Samstag, 27. April 2013

Erdbeeren- Vom Feld in den Mund!


Erdbeeren- Vom Feld in den Mund!
 

Liebe Schlemmerleser,

es ist schön, dass manche Dinge bleiben wie sie sind und so kann ich bald wieder in kurzen Hosen durch das Erdbeerfeld laufen und mir die Beeren gleich auf dem Feld schmecken lassen, so wie ich es schon als kleiner Bub gemacht hab. (Okay, damals noch mit Kinderlederhosen und weniger Bauch, aber das hält mich nicht ab)
Für mich gehört es einfach dazu, Erdbeeren vom Feld holen, und dann dahoam zu genießen. Das ist einfach traumhaft!
Erdbeeren gehören auch bei vielen Events untrennbar dazu; so mussten wir in meiner Zeit in England immer hunderte von Gläsern Erdbeeren mit Sahne fertigmachen für das Tennisturnier von Wimbledon und das Pferderennen in Ascot. Ein Wunder, dass ich noch Erdbeeren magJ
In der Renaissance waren Erdbeeren ein beliebtes Motiv für die Früchte des Paradieses und sind auf vielen Bildern dieser Zeit wiederzufinden. Kann ich sehr gut verstehen, denn sie schmecken ja auch paradiesisch.
Die Erdbeersaison fängt bei uns je nach Witterung meist im Mai an. Die späten Sorten bringen dann noch bis September Früchte hervor.
Die Gartenerdbeere gibt es bei uns schon seit  Mitte des 17.Jahrhunderts und kommt ursprünglich aus Kanada und Nordamerika. Unsere heimische Erdbeere ist die Walderdbeere, die zwar viel kleiner ist, aber ein wundervolles bitter- süßes Aroma hat. Die kleineren Walderdbeeren wurden früher auch in  bayrischen Klöstern kultiviert und da kann man mal wieder sehen, dass die Mönche damals schon genau wussten, was schmeckt.
In ganz Bayern und auch rund um München findet man jetzt bald wieder die Schilder am Straßenrand „Erdbeeren zum selber pflücken“. Ich freu mich drauf!
Die Felder finden Sie in Untermenzing, Pasing, Ramersdorf, Taufkirchen, Perlach, Olching und an vielen Orten mehr in und um München. Eines ist aber immer gleich, vom Feld schmecken sie einfach am besten.
Ich hab natürlich auch ein paar Rezepte für Sie und da mir grad so danach ist, heut auch mal ein schönes Cocktailrezept:
Erdbeer Daiquiri
Zutaten:
7 große reife Erdbeeren
4 Teile weißer Rum (60ml)
2 Teile frischer Limettensaft(30ml)
1 TL Läuterzucker
Zubereitung:
 Alle Zutaten in einem Mixer mit etwas Crushed Ice verrühren. In einem großen Cocktailglas mit einer Erdbeere als Dekoration servieren. Man kann auch etwas Minze zugeben, dann schmeckt er noch frischer.
Als zweites Rezept gibt es heute:
Flambierte Erdbeeren
Zutaten:
300 g frische Erdbeeren
80 g Zucker
40 g Butter
6 cl Orangensaft
2 cl Zitronensaft
6 EL Erdbeermark
2 cl Maraschino oder Cognac
Zubereitung:
Zucker und Butter langsam in einer Pfanne zu hellem Karamell schmelzen, mit Orangensaft und Zitronensaft ablöschen und Erdbeermark beigeben. Die geviertelten Erdbeeren einlegen. Kurz erwärmen und mit Maraschino oder Cognac flambieren. Am besten schmeckt´s mit Vanilleeis und Sahne.
Ich wünsche ihnen eine süße Erdbeerzeit!
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

 

Dienstag, 23. April 2013

Von Feinschmeckern und literarischen Schmankerln!


Von Feinschmeckern und literarischen Schmankerln!

 

Liebe Schlemmerleser,
ich beschäftige mich seit Jahren mit den Gedanken, Geschichten und Anekdoten zur kulinarischen Entwicklung und Geschichte. Mein Hobby führte mich sehr tief in die Gedanken und Freuden meiner Branche, beschäftigt mich immer wieder und ermahnt mich, meine Arbeit und die Produkte respektvoll im Auge zu behalten und zu hinterfragen.
Einige grundsätzliche Gedanken hierzu würde ich heute gerne mit Ihnen teilen.
Es gibt wenig auf der Welt über das so viele Schriftsteller und Philosophen rezitiert haben, als die Speisenfreuden und die Feinschmeckerei, franz. „Gourmandise“.
Der Begriff des Gourmets war zunächst in Frankreich die Bezeichnung eines Feinschmeckers im Sinne eines Weinkenners. Dieser Begriff entwickelte sich aus dem Gourmet-Piqueurs, dem des Wein- und Spirituosenprüfers.
Die Begriffserklärung, die mir allerdings am besten gefällt, stammt aus dem „Almanach des Gourmands“
Gourmand ist, wer mäßig gute Dinge liebt,
Gourmet nur, wer dem allerbesten Wein die Ehre gibt
Wer aber klug und weise, wie ein Philosoph gleich beides liebt, heißt Gastrosoph.
Das griechische „Gaster“ heißt so viel wie Magen. Die Gastronomie ist die Kenntnis der Tafelkunst, somit ist die Gastrosophie die Weisheit der Tafelfreuden.
Mit folgenden Leitsätzen, Gedanken und Philosophien möchte ich Ihnen nun einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt einiger dieser kulinarischen Vordenker geben.
Beginnen möchte ich mit den Gedanken des „Kaisers der Köche“, August Escoffier (1847-1935), der schon vor rund einem Jahrhundert die Entwicklung der Kochkunst vorhergesagt hat und immer unvergessen bleiben wird. Wenn man bedenkt, wie Recht er hatte und wie die heutigen Top Restaurants arbeiten, dann waren diese Aussagen wie ein Blick in die Zukunft.
„Wir werden die Vereinfachung des Anrichtens und des Servierens soweit nur irgend möglich weiterführen, aber gleichzeitig auch die Schmackhaftigkeit und den Nährwert der Gerichte auf die höchste Stufe zu bringen suchen, wobei wir jedoch danach trachten, die Speisen leichter und für den Magen besser verdaulich zu machen. Die Kochkunst muss sich- ohne ihren Charakter als Kunst einzubüßen- zur Wissenschaft erheben und ihre Rezepte, die oft noch zu empirisch sind, einer Methode und Präzision unterwerfen, welche jeden unliebsamen Zufall ausschließt“
Ich finde diese Aussagen hoch interessant, speziell, wenn man davon ausgeht, dass zu Lebzeiten Escoffiers Köche meist nicht mehr waren, als  niederes Dienstpersonal und sich noch niemand Gedanken über Ernährungsumstellungen und einem wissenschaftlichen Ansatz der Kochkunst machte.
Weitermachen möchte ich mit einigen Gedanken einer der schillerndsten Persönlichkeiten der kulinarischen Geschichte: Grimod de la Reynière (1758- 1837).
 Aristokrat, Gastrosoph und Literat und ein Zyniker vor dem Herrn. Anbei einige seiner Aussagen, welche er auch öffentlich zum Besten gab:
"Die größte Tugend des wahren Feinschmeckers ist die: nie mehr zu essen, als er mit Andacht verdauen und nie mehr zu trinken, als er mit vollem Bewusstsein vertragen kann"
"Der echte Gastronom hat zwei wahre Freunde auf der Welt, sich selbst und seinen Koch".
"Ein anständiger Mensch besucht niemanden während der Tischzeit".
"Die größte Sünde, die ein Feinschmecker anderen gegenüber begehen kann, ist das Laster, diesen den Appetit zu verderben. Appetit ist die Seele des Gourmands und wer diesen zu verleiden sucht, begeht einen moralischen Mord, einen gastronomischen Totschlag und verdient Galeere auf Lebenszeit"
Er hätte wohl gern den ein oder anderen auf eine Galeere geschickt und veröffentlichte deshalb 1808 das „Manuel des Amhytrions“, das Handbuch des gastronomischen Anstands.
Viele seiner Veröffentlichungen gelten noch bis heute und bildeten das Fundament der noch heute geltenden Verhaltensweisen in der Gastronomie.
Die gastronomischen Weisheiten, die wir heute kennen, sind oft älter, als Sie glauben. Eine trifft nun gerade jetzt auf mich zu, weswegen ich jetzt auch langsam zum Ende komme:
"Hunger ist der Beste Koch". (Cicero 106v Chr-43vChr)
Wenn Ihnen mein kleiner Beitrag heute gefallen hat, freue ich mich.
Wenn nicht, schließe ich heute frei mit einigen Zeilen aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß:
Ja- das Schreiben und das Lesen ist nie mein Fall gewesen, doch schon von Kindesbeinen an befasst ich mich mit Kochen!
Mein Ideal und Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck!
In diesem Sinne,
 genießen Sie jeden Moment!
Ihr
Alexander Reiter

 

 

 

 

Samstag, 20. April 2013

Spargel- Das Kaisergemüse !


Spargel – Das Kaisergemüse!
 
