Samstag, 28. Dezember 2013

Der Tag, an dem Franzl die Party sprengte!


Der Tag, an dem Franzl die Party sprengte!

Als der Vater zum kleinen Franzl kam und sagte „Du darfst heute mit auf den Silvesterball gehen“, grinste der kleine Bub über beide Ohren, denn er wusste zwar nicht was ein Silvesterball ist, aber er freute sich, dass er nicht bei der alten Schachtel von Niedermeier bleiben musste, die seine Eltern immer als Babysitter einsetzten, wenn sie irgendwo eingeladen waren. Das allein war schon ein Triumph.
Das Gröbste war schnell erledigt und so wurde der Sonntagsanzug angelegt, der Scheitel nach links gekämmt und schwupp, siehe da, Franzl sah aus, wie ein Mensch. Auf der Fahrt kam dann wieder die übliche Ansprache: Sei brav bla und das du uns nicht blamierst bla und setzt dich anständig hin usw.
Es ging über eine lange gewundene Straße hinauf auf eine kleine Anhöhe, auf der ehrwürdig und von allen Seiten beleuchtet das Grandhotel stand. Vor dem Haus reihten sich die Nobelkarossen  und der  Parkservice kümmerte sich freundlich um die Fahrzeuge der Gäste. Draußen auf einem großen Plakat vor dem Eingang stand in großen Buchstaben “ Großer Silvesterball im Grand Hotel mit exklusivem Feinschmeckerbuffet - durch den Abend führt Sie die Band Temptation.
Okay, dachte sich der Franzl, verstanden - Musik, Essen und alte Leut, könnt schlimmer sein. Wenigstens nicht um 8h ins Bett!
Als er gemeinsam mit seinen Eltern die Hotelhalle betrat, kam er aus dem Staunen nicht mehr raus. Ein großer schwerer Leuchter hing von der Decke, Wandteppiche, Gold wohin man schaute und ein großer Empfangsbereich in dem geschäftig gearbeitet wurde. Eingefasst von zwei goldenen Löwen führten zwei geschwungene Treppen hinauf zum Ballsaal.
Dort oben angekommen, ging es gleich weiter; den Erwachsenen wurde ein Aperitif gereicht und es wurden allerhand Häppchen angeboten.
Franzl zog es wie magisch ans Buffet, wo die anderen Gäste schon begeistert vor den Speisen standen. Skulpturen aus Eis, Hummerplatten mit Kaviar, Lachs und viele weitere wunderschön ausdekorierte Speisen  waren hier zu sehen.
Roastbeef und Perlhühner, Heilbutt, Dorade, Lamm, und vieles mehr. Das Salatbuffet, Käse, Desserts  und eine riesige Brotauswahl rundeten das Angebot ab.
Hinter dem Buffet standen die Köche in ihren schneeweißen Uniformen, mit den Händen auf dem Rücken und warteten auf die Eröffnung des Buffets. Nachdem der Empfang vorüber war und sich die Gäste langsam gesetzt hatten, wurde es still im Saal.
Der Hoteldirektor betrat die Bühne und begrüßte seine Gäste. Anschließend stellte er noch die Band des Abends vor und sagte die Worte, auf die scheinbar schon alle gewartet hatten, da sie gleich  losrannten: “Das Buffet ist eröffnet“.
So war Franzl plötzlich allein, der Saal war leer, alle waren am Buffet. Genug Zeit, dachte er, um sich a bisserl umzuschauen.
Und was mussten seine begeisterten Augen denn da sehen? Unter jedem Tisch schienen etliche Pakete mit Raketen, Böller und Chinakrachern zu liegen. Tja, wenn´s so rumliegt, sollte man es einsammeln. Gesagt, getan. Und so hortete er schnell ein beachtliches Arsenal  unter der Bühne, wo er alles gut im Blick hatte und alle 2 Meter ein Guckloch eingelassen war.
Da ihn keiner zu vermisste schien, entschied er sich für eine kurze Stärkung, nahm einen Perlhuhnschlegel auf die Hand und stibitzte beim Vorbeigehen noch ein Feuerzeug vom Tisch.
Er zog sich wieder unter seine Bühne zurück und der Saal füllte sich langsam wieder. Die Teller zum Bersten gefüllt, wurde jetzt geschmaust und die Musik begann zu spielen.
Franzi warf seinen Perlhuhnknochen hinter sich und begann mit seinen persönlichen Vorbereitungen.
Jeder der Lufteinlässe der Bühne wurde mit Raketen bestückt und die Böller und Knallfrösche wurden bereitgelegt.
Als die Band Waterloo spielte empfand unser kleiner Pyrotechniker dies als Startschuß und feuerte die erste Salve Raketen in den Speisesaal. Nachdem sie am Saalspiegel abprallten, explodierten diese formschön in der Mitte des Saals in einen prickelnden Blau, gefolgt von einem leichten Rot und dem Schrei von Frau Müller, die sich wahrscheinlich gerade an ihrem Hummer verschluckt hatte. Die zweite Salve ging aus dem Raum heraus direkt ins Buffet und zerlegte die Eisskulptur mit nur einem Schuß. Die Köche bewaffneten sich mit Messer und Suppendeckel und blickten um sich, um den Feind zu lokalisieren, aber der Angreifen war nicht auszumachen. Erstaunlicherweise versuchten die meisten Männer im Saal ihren Teller noch schnell leerzuessen, anstatt ihre Frauen zu retten - Prioritäten eben.
Unser Heerführer entschied sich nun ein wenig Verwirrung zu stiften und warf gut 30 Böller und Knallfrösche in den Saal.
Jetzt war es endgültig vorbei: die Frauen kreischten, packten ihre Männer und  versuchten aus dem Saal zu gelangen. Herr Schmitt flüchtete mit seinem Teller in der Hand, die Sauce gleichmäßig auf dem ganzen Anzug verteilt  und mit einem Lammkotlett  im Mund.
Das Buffet war durch einige Böllereinschläge nun auf der Wand verteilt und die Jacken der Köche waren nicht mehr ganz so strahlendweiß wie vorher.
Franzl, der inzwischen unauffällig unter der Bühne hervor kroch, fand auf halbem Weg zum Ausgang seine Mutter, die ihn mit einem “Mein Junge - Gott sein Dank“ in die Arme schloss und nach draußen brachte.
Es dauerte fast eine Stunde den Saal zu räumen  und man konnte sich nicht erklären, wie es zu diesen Explosionen gekommen sein konnte. Nachdem  ja alle mit dem Schrecken davongekommen waren, standen die fast 300 Personen nun im Park vor dem Hotel und es wurde auf Anweisung der Direktors Glühwein serviert.
Irgendwann begann jemand zu zählen „ 10,9,8..“ und alle stimmten mit ein. Die Menschen schauten sich an und jedem zauberte es ein Lächeln ins Gesicht, wo vorher noch Bratensauce war.  Von allen Seiten hörte man „Fröhliches Neues Jahr“ , Küsschen links, Küsschen rechts, man fiel sich in die Arme und der Himmel rundherum wurde erleuchtet vom Feuerwerk.
Unserer kleiner Tunichtgut dachte so bei sich “ Eine Bombenparty, ich freu mich schon auf´s nächste Jahr“ , lächelte verschmitzt und nippte an seinem Kinderpunsch.

Liebe Schlemmerleser,
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014!
Mit festlichen Grüßen,
Alexander Reiter

Samstag, 21. Dezember 2013

Die bisserl andere Weihnachtsgeschichte!


Die bisserl andere Weihnachtsgeschichte!

Im Restaurant Betlehem geht heut echt die Post ab. Es ist Weihnachtsabend und wie jedes Jahr  steppt wieder der Bär. Eben gerade wurde der letzte Tisch vergeben,  an ein Pärchen -  Joseph und Maria oder so und der  Oberkellner Kaspar geleitet die beiden zu ihren Plätzen. In der Küche geht es seit einigen Tagen rund und die Köche Melchi und Balthasar geben alles. Es wird geschnitten und gekocht, gedämpft und gebraten. Es ist den beiden schon anzusehen und dennoch haben sie ein leichtes Lächeln im Gesicht, denn sie tun das, was sie lieben und ihr Menü ist für die meisten Gäste der Höhepunkt der Weihnachtsfeiertage.
Aber damit nicht genug, während draussen die Gäste auf ihre Vorspeise warten und zuvor noch der kleine Gruß aus der Küche serviert wird, arbeiten die Köche auch schon für die nächsten zwei Feiertage.  Weihnachten ist da immer eher recht stressig -Tisch 1 mit Joseph und Maria lobten gerade eben das Süppchen und sehen an diesem Abend sehr glücklich aus. Familie Stern am Nebentisch strahlt über beide Ohren und ist mit dem Essen sehr zufrieden. Alle Gäste scheinen den Geist der Weihnacht in sich zu tragen.
 Zum Hauptgang gibt’s heute Rind, das die Köche recht nachhaltig von einem Bauern gekauft haben, der in einem kleinen Stall auch noch andere Tiere gehalten hat - ein paar Schafe und einen Esel. Schöner kleiner Stall und ein echt netter Mann. Herr Wirt am 10er Tisch ist, wie immer, a bisserl schwierig, aber das kennt man ja von ihm. Er hat eine Pension am Ende der Straße und ist nicht gerade „Mister Nice Guy“. Manchmal weißt er sogar Leute ab,  so erzählt man sich im Dorf. Aber was soll´s, ein flotter Spruch von Kaspar und schon ist wieder alles okay. Ein guter Service ist eben alles. Es läuft super, die Küche gibt ihr Bestes und auch Hauptgang und Dessert kommen toll bei den Gästen an. Danach noch Pralinen, heute mit Goldauflage, von Kaspar mit einem Lächeln eingesetzt - ein toller Abschluss.
Nun machen sich die Gäste langsam auf den Weg und unsere drei Freunde verabschieden die Gäste noch alle mit Handschlag an der Tür. Dabei fällt Melchi auch auf, dass die Dame an Tisch eins wohl hochschwanger ist. Das erklärt die Menüänderung!
Nun wird die Küche geputzt und im Gastraum alles zurechtgemacht für morgen und dann machen sich unsere Drei auf in den wohlverdienten  Feierabend. Die Chefin sperrt hinter ihnen die Tür zu und so machen sich Kasper , Melchi und Balthasar auf den Heimweg. Auf halbem Weg  sehen sie plötzlich am Strassenrand das Pärchen von Tisch 1 wieder. Joseph kommt sofort auf die drei zu und schreit heraus “Es ist soweit - wir bekommen ein Baby! Bitte helft uns, wir brauchen einen Platz, wo Maria das Kind bekommen kann“. Balthasar, der ja nicht umsonst Küchenchef ist, reagiert sofort und deutet auf einen Stall in der Nähe. „Da drüben ist ein Stall, wir bringen euch da hin. Melchi, mach ein weiches Plätzchen im Stroh zurecht“.
Und so bringt Maria ihr Kind unbeschadet in dem kleinen Stall zur Welt, umringt von Schafen  einem Esel, Kaspar, Melchi und Balthasar, dafür ohne Kuh.
Es ist ein magischer Abend und unsere drei Gastrokönige sind  voller Freude, als ihnen Maria den Kleinen zum ersten Mal entgegenstreckt. Irgendwie geht ein Strahlen von dem kleinen Mann aus und so fragt Kaspar schließlich „Wie soll er denn heißen, der Kleine?“
Maria gibt ihrem Baby einen Kuss auf die Stirn und sagt “Er soll Jesus heißen.“
Melchi lächelt verschmitzt und erwidert “Jesus ist ein schöner Name, er wird bestimmt mal Koch!“
Liebe Schlemmerleser,  ich wünsche Ihnen allen eine fröhliche und besinnliche Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ich bedanke mich  von Herzen für Ihr anhaltendes Interesse am Schlemmerblog und freue mich schon sehr auf ein neues, genussreiches Jahr mit Ihnen.
Mit weihnachtlich - geschmackvollen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 8. Dezember 2013

Oh du fröhliche Einkaufszeit! Von Monstern und Schoko - Jaqueline!


Oh du fröhliche Einkaufszeit ! Von Monstern und Schoko - Jaqueline!
Wenn man in diesen Tagen so den Trompetenspielern und Kinderchören lauscht, die uns durch die Vorweihnachtszeit begleiten, könnte man meinen, die Welt ist nun voller Harmonie und Freude.  Die Staade Zeit hat Einzug gehalten und in den Ohren klingen Lieder wie „Oh du fröhliche“ und „stille Nacht“.  Friede überall.
Von wegen!! 
Wir befinden uns inmitten der trügerischen und höchstbrutalen Einkaufs- & Feinkostschlacht. Man ist nirgendwo sicher - nicht an der Fleischtheke und schon gar nicht bei Fisch und Geflügel. Was man momentan erlebt, hat mit der Harmonie draußen eigentlich gar nix zu tun. Liebe alte Frauen, die eine Minute vorher noch am Rindermarkt einen Glühwein getrunken haben, mutieren in der Schrannenhalle zu Monstern, die einen mit einem Ellenbogenstoß in die Rippen zur Seite schieben, um an ihnen vorbei möglichst schnell zum Kaviar zu kommen.
Das Faszinierende dabei ist, daß fast alle diesen „Survival Mode“ eingeschaltet haben. Da ist plötzlich nichts mehr zu spüren von Harmonie und Friede. Da wird gehamstert und gekauft was das Zeug hält und man könnte meinen, die Welt geht nach oder sogar schon vor den Feiertagen unter.
Mich selbst hat`s auch erwischt und ich wurde zum Opfer - beim Käse. Ich wollte nach dem Reblochon greifen, doch eine alte Dame war schneller. Der triumphierende Blick war schon ein bisschen verstörend. Und sie drückte ihn dann auch noch etwas an sich. Hätte sie mich angefaucht und gesagt “ Mein Schatz“, hätte ich mich auch nicht mehr gewundert.
Ebenso spielen sich hier weitere, vorweihnachtlich Dramen ab, die ihresgleichen suchen. Streitende Ehepartner, die sich mitten im Markt darüber in die Weihnachtswolle kriegen, was es denn zu Essen gibt; mit klein Jaqueline am Hosenbein, die gerade selbst entschieden hat, schon mal was zu essen und heiter das ganze Süßigkeiten Regal auseinanderreißt. An der Schokolade um ihren Mund kann man noch erkennen, dass das Letzte wohl mit Nüssen war. Den Rest kann die Kassiererin dann vom T-Shirt ablesen - Hmm Lecker! Auch die Verkäuferinnen sind im Überlebensmode und es kommt nur noch ein mürrisches „vorne rechts“ auf meinen weihnachtlichen Gruß und die Frage, wo ich wohl den Schinken finde.
Meine Frau passt da aber irgendwie super rein; nachdem sie zuhause einen Schlachtplan auf einen Zettel gezeichnet hat, wo die Angriffsziele äähhh Lebensmittel draufstehen und mir ein kurzes “ Ich mach das“ zugerufen hat, wirft sie sich ins Getümmel. Ich bin inzwischen zum Lastenkamel degradiert und lauf einfach hinterher.
Wo ist der Geist der Weihnacht geblieben hier drin, die Freude und Nächstenliebe? Dabei könnte es sooooo schön sein, wenn wir alle etwas netter zueinander wären.
“Hey Sie da, das ist mein Lachs, Finger weg“!
In diesem Sinne, fröhliche Weihnachsteinkäufe,
Ihr
 Alexander Reiter

Samstag, 30. November 2013

Von Platzerln, Mongolen und meiner Frau!


Von Platzerln, Mongolen und meiner Frau!
Wenn man es genau nimmt, dann hat sich eigentlich nix geändert seit, ich das erste Mal Platzerl gebacken hab. Okay, beim ersten Mal war es nur eine Sorte und ich war, glaub ich 5 oder 6 Jahre alt, aber ausgeschaut hat´s genauso. Ich meine in der Küche, nicht die Platzerl. Wie beim Angriff der Mongolen, vogelwuid. Schüsseln, Bleche, Mehl und Puderzucker überall.
 Na, ich glaub ja, das es daran liegt, dass ich in der Arbeit ja immer alles in die Spüle bringen kann und es schwupp wieder sauber im Regal steht. (an diesem Punkt mal ein Danke an die fleißigen Spüler –Merci!) Aber dahoam ist da halt niemand und ich mach halt jetzt auch mehr als eine Sorte. Meine Frau hat sich grad verabschiedet mit den Worten “ Schau du, dass der Saustall wieder weg ist, wenn ich zurück komm, sonst bewerf ich dich mit deinen Platzerl“. Nicht nett, der Druck wächst, was tun?
 Mehrere Möglichkeiten stehen jetzt zur Auswahl:  ich lass alles, wie es ist und hoff auf die Heinzelmännchen ( sehr unwahrscheinlich, dass die helfen, war beim letzten Mal auch ein Reinfall). Ich könnte alles in den Küchenschränke verstecken, um dem Zorn meiner Frau zu entgehen, aber irgendwann findet sie es doch. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass ich jetzt aus dem Haus geh und das Problem geht irgendwie von selbst weg und ich komm mit Blumen heim oder so - Info an mich: Nächstes Jahr mach ich meine Platzerl definitiv wieder in der Arbeit.
 Aber schön sind sie geworden; Vanillekipferl, Mürbteiggebäck, Makronen und a paar Zimtsterne. Einfach schee. Was sich auch nicht geändert hat, ist, dass ich immer noch den rohen Teig ess und  ich noch immer Bauweh kriag danach. Aber des gehört irgendwie dazu, find ich. Anders als früher  trink i jetzt an Glühwein dazu und koanen  Früchtetee mehr, aber irgenwas muas ja anders sein.
Was mich immer noch fasziniert, ist die Tatsache, dass egal wie viele Platzerl ich back, am Weihnachtsabend nie welche übrig sind. Und Ende Dezember  immer ein paar Kilo mehr bei mir drauf und auf dem Display meiner Waage dann immer erscheint „Nur einzeln draufstellen“. Was das wohl zu bedeuten hat, und ob es da einen Zusammenhang gibt? Hmmmm, mal nachdenken und Plätzchen essen. Oh blöd, ich hab ja immer noch nicht abgespült! Jetzt aber schnell, bevor mich der Zorn des Khan trifft :-)

Ich wünsche Ihnen fröhliches Plätzchen backen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 24. November 2013

Staade Zeit, Glühweinzeit!


Staade Zeit, Glühweinzeit!

Jetzt, wo es draußen langsam kälter wird, die Bäume ihre letzten Blätter verlieren und die ersten Schneeflockerl ans Fester klopfen, wird es langsam aber sicher wieder ruhiger und die Staade Zeit hält Einzug bei uns in Bayern. Die ersten Glühweinstandeln machen auf und die Weihnachtsmärkte ziehen uns mit ihren bunten Lichtern wieder in ihren Bann.
In der Staaden Zeit kann man spüren, dass etwas Besonderes bevorsteht und ich fühl mich immer pudelwohl, wenn es Richtung Feiertage geht und freu mi drauf, wie ein Schneekönig. Mit Freunden über den Marienplatz schlendern, den einen oder anderen Glühwein trinken oder a bisserl Schlittschuh laufen am Stacchus. Was könnt schöner sein!
 Der Schlemmeronkel und ich werden versuchen, für Sie den besten Glühwein Münchens zu finden und da wir unsere Aufgabe sehr ernst nehmen, wird dies auch sehr ausgiebige Tests zur Folge haben.
Unsere Frauen denken deswegen auch schon über Schilder nach, die sie uns um den Hals hängen, damit wir wieder hoam finden.:-))
Aber es gibt hier wirklich viel zu sehen und zu verkosten. Am Rindermarkt gibt’s a tolle Feuerzangenbowle und hier ist am Abend wirklich immer was los. Es gibt weißen und roten Glühwein, Hexen und Kräutertrank und den ein oder anderen Honigmeet werden wir wohl auch verkosten.
Es gibt so viele Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern, dass man wirklich die Qual der Wahl hat, denn jeder ist auf seine Art schön und bekommt seinen besonderen Zauber durch die Menschen, die ihn zum Leben erwecken. Ja, man darf nicht vergessen, wie viele Menschen sich hier Mühe geben und arbeiten, um die Märkte so schön zu gestalten. Des organisiert sich ja alles nicht von selbst.
Würstel, Flammkuchen und Bratäpfel werden da gemacht, oft auch ganze Spanferkel und hie und da a ganzer Ochs. Und wenn die Kapellen und Kinderchöre ein Standl bringen,  wird es erst richtig schee.
Also ich gfrei mi auf die Weihnachtmärkte und vielleicht sieht man sich ja mal. Der Schlemmeronkel  und ich laden Sie dann gern amoi auf a Haferl Glühwein ein.
Mit kulinarische Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Samstag, 16. November 2013

Alle Jahre wieder!


Alle Jahre wieder!

Als ich ein kleiner Bub war, gab´s für mich eigentlich nix schöneres, als die Vorweihnachtszeit. Stollen, Plätzchen und Schokoladenweihnachtsmänner und vieles mehr brachten damals meine Augen zum Leuchten. Schee war des - die Schneeflocken tanzten durch die Luft, Schlittenfahren am Nachmittag und die Magie von Weihnachten war überall zu spüren.
Das alles und viel mehr verbinden wir doch alle mit der Weihnachtszeit, doch wenn man es sich so recht versieht, hat sich hier doch einiges geändert. Den ersten Schokoladenweihnachtsmann hab ich dieses Jahr schon Ende September gesehen. Es war ein toller heißer Tag, ich hatte kurze Hosen an und wollt mir grad ein Eis holen und dann noch zum See zum Baden. Und da stand er, im Süßigkeitenregal und ich hab echt geglaubt, ich bin im falschen Film. Santa und seine Schokobrüder, ich dachte kurz ich hab Hallos. Okay Alex, ruhig bleiben, Zeitreise, beginnender Wahnsinn oder ich bin jetzt endgültig abgedreht.  Wenn die wenigstens Bermudas und ne Sonnenbrille draufgemalt hätten, hätte man es ja noch für nen Gag halten können.
Ab Oktober war dann sowieso überall im Handel schon Weihnachten und Lebkuchen, Marzipan und Co. waren da und ab ging´s.
Liebe Industrie, wenn ihr so weitermacht, gibt’s bald echte Probleme im Supermarktregal. Dann kämpfen der Schokoladenosterhase und der Weihnachtsmann um die besten Plätze im Regal. Ihr könntet aber gleich bei eurem ganzen Konsumwahnsinn einen Hybriden auf den Markt bringen, den all Year Oster-Hyper-Weihnachtsschoko-Monster-Supermann.
Wenn ihr ihn dann noch mit Kürbis füllt- ein Spaß für die ganze Familie!
Aber mal ehrlich, da kann einem schon anders werden. Bin ja froh, dass es noch keine Weihnachtsmänner mit eingebauter Silvesterrakete gibt oder doch?
Ich bin der Meinung, alles hat seine Zeit und kein Mensch braucht Osterhasen im Februar oder Rudolf, das Rentier, im Spätsommer. Der Zauber der Weihnachtszeit gehört uns allen; lasst uns die Magie erhalten und nicht zum Konsumwahn verkommen - für die großen und kleinen Kinder.
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 3. November 2013

Was für eine tolle Knolle!


Was für eine tolle Knolle!
Neulich hatte ich eine schöne Unterhaltung mit einem Kartoffelbauern über den Anbau und die Ernte der von uns allen so geliebten Knolle. Ich bin aus dem Staunen eigentlich die ganze Zeit nicht rausgekommen, denn ich war der Meinung, dass der Kartoffelanbau eine eher einfache Angelegenheit ist, aber wie meistens hab ich mich auch hier getäuscht.
 Es bedarf dem richtigen Boden für die richtige Sorte, es darf weder zu nass noch zu trocken sein und so hab ich gemerkt, dass die Kartoffel gar nicht so robust ist, wie ich immer dachte. Eher ein Softie also, mit einem geschmackvollen Inneren, der uns so begeistert. Es wurde mir auch erklärt, dass die Kartoffel eines der weltweit wichtigsten Lebensmittel ist und wir allein in Deutschland rund 10 Millionen Tonnen Kartoffeln ernten, was aber den Bedarf in Deutschland nicht einmal decken kann - da kommt man schon ins Grübeln. Mann essen wir viele Kartoffeln!  Um die 60kg Kartoffeln isst jeder von uns im Jahr und das ist schon eine Menge. Aber sie schmecken ja auch super und kaum ein Lebensmittel ist vielseitiger.
Die Kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika und wurde mit den Spaniern nach Europa gebracht, von wo aus sie nach einiger Zeit den Weg in die Herzen und Speisekammern der Menschen fand. Es gibt heutzutage fast 5000 Sorten und es kommen immer neue dazu. Die Kartoffelsorten selbst haben meist wohlklingende Frauennamen wie Lady Claire oder Desirée und sind auch in Farbe und Konsistenz sowie Geschmack sehr unterschiedlich.
Aus unserem Bayern ist die Kartoffel eigentlich auch nicht mehr wegzudenken. Kartoffelsalat oder Reiberdatschi, Kartoffelknödel oder einfach nur Bratkartoffeln oder Püree. Ich mach mir heut, glaub ich, a Kartoffelsupperl und genieß den Sonntag.
Und bei all dem sollte man nie vergessen denen zu danken, die diese Wunderknollen aus dem Boden holen - unseren Landwirten! Vergelt´s Gott!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche,
Mit kulinarischen Grüßen,
Alexander Reiter

Sonntag, 27. Oktober 2013

Jetzt wird´s wieder wild!


Jetzt wird´s wieder wild!

Es ist jetzt momentan wieder so viel los in der Natur, dass man gar ned weiß, wo man zuerst hinschauen soll, aber als ich mit dem Auto zu meinem Eltern unterwegs war, ist mir die Natur wieder einmal sprichwörtlich entgegengesprungen. Wer auf dem Land lebt, kennt des sicher. Ein Fasan spaziert seelenruhig über die Hauptstrasse, vorn weg natürlich mit seinem wunderschönen farbenprächtigen Gefieder, wie es sich für einen Pascha gehört und kurz gefolgt von seinen Hennen, die mit ihrer braunen Tarnfarbe hinterhermarschieren, hinter ihrem Stenz. Mr. Supercool ist es dabei auch meistens total wurscht, ob da ein Auto kommt oder sonst was, denn er hat ja eingebaute Vorfahrt. Scho a bisserl arrogant der Herr, aber wer so ausschaut, muss ja a bisserl extravagant sein. Na ja und die Mandeln schauen halt immer a bisserl besser aus in der Natur. In jedem von uns steckt a kloaner Fasan, Männer!
Es ist jetzt wieder Wildsaison und Wildgeflügel, Reh, Rotwild und Co haben jetzt wieder ihre Zeit.
Unser Fasan hat von Oktober bis Januar Jagdzeit und wird bei Feinschmeckern hoch geschätzt. Wildenten gibt’s jetzt auch wieder und die, in manchen Gegenden, so geschätzten Wildtauben. 
Reh und Rotwild wird immer beliebter, je näher der  Winter kommt und hat dann zur Weihnachtszeit seine Hochsaison.
Auch Gamsfleisch gibt´s in einigen Gegenden und schmeckt als Terrine mit einkochte Preiselbeeren himmlisch und ist ein toller Einstieg in jedes Menü.
Wildschwein, mit seinem schmackhaften Fleisch, findet nun auch wieder viele begeisterte Genießer.
Ich freu mich immer, wenn ich in einem Wirtshaus oder Restaurant tolle Wildgerichte bekomme und  über die Spezialitäten, die wir hier in Bayern bieten können. Wildgeflügel mit glasierten Trauben, Rehrücken mit  Maronen oder vielleicht doch Hirsch mit feinen Schwammerln? Zum Ausflippen, wie uns die Natur verwöhnt. Man kommt doch immer wieder zu derselben Erkenntnis: Bei uns is es einfach am Scheensten und da kann man scho mit hoch erhobenem Kopf durch die Welt marschieren; so wie unser Fasan, der oide SchönlingJ
Ich wünsche Ihnen eine tolle Woche und einen schönen Feiertag,
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 11. Oktober 2013

Von Knödeln und Karl Valentin!


Von Knödeln und Karl Valentin!
 
Heut am Viktualienmarkt am Denkmal von Karl Valentin musste ich an Semmelnknödeln oder Semmelknödel (?) denken.  Na, es hat mich halt beschäftigt;  wir würdigen den Knödel eigentlich gar nicht genug, find ich. Ist zwar jeden Tag in aller Munde,  aber bekommt irgendwie nie den richtigen Respekt als Spezialität. Erst wird er geknetet und mit Milch fast ersäuft und dann schmeißt man ihn auch noch in kochendes Wasser – ein Skandal!!
Dann kommt er auf den Teller, wird mit heißer Sauce überschüttet und mit einer Sau zusammengebracht - schlimmer geht’s nimmer. Und wer bekommt den Ruhm, wenn der Kellner kommt und fragt „Wie war der Schweinebraten?“  Klar - die blääde Sau halt und ned der arme Knödel.
Aber mal ehrlich, so ein Knödel ist ein echtes Schmankerl  und was würden zum Beispiel  die Kinder Bayerns essen, wenn es sie nicht gäbe?
Des Weiteren könnte sich kein Kellner mehr in dieser Situation aufregen: „Ich hätte gerne einen Schweinebraten, aber mit einem kleinen Knödel bitte.“ „ Meine Dame, es gibt aber nur eine Größe Knödel.“ „Dann bringen Sie mir bitte einen halben Knödel.“  „Aber meine Dame, was mache ich mit dem anderen halbem Knödel?  Den kann ich nicht verkaufen.“ „Na ja, hmmm, dann bringen Sie mir bitte einmal die Rahmschwammerl, aber bitte mit kleinem Knödel“.
Ein Klassiker.  Zeitlos schön, da kann man seine Gäste lieben lernenJ
Sie würden sich wundern, wie viele Köche und Kellner meditieren - um nicht Amok zu laufen.
Aber zurück zum Knödel. Meine Frau beispielsweise hat auch nach 16 Jahren mit mir noch keine Beziehung zum Semmelknödel aufbauen können;  sie kommt aus dem Ausland, genauer aus dem Rheinland und das ist eine Kartoffelknödelzone. Aber ich arbeite dran. Da muas ma langsam rangehn, immer mal wieder locker ins Spiel gebracht, rollende Invasion, sehr knödelige Angelegenheit. Harter Job, aber ich geb, trotz starker Gegenwehr, nicht auf.
Der Semmelknödel mit seinen zahlreichen Brüdern wie z.B. Speck, Brezen und Spinatknödel sind für mich die geheimen Stars der Alpenländischen Küche und sie sollten besungen werden. Oh ja, ich wart auf den Knödelsong.
Naja, durch Karl Valentin wird man echt inspiriert, wenn man lang genug vor seinem Denkmal sitzt, oder wie heißt des, wenn man nur noch Unsinn im Sinn hat?
Geschmacksinn oder ?

Ich wünsche ein schönes Wochenende,
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 4. Oktober 2013

Erntedank und Almabtrieb in Bayern!


Erntedank und Almabtrieb in Bayern!


Wenn  sich, wie jetzt, der Wald in seinen schönsten Farben präsentiert und der Herbst Einzug hält, freu ich mich immer auf einen ganz besonderen Sonntag. Am 1sten Sonntag im Oktober findet traditionell das Erntedankfest statt und die Kirchen sind vor dem Altar reich geschmückt mit den Gaben der Natur. Gleichzeitig feiern viele Dörfer und Gemeinden und es finden am selben Tag, als Teil des Erntedankfestes, die Almabtriebe statt.
Das Fest gehört zu den ältesten Traditionen überhaupt und wurde wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit durchgeführt. Wir danken hier für die Gaben, für die reiche Ernte und führen uns die Wichtigkeit von Mutter Natur vor Augen, die uns so reich beschenkt hat.
An vielen Orten wird traditionell eine Erntekrone in die Kirche an den Altar gestellt, die aus Ähren geflochten wird. Diese wird dann meist noch, je nach Region, mit den Früchten der Natur oder Christlichen Symbolen verziert.
Die Erntekrone ist ein Symbol der Ewigkeit und der Natur. Es soll uns daran erinnern, dass wir von und mit der Natur leben sollten und auch selbst ein Teil davon sind. Ich persönlich finde, diese Botschaft war noch nie wichtiger, als in unserer Zeit.
Die Almabtriebe am gleichen Tag sind die Feste der Bauern, die feiern, dass das Vieh wieder gesund dahoam angekommen ist und den Sommer guad überstanden hat. Hier werden die Kühe aufgekranzt und mit allerhand Blumen, Bandeln und Glocken schauen sie auch gleich nochmal so schee aus.
Das Läuten der Kuhglocken soll übrigens böse Dämonen von den Kühen fernhalten,  aber manchmal schaffen es doch a paar Anwälte oder Finanzbeamte dem Treiben zu zuschauenJ
Alles in allem ist es eines der schönsten Feste, die wir haben und wer einmal gesehen hat, wie die festlich aufgekranzten Küh nach Hause kommen und wenn man dann noch in der Kirche beim Erntedankgottesdienst dabei war, dann  fühlt  man sich hinterher auch wieder ein Stück näher an der Natur.
Also auf - diesen Sonntag ist´s wieder soweit!
Ich wünsche Ihnen allen ein unvergessliches Wochenende,
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

 

 

 

Montag, 23. September 2013

O´Zapft is- auf zur Wiesn!


O` Zapft is - auf zur Wiesn!

Am Samstag war es wieder soweit. Die Wiesen 2013 ist eröffnet. Christian Ude hat in gewohnt souveräner Art mit nur 2 Schlägen angezapft und ab geht´s mit dem Oktoberfest. Zwischen 9,40 € und 9,85 € kostet die Maß heuer und die Zelte sind wie immer gerammelt voll. Es werden wieder über 6 Millionen Besucher erwartet auf unserer Wies´n und es gibt wieder die schönsten Schmankerl,  die auf die Gäste aus aller Welt warten. Enten, Schweinshaxen, Ochsen, Hendl und vieles mehr wird in irren Mengen verspeist. An den Standl´n gibt’s  Würstl und Fischsemmeln und eine Vielzahl an anderen Speisen, welche einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Die meisten Leut sind in Tracht und ganz München schaut richtig fesch aus. Respekt!
Was bei der Wiesn so schee ist,dass jedes Zelt seinen eigenen Charakter hat. Des ist toll, weil man kann so jeden Wies´n Tag eine andere Atmosphäre erleben und natürlich fast jeden Tag ein anderes guades Wies´n Bier. Prost!
Begonnen hat des Ganze eigentlich ganz anders. Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese wurde von den Stadtmauern Münchens  ein Pferderennen abgehalten. Seit dem heißt das Gelände auch Theresienwiese, woraus dann umgangssprachlich die Wiesn wurde.
Aber zurück zum Wichtigen: Was brauch ich für einen Wiesenbesuch?  Bei den Madeln, klar ein Dirndl, bei den Buam einen leichten Bieranzug (Lederhosen) und an guaden Durscht und Hunger. Meditative Ruhe für das Warten vor dem Zelt und, a bisserl Geld wär auch ned schlecht. Dann kann´s schon losgehen, mit der Gaudi. Sollte man mal seine Frau verlieren, gibt’s auf der Wiesn  auch ein eigenes Polizeirevier mit Fundbüro.(nicht, dass das schon mal jemandem passiert wäreJ)
Jetzt aber reinghupft in den leichten Bieranzug und ab zur Wiesn! Wo is mei  Frau scho wieder?
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 15. September 2013

Hurra,hurra - die Kürbisse sind da!


Hurra, hurra - die Kürbisse sind da!
Als ich letzte Woche die ersten Kürbisse am Straßenrand gesehen hab, konnt ich nicht anders und hab gleich mal angehalten und mir des ganze näher angeschaut. Ein schönes Standerl war des mit Hokkaido und Muskatkürbissen, vielen schönen Zierkürbissen und natürlich wunderschönen Sonnenblumen, die ich besonders gern hab. Die Zierkürbisse schauen einfach super aus und sind die schönste Dekoration im Spätsommer und so hab ich mir gleich amoi a paar mitgenommen. A Paar Hokkaidos hab ich auch mitgenommen, und mir a scheenes Kürbissupperl gekocht, mit a bisserl Chili und steirischem Kernöl. Einfach super, so stell ich mir des vor, zum Verlieben.
Kürbisse sind botanisch mit Gurken und Zucchini verwandt und wachsen eigentlich überall und bilden je nach Sorte die unterschiedlichsten Formen und Farben aus. Der bei uns hauptsächlich vorkommende Gartenkürbis ist ein sehr beliebtes Gemüse, das sehr vielseitig verwendbar ist. Ob als Gemüse oder Suppe, Kompott oder Chutney, schmeckt er einfach super.
Es gibt bei uns im Handel sehr viele Sorten Kürbisse zu entdecken. Butternuss, Moschus oder Feigenblattkürbisse, um nur einige zu nennen. Einfach tolle Dinger!
Ich bin ja eigentlich kein Fan von Halloween, weil es so Bayrisch ist, wie ein Lama in Lederhosen, aber so ein Kürbiskuchen und die geschnitzten Kürbisse sind schon irgendwie lässig. Na ja, das kann man ja mal durchgehen lassen.
Das Kürbisschnitzen ist inzwischen eine Disziplin für sich. Es gibt hier tolle Wettbewerbe und oft kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus, was die Leute so alles aus Ihren Kürbissen schnitzen. Also abgesehen vom Geschmack sind sie auch noch  echte Hingucker.
Er ist auch gut mit anderen Aromen kombinierbar, so mach ich gerne ein Kürbis-Ingwerchutney oder einfach Kürbispüree mit einem Hauch Zimt.
Das Schönste ist, wenn man so spazieren geht, dass uns die Natur jetzt so reich beschenkt und man kann eigentlich nur dankbar sein kann - für so viel herbstliche Schönheit und geschmackliche Vielfalt.
Ich wünsch Ihnen eine schöne Woche,
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 1. September 2013

Mit meinem Zwetschgerl beim Zwetschgen brocken!


Mit meinem Zwetschgerl  beim Zwetschgen brocken!

Gestern war i mit meinem Zwetschgerl dahoam und mir ham glei amoi  angefangen, die selbigen vom Baum zu brocken. Es war mal wieder richtig schee und es waren so viele Früchte am Baum, dass sich die Zweigerl nur so gebogen ham. Bei  Zwetschgen muss ich immer an meine Lehre denken, hier haben wir im Sommer immer Zwetschgen Datschi gemacht und unter den strengen Augen unseres Patissiers, Herrn Linseisen, musste alles immer ganz exakt sein. „Mach des gscheid, sauberer auflegen“ und viele Ratschläge mehr gab es da jeden Tag. Manchmal hat er uns auch geschimpft, wenn wir mal wieder ned genug Brösel genommen haben. So is er halt, der Linsi, ham wir uns immer gedacht. Aber wenn der Datschi  fertig aus dem Ofen kam und der Duft sich durch den Raum verteilte, war das jedes Mal was ganz besonderes und ich hab heut noch diesen Geruch in der Nase. Wir durften dann immer die Randanschnitte essen und des hat so guad geschmeckt, dass sofort wieder vergessen war, dass er uns kurz davor noch geschimpft hat.
Die Zwetschge ist die süßeste aller Pflaumenarten und eine Steinfrucht der besonderen Art. Von der Wildpflaume abstammend und verwandt mit Aprikose und Pfirsich ist sie eine sehr beliebte Frucht und sehr vielseitig verwendbar.
Daheim steht beispielsweise immer eine Flasche Zwetschgenwasser und ich finde ihn super zum marinieren oder einfach nur so zum Trinken. Es gibt ca. 2000 Pflaumensorten,  welche sich sehr in Aussehen und Geschmack unterscheiden - Reneclaude, Mirabellen oder Prunelle runden das Angebot ab und zeigen gut auf, welches Geschmacksspektrum die Pflaumenfamilie so hat.
Interessant ist, dass die Zwetschge wahrscheinlich bei seinen Kriegszügen von Alexander dem Großen eingeführt worden ist; damals in Damaskus gehandelt und bis zu uns verbreitet,  wo sie sich Dank des milden Klimas gut entwickelte.
Unsere Zwetschgen werden heute alle Datschi und ich mach ihn immer mit schönen süßen Bröseln drauf, wie damals in meiner Lehre und ich geb mir heut noch Mühe, immer sauber die Zwetschgen aufzulegen; da wäre auch mein oider Patissier noch stolz auf mi. Das Einzige, das sich geändert hat, ist, dass ich jetzt a ganzes Stückerl oder a zwei und nicht mehr nur die Anschnitte ess!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche,
mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Montag, 26. August 2013

Von Newton, Tell und Granny Smith!


Von Newton, Tell und Granny Smith!

Ich sitz manchmal so unter meinem Apfelbaum in der Wiesn und lass es mir gut gehn, meistens mit am Buch oder ich genieß einfach nur die Sonne und schau meinen Äpfeln beim Wachsen zu.
Es ist schon der Hammer, wie dieses kleine Kernobst die Welt auf den Kopf gestellt hat. Ein ganz besonderer Vertreter der Früchte, der die Jahrhunderte hinweg viele Namen und Bedeutungen bekommen hat und untrennbar mit der Geschichte verwoben scheint .
Das älteste kultivierte Obst der Welt kommt wahrscheinlich ursprünglich aus der Kaukasusregion und kam wahrscheinlich über Griechenland nach Italien und von da aus über die Alpen zu uns.
Es ist beindruckend, wenn man weiß, dass es auf der Welt über 20000 Sorten Äpfel gibt und sie den größten Teil der Obsternte der Welt ausmachen. Was für eine Frucht!
Angefangen vom Sündenfall, als die liebe Eva uns Männern das ewige Manna Trinken im Paradies versaut hat, bis zur Antike, als der Apfel für Liebe und Fruchtbarkeit stand, bekam unser fruchtiger Freund immer neue Bedeutungen. Im Mittelalter galt der Apfel als Symbol der Macht der Herrschenden.
Wie man sieht, ein echt cooles Früchtchen mit einem irren Lebenslauf!
Und wenn ich so unter meinem Baum sitz, darf man natürlich nicht die Ereignisse vergessen, die unser Freund ins Rollen gebracht hat. Als Isaac Newton der Apfel auf die Rübe fiel und ihn zum Nachdenken über die Schwerkraft brachte. Ein großer Moment, ausgelöst durch unseren kleinen Vitaminspender.
Oder  Schillers Tell, mal echt ein Glück für den Walter, dass Äpfel nicht kleiner sind, sonst hätt der Wilhelm wahrscheinlich Probleme bekommen.
Und dann war da noch die Granny  Smith, keine Ahnung, wer die Oma war, aber die Beatles machten den Apfel zum Symbol ihres Record Labels.
Es gibt da noch viele andere Apfelgeschichten, angefangen vom sexy Schneewittchen bis zu dem Hinterhof Computernerd mit seinem Apfelcomputer.
Aber mal ehrlich, ist eigentlich alles wurscht, er schmeckt  einfach unfassbar. Sorte für Sorte einzigartig. Mal süß wie die Sünde, mal sauer, mal aromatisch.
Er bereichert unser Leben um so vieles. Apfelkuchen, Saft, gebacken oder als Apfelmus. Geliebt von Jung und Alt und einer der beliebtesten Snacks der Welt!
Ich könnte mir eine Welt ohne Äpfel nicht vorstellen, aber jetzt soll´s gut sein für Heut.
Der letzte Gedanke, der mir jetzt durch den Kopf schießt, heißt Apfelkücherl - mit Vanillesauce. Wenn ich es schaff, jetzt aufzustehen, mach ich mir a paar oder ich bleib einfach noch a bisserl liegen unter meinem Apfelbaum!
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

Samstag, 10. August 2013

Auf der Suche nach dem Superschwammerl!


Auf der Suche nach dem Super Schwammerl!
 
Nachdem es gestern den ganzen Tag so geschüttet hat und sich die Luft somit auf ein angenehmes Maß abgekühlt hat, hab ich mich entschieden, heute in die Schwammerl zu gehen. Frei nach dem Motto „ a bisserl was geht immer“ bin ich mit dem Auto los und hob amoi gschaut, ob ich schon a paar Schwammerl finden kann.  Am besten nimmt man seine Frau mit, den „Mann“ ist ja schließlich Jäger und Sammler und bringt Essen auf den Tisch und braucht die Hände frei, falls ein Schwammerl einen aus dem Wald anspringt oder so.
Schwammerl gibt’s sehr viele und die Hauptsaison beginnt eigentlich Anfang September, aber auch im Sommer und Frühjahr kann man schon einiges finden, wenn man sich auskennt. Wiesenchampignons und Co. warten da auch schon auf die Schwammerlsucher.
Hier ist darauf zu achten, dass man nicht durcheinanderkommt. Es  gibt so viele Sorten, dass man sie schnell auch mal verwechseln kann. Des Weiteren gibt es auch viele geschützte Arten,  die man nicht sammeln darf. Sommer Röhrling, Kaiserling und viele mehr sind geschützt und dürfen nicht mitgenommen werden.
Andere Arten sind zwar geschützt, dürfen aber in kleinen Mengen gesammelt werden. Dazu gehören Steinpilz, Pfifferling und auch die meisten Morchelartigen Schwammerl.
Wiesenchampignon und Bitterling, Seitlinge usw.,  wie man sieht, gar ned so einfach, die alle auseinanderzuhalten.
Die Frage „is der jetzt giftig“ kommt einem auch immer wieder in den Sinn. Das Beste ist man hat hier Schwammerlsucher in der Familie, wenn man Anfänger ist oder Freunde, die sich auskennen. Ab mit der Oma ins Auto und schon hat man im besten Fall den Spezialisten vor Ort.
Und eines ist beim Schwammerl suchen wichtig! Wenn man sich nicht sicher ist -  Finger weg!  Am besten stehen lassen, ein Bild machen und sich Rat vom Spezialisten holen. Die echten Profis kennen sich aus und können weiterhelfen. Es gibt auch viele Vereine für Pilzfreunde und hier ist man gut aufgehoben. Speziell als Hobby sind Pilze eine hochinteressante Sache. Und schmecken tun die nochmal so gut, wenn man sie selber aus dem Wald geholt hat und auch noch sicher weiß, was man da isst.
Was braucht man zum Schwammerl suchen? Ein Schnapperlmesser (zu Deutsch: Taschenmesser ) und einen Korb. Dann früh raus und ab in den Wald, da ist es am schönsten.
Als eine Grundregel gilt, dass die meisten Röhrenpilze essbar sind, natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.
Ansonsten los geht´s - Birken und Butterpilz, Maronenpilz und Schmerling und viele andere warten auf Sie.

Weitere optionale Ausrüstungsgegenstände sind übrigens zum Beispiel ein Weißbier und ein Glasl. Vielleicht a paar Wurstsemmeln oder a bisserl Käs. Denn wo immer man ist und was immer man tut, für an Frühschoppen am Wochenende ist immer Zeit.
In diesem Sinne, fui Spaß beim Suchen und bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 26. Juli 2013

Sommer, Sonne, Chillen und Grilllen!


Sommer, Sonne, Chillen und Grillen!

Ich könnt Purzelbäume schlagen (wenn ich mir dabei nicht wehtun würd), so freu ich mich, dass der Sommer sich im Moment so richtig ins Zeug legt. Jeder ist guad drauf, die Leut haben alle eine gesunde Gesichtsfarbe und genießen die Sonne. Ab ins Auto oder rauf auf´s Radl und an den See oder an die Isar zum chillen, grillen oder relaxen.
So richtig Hunger bekommt man bei der Hitze eh nicht, aber so ein Würstl oder mariniertes Nackensteak geht doch immer, oder? Ein paar Kartoffeln geschwind in Alufolie gewickelt und ab in die Glut; fertig werden die von selbst.
Manche Leut geben hier richtig Gas und legen sich die Monster Steaks auf den Grill, das drum herum allen das Wasser im Mund zusammen läuft. Auch cool, ein kühles Bier aus der Kühlbox und fertig ist der Rinder- Wahnsinn.
Grillen ist heutzutage viel mehr - es ist ein Megatrend und alle machen mit. Supermärkte habe inzwischen mehr Sorten Grillsaucen, als man sich vorstellen kann und in mach einem Vorgarten steht ein Grill, der die Größe des eigenen Zweitwagens übersteigt. Männer sprechen in der Mittagspause auch nicht mehr über Autos, nein, da wird sich über Smoker und die besten Flavours  unterhalten. Es geht hier nicht um Tabakmischungen aus Amsterdam, sondern tatsächlich um Spezialgrills und Räucherzubehör. Und Grillen hat ein richtig männliches Image. Na ja, Männer in kurzen Hosen mit Schürze wirken scheinbar auf die Frauenwelt.
Ich steh persönlich ja auf Grillwürstel in allen Variationen. Rote, Weiße, mit Käse oder mit Speck. A richtig scharfe Grillsauce dazu und a bisserl Salat und die Welt ist in Ordnung.
Die meisten Dinge im Leben, die mal echt guad schmecken, sind meistens die Einfachsten. Hauptsache Fleisch. Na ja, eigentlich sollte ich ja beim letzten Mal Gemüsespieße essen, aber hey,  so schlimm kann ich gar nicht gewesen sein, dass ich das verdient hab. Liebes Spatz´l, du solltest mich nicht mit solch grausamen Methoden bestrafen - wir Männer sind sensibel!!
Was ich auch immer sehr cool finde, sind die Sommer Drinks, die dann kreiert werden. Pimms, Hugo, Kaltschalen aus allem, was nicht bei Drei auf dem Baum ist und super leckere Cocktails, wie z.B. ein Italian Soda mit Wassermelonensirup.
Echt - manche Leut ham´s drauf.
Ich wollte mich auch für die vielen, netten Kommentare und tollen Komplimente der letzten Zeit bedanken. Ich bin glücklich, dass Ihnen meine Beiträge a bisserl Freude machen. Von Herzen hierfür: Danke.
Ich schmeiß jetzt a paar Würstl auf den Grill, dann bleibt kein Platz mehr für die Gemüsespieße J
Bleiben Sie sonnig,
Prost und mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Samstag, 13. Juli 2013

Heimatküche,regional,frisch und mit Pfiff!


Heimatküche ,regional, frisch und mit Pfiff!

Jetzt im Sommer,  wenn die Natur uns ihr Wunder offenbart und alle Pflanzen in voller Blüte stehen und wir im Überfluss beschenkt werden, bin ich oft mit meiner Frau beim Spazierengehen und freu mich einfach nur an der Schönheit unserer Landschaft.
Wir kehren dann schon mal in einem kleinen Wirtshaus ein, in dem es immer das zu Essen gibt, was die Chefin des Hauses grad gekocht hat und was die Felder und Gärten gerade hergeben.
Da gibt es jetzt an Kopfsalat mit allerhand Gemüse aus ihrem Garten und einen Erdbeerkuchen hat  sie auch noch gemacht, weil sie halt grad Lust drauf hatte.
Ich fühl mich hier sehr wohl, weil ich mich von ganzem Herzen wie ein Gast fühle und nur saisonale Speisen aufgetischt  bekomme, was den Reiz  ausmacht, denn es gibt nur das, was auf den Tisch kommt und das schmeckt einfach himmlisch.
Man kann hier im Wandel der Jahreszeiten essen;  eine Vorstellung, die mich sehr reizt, auch weil in unserer Gesellschaft alles immer und überall erhältlich ist.
Ich glaube nicht, dass viele Menschen noch wissen, welche Lebensmittel in welcher Zeit auf den Tisch kommen oder gar, wie und wann diese Saison haben.
Eigentlich schade, denn wir haben so viel, auf das man stolz sein kann.
Wenn man in Bayern zuhause ist, in einem Land, dass jährlich Touristen aus aller Welt anzieht, frag ich mich oft, vor allem, wenn ich an manch einer Speiskarten vorbei geh, warum steht da z.B. Kabeljau auf der Karte? und ned a schöne Renke oder Saibling. Hab ich was übersehen und Bayern hat plötzlich direkten Zugang zum Meer?
Ich glaube aus voller Überzeugung daran, dass unsere Gäste den Geschmack und die Spezialitäten Bayerns auf dem Tisch haben wollen, um sich ein Bild zu machen, was wir kulinarisch zu bieten haben.
Meiner Ansicht nach sollten wir uns besinnen und zurückgehen zu dem, was uns ausmacht: saisonale, regionale Produkte und eine frische, heimatverbundene Küche.
Ich arbeite gerade mit meinem Team an der Umsetzung dieses Gedankens und freu mich schon darauf, wenn es soweit ist. Wir wollen zusammen im Redox diese Küche umsetzten und werden hier versuchen, die Schmankerl Bayerns mit Pfiff und Freude zu präsentieren.
Das Service und Küchenteam freut sich schon auf Ihren Besuch und ich mich auf ein tolles, neues Restaurant, mit tollen Kollegen, in dem wir Sie mit alpenländischen Spezialitäten verzaubern wollen.
Drücken Sie uns die Daumen, in zwei Wochen geht´s los.
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr

Alexander Reiter

Freitag, 5. Juli 2013

Lust auf eine Lunchbox?


Lust auf eine Lunchbox?
Bevor die Vögelchen heut angefangen haben zu zwitschern und der Hahn noch im Tiefschlaf von seinen Hennen geträumt hat, war im Dolce Munich schon Licht in der Küche. Reges Treiben und tolle Musik, Action in allen Ecken und viele  Kaffeebecher, die heißen Absatz fanden.
Knapp 2 Meter hohe Türme Brötchen und Baguettes füllten etliche Kühlhäuser, Nudelsalat wurde gemacht und abgefüllt und Mannshohe Türme Jogurtbecher füllten den Raum. Wägenweise Obst  und Lunchboxen überall. Und über allem, cool und immer gut gelaunt, Herr Schulze, der als Souschef im Dolce immer lächelnd und freundlich die Übersicht behält. Eine tolle Küche, mit einer super Brigade, schön und beindruckend zugleich. Nette Jungs und Mädels. Ein bisserl verrückt, aber das ist auch gut so:0)

Grund für alles waren heute 1600 Lunchboxen, die gemacht werden wollten und alle machten mit! Cooles Teamwork an allen Fronten. Angefangen bei unserem Direktor, dem Personalbüro, der Veranstaltungabteilung, der Finanzbuchhaltung  in voller Stärke, Verkauf, Einkauf und vielen mehr, alle halfen mit, um diese Herausforderung zu meistern. Alles unter der Regie von unseren Bankettprofis aus Service und Food & Beverage.
Wie die Feldherren  dirigierten uns die Herren Radde und Wings beim Bestücken des Ballhausforums in die verschiedenen Richtungen und  ruck zuck waren die Lunchboxen aufgebaut und auch schon wieder gegessen.
Da wurden Stühle und Tische bewegt und eine Wahnsinns Arbeitsleistung vollbracht, die einfach nur WOW war. Nett, diskret und schnell wurde hier serviert und abgeräumt, gegessen und getrunken.
Da kann man echt zum Fan werden,  ich bin auf alle Fälle schon auf dem Weg  dazu.
Irgendwie hatte ich aber keine Lust mehr auf ein Brötchen, weiß auch nicht warum, aber Kaffee hat ich genug; mal schauen, wenn ich nicht schlafen kann, schreib ich einfach noch einen Blog:0)
Ich hatte Spaß heut. Danke an alle Dolce Kämpfer,
Besuchen Sie uns doch mal und
bleiben Sie genießerisch,

Ihr Alexander Reiter

Samstag, 29. Juni 2013

Es tut mir wirklich sehr leid,....

aber das muss jetzt mal öffentlich gesagt werden...


Lieber Alexander Reiter,

Du bist ein großartiger und unterhaltsamer Blogger!


Bleib uns so lange erhalten wie Du willst (Rente mit 167 oder so...), und erfreue uns mit Deinen stets gut geschriebenen Zeilen!

So hab ich mir das immer  gewünscht:
kein weiterer "noch-ein-Blog-mit-Kochrezepten-vom-Starkoch" sondern was intimeres, Einblicke in das Leben eines erfolgreichen Berufskoches. Das kann nicht jeder, und vor allem will das nicht jeder. Neben dem Halbtagesjob mit 80-Stunden-Woche auch noch regelmässig was texten...

Darum hier nochmal und nochmal und nochmal :-)

Hochachtung und herzlichen Dank für Deine kreativen, gut zu lesenden Texte. Die uns manchmal nachdenklich machen, oder hungrig^^. Die die Kindheit wieder auferstehen lassen ( z.B. "Erdbeeren" und "Steckerlfisch"), oder die manchmal einfach nur übermütig und lustig, aber immer informativ und immer sehr persönlich sind.

Zum Schluß noch ein paar statistische Schmankerl:
Quasi aus dem Stand hat der Blog eine treue Stammleserschaft gefunden, die stetig steigt. Fast 3.300 Seitenaufrufe haben wir bisher und die Kurve zeigt steil aufwärts^^. Vom Post "Steckerlfisch" zum "Sommergarten" z.B. eine Steigerung von fast genau 100 %.

Richtig los ging's mit der "wiehernden Lasagne" am 17.03.2013 und bis gestern 28.06.2013 sind das ca 1.000 Seitenaufrufe monatlich! Extrem cooooool    :-D


Einzig und allein die Kommentarfunktion darbt ein wenig  ;-)
Also lieber Leser, fühlen Sie sich bitte mit vorgehaltenem Löffel und umgebundener Schürze genötigt, hier einen Kommentar loszuwerden! :-D

Herzlichst, Ihr Schlemmeronkel

Freitag, 28. Juni 2013

Auch das Ihre ist nicht weit,es ist wieder Festlzeit!


Auch das Ihre ist nicht weit, es ist wieder Festlzeit!
                                                               Sonnwendfeier Vaterstetten, echt Cool !
Liebe Schlemmerleser,
im Moment  freu ich mich immer besonders drauf, die Wochenzeitungen durchzublättern, um herauszufinden, wann und wo die nächsten Feste steigen.
 Stadteil- und Dorffeste, Weinfeste und allerhand Vereinsfeiern werden jetzt  in München und Umland gefeiert. Da ist für jeden was dabei und jedes Wochenende ist irgendwo was los.
Jede dieser Feiern hat ihren eigenen Charakter und es gibt immer was zu sehen und zu erleben. Ich freu mich immer, wenn wir gemeinsam mit Freunden auf ein Fest´l  gehen. Gute Getränke und eine tolle Stimmung, was braucht man mehr zum glücklich sein.
Und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt; die Schmankerl sind echt super. Flammkuchen frisch gebacken, Bayerische Spezialitäten und vieles mehr locken zum Probieren. Da findet man oft auch Verkaufsstandln mit Schinken, Käse oder orientalischen Spezialitäten. Crêpes werden frisch gebacken und ich nehm` schon zu, wenn ich nur dran vorbeigehJ
Schmankerl vom Grill sind dieses Jahr der Renner  und bei unserem Stadtfest gibt es auch immer tolle Fischspezialitäten von unserem ortsansässigen Fischfachhändler. Ein echtes Highlight!
Was man natürlich nicht vergessen darf: Eis für die kleinen und großen Kinder wird auch immer angeboten und es gibt auch sonst noch allerhand mehr zu entdecken für Jung und Alt.
Das alles macht echt viel Spaß und fördert die Geselligkeit, alle sind gut drauf und die Sonne brennt einem auf den Kopf.
Es ist schön, die Feste zu feiern, wie sie fallen, das Leben ist ohnehin zu kurz um daheim rumzusitzen.
Also auf, informieren Sie sich und auf geht´s zum nächsten Festl. Vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwo. Ich muss jetzt los, wie gesagt, zu „meinem“ Stadtfest.
Genießen Sie die Sonnenstrahlen,
Mit kulinarischen Grüßen,

Alexander Reiter