem Ihr die Milch auf den Herd stellt und zum Kochen bringt.

Nun die Polenta einrühren und etwa 6-8 Minuten kochen lassen.

Dann die Masse etwas abkühlen lassen und in der Zwischenzeit widmen wir uns unserem Wirsing.

Etwas Wasser aufstellen und unsere Wirsingstreifen kurz abkochen und in Eiswasser abschrecken. Anschließend mit etwas Knoblauchöl, Salz und Pfeffer abschmecken und in unsere Polenta Masse rühren.

Wenn die Polenta-Masse etwas abgekühlt ist, rühren wir die vorher getrennten Eigelbe unter.

Den Ofen auf 160°C vor heizen und die Eiweiße schaumig schlagen.

Dann heben wir das Eiweiß unter unsere Polenta Masse und geben diese gleichmäßig auf ein Blech.

Der kleine Polenta Traum wird für 40 Minuten gebacken, bis er goldbraun und schön aufgegangen ist.

In der Zwischenzeit waschen wir die Reherln und tupfen diese anschließend ab.

Nun erhitzen wir eine Pfanne, bis das Öl darin raucht, werfen die Reherl hinein und braten diese schön an. Ist die Pfanne zu kalt, kocht das Ganze, nehmt ihr zu viel Pilze, passiert das Gleiche. Also nehmt eine kleine Menge Reherl, einfach der Pfanne angemessen und los geht´s.

Wenn die Pilze schön angebraten sind mit etwas Balsamico ablöschen, mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und mit Schnittlauch verfeinern.

Nun noch unsere Polenta aus dem Ofen holen, aufschneiden oder ausstechen, mit Käse überschmelzen und mit den Reherln anrichten.

Ein Traum, der auch in den Sommer passt.

Ich werde jetzt ein bisserl genießen, mit meinem Polenta-Schmankerl, meiner Frau und einem Glaserl Wein.

Bleibt´s gesund und munter,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de

www.schlemmerblog-muenchen.de



 

Samstag, 17. Juli 2021

Dorade Royal mit Tomaten-Kirschragout! So schmeckt der Sommer!

 

Servus Ihr Lieben,

der Sommer beschenkt uns zwar gerade nicht so wirklich mit Sonnenschein, was mich aber nicht davon abhält, mir die Sonne des Südens in die Küche zu holen.

Ein bisserl Italien, ein bisserl was aus dem Meer und a bisserl was Verrücktes.

Heute gibt es eine Dorade mit Tomaten-Chili-Kirschragout und gebratenen Gnocchi.

Dieses Rezept bringt die Frische der Datteltomaten mit der Süße der Kirschen zusammen und harmoniert wunderbar mit unserem traumhaften Fisch.

Ich werde Euch wie immer ein bisserl durch die Arbeitsschritte leiten und so bekommt Ihr dieses Sommerschmankerl auch bei Euch daheim im Handumdrehen hin.

Und wenn nicht, schreibt´s mir, dann versuchen wir das Ganze zusammen noch einmal.

Und das braucht es dazu:

1 ganze Dorade Royal (Wenn es geht, schon ausgenommen und geschuppt, dann spart Ihr Euch diese Arbeitsschritte zuhause)

100g Gelbe Datteltomaten

100g Rote Datteltomaten

1 Zwiebel

½ halbe Chili (entkernt und in kleine Würfel geschnitten)

120g Kirschen (halbiert und entsteint)

1 Bio-Zitrone

Meersalz, etwas Knoblauch

Basilikum, Wildblüten, Kerbel, Petersilie als Aromat, je nach Gusto.

Als Beilagen eignen sich, wie in meinem Fall, frisch gemachte Gnocchi.

Das Rezept findet ihr hier:

https://schlemmerblogmuenchen.blogspot.com/2019/03/barlauchgnocchi-vegetarisches.html

Natürlich auch Reis, Risotto oder ein paar gute Trüffelkartoffeln.

Doch wie bei allem, lasst Euch von Eurem Geschmack und Euren eigenen Vorlieben leiten, dann gelingt dieses Gericht auch bei Euch dahoam.

Und so wird´s gemacht:

Zuerst einmal waschen wir unsere Dorade sauber ab, schuppen diese bei Bedarf und schneiden die Flossen ab, die verbrennen beim Braten sonst.

Nun säuern wir den Fisch mit Zitrone und salzen ihn mit Meersalz.

Den Bauchraum könnt ihr mit etwas Knoblauch und Kräutern füllen.

Den Fisch auf der Hautseite noch leicht anschneiden und ab in die Pfanne.

Nun braten wir unseren Fisch bei mittlerer Hitze in Olivenöl. Anschließend können wir unsere Dorade ein bisserl im Ofen „parken“ bei 120°C während wir unser Tomaten Kirschragout machen.

Hierzu halbieren wir die Datteltomaten und entkernen und halbieren unsere Kirschen.

Nun schwitzen wir die in Würfel geschnittene Zwiebel in etwas Olivenöl an und geben den Chili dazu, anschließend kommen unsere Datteltomaten und unsere Kirschen hinzu, werden nur eine Minute mit angeschwitzt und dann mit Salz und Pfeffermühle abgeschmeckt und serviert.

In meinem Fall habe ich noch die Gnocchi gemacht und mit Wildblüten dekoriert.

So kann es draußen regnen was es will, ich habe den Sommer auf dem Teller und im Herzen.

Meine Lieben, probiert´s es aus, dann seid Ihr schon einen Schritt weiter zum „Besser Esser“ und bleibt´s mir gesund.

Ich genieß jetzt den Abend mit meiner wundervollen Frau und einem leckeren und gesunden Sommergericht.

Mit kulinarischen Grüßen,

Euer

Alexander Reiter

www.alexanderreiter.de