Liebe Schlemmerleser,
über nichts würde ich zu dieser Jahreszeit lieber schreiben, als über den Spargel. Jetzt wieder in aller Munde und das beliebteste Gericht auf jeder Speisekarte. Mit neuen Kartoffeln, Schnitzerl oder mit einer schönen Schinkenplatte, da kann kaum einer widerstehen.
Doch Spargel ist, wie die meisten Dinge um uns herum, so viel mehr, als nur ein Frühlingsschmankerl. Er ist ein Stück Geschichte und hätte viel zu erzählen, wenn er könnte. Die Ägypter kannten den Spargel schon und bezeichneten ihn als „Freude des Gaumens“. Die Griechen verwendeten Spargel wahrscheinlich mehr aus medizinischen Gründen, wie wir aus Aufzeichnungen von Hippokrates wissen. Bis letztendlich die römischen Legionen den Spargel über die Alpen in unser schönes Bayernland brachten.
Die Römer liebten das Leben und seine Annehmlichkeiten und haben versucht, wo immer sie sich  auch aufhielten, ihre Lebensart, Speisen und kulturellen Errungenschaften an ihrem Wohnort zu etablieren. So hatten wir Bayern das Glück den Spargel kennen und lieben zu lernen.
Die Liebe zum Spargel ging beim römischen Kaiser Augustus so weit, dass er beim Erteilen von Befehlen einen Satz immer und immer wieder verwendet haben soll: „Cittius quam aspargus conqunatur“ was so viel heißt wie „erledigen sie das schneller, als der Spargel zum Garen braucht“.
Wie Sie sehen, war der Spargel schon zur Zeit der Römer ein Star.
Doch was ist eigentlich Spargel?
Spargel ist ein Liliengewächs und es gibt in der Natur einige hundert Sorten. Wichtig sind allerdings in meinen Augen kulinarisch nur 4 Hauptsorten. Der weiße Bleichspargel, der grüne Spargel, der wilde Spargel und der violette Spargel (was eigentlich ein weißer Spargel ist, der durch Sonneneinstrahlung die violette Farbe angenommen hat. Er schmeckt etwas würzigen und schaut super aus.)
Angebaut wird Spargel in Bayern in rund 40 Spargelhöfen, die sich des Anbaus und der Kultivierung des Spargels verschrieben haben. Einige der Orte, an denen der Spargel gestochen wird, sind: Schrobenhausen, Inchenhofen, Abensberg und Hohenwart. Hier kann man meist auch vor Ort den Spargel direkt im Hofladen kaufen, wie zum Beispiel auf dem Spargelhof Lohner in Inchenhofen bei Aichach. Das ist sicher eine Reise wert, und Sie können sich Ihren Spargel direkt vom Erzeuger holen.
An Verkaufsständen rund um München, wie hier auf dem Bild vom Spargelhof Lohner, bekommt man frischen Spargel direkt vom Erzeuger.Einfach schee!

Bei unseren österreichischen Freunden sind die Hauptanbaugebiete Wolkersdorf, Frauenhofen und Maatzen. Wenn ich privat im Grenzland unterwegs bin, kombiniere ich das gern mit einem Besuch in Salzburg und kauf mir meinen Spargel am Markt in der Altstadt. Davor eine schöne Melange im Café Tomaselli und dann geht die Frau noch a bisserl Shoppen. (Was meistens wesentlich teurer wird als mein SpargelJ.)
Um Ihnen zu helfen, dass Ihr Spargel immer gelingt, anbei einige Infos zum Spargelkochen.
Wenn man Spargel als Hauptgang macht, sollte man 500g pro Person nehmen, als Beilage reichen 250g.Man schält den Spargel vom Kopf bis zum Schnittende hin, wobei man natürlich erst unterhalb der Spitze zu schälen beginnt. Dabei achten Sie bitte darauf, dass Sie den Spargel ordentlich und gründlich schälen, da Sie sich sonst beim Essen über sich selbst ärgern müssen, wenn Sie die Schalen im Mund haben.
Garen Sie den Spargel in kochendem Wasser mit Salz, Zucker und Butter. Meist wird noch eine Zitronenscheibe oder Zitronensaft in den Sud gegeben, dies zerstört aber den feinen Geschmack des Spargels, wenn man zu viel davon zugibt, durch den Zitronensaft bleibt der Spargel aber schneeweiß.
Gegart wird je nach dicke der Stangen 8-15 Minuten. Mit einem Messer kann man ins Spargelende stechen, um zu testen, ob er gar ist. Er sollte weich sein aber noch etwas wiederstand bieten oder sie probieren einfach ein Stangerl.
Wenn der Spargel gar ist können, Sie ihn aus dem Sud nehmen und servieren.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Kochen und eine schöne Spargelzeit,
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

 

Dienstag, 16. April 2013

Kräuter- aus dem eigenen Garten!


Kräuter- aus dem eigenen Garten!
Kräutertöpfchen wie hier auf dem Bild sind schön, aber wie wär´s mal mit Kräutern aus dem eigenen Garten?
Wenn man frische Kräuter für seine Gerichte benutzen will, ist es am schönsten, wenn man die Kräuter aus dem eigenen Garten verwenden kann.
Bei mir geht’s jetzt wieder los. Das Beet vorbereiten, a Bisserl Humus und auch das Unkraut muss raus. So komm i noch dazu an die frische Luft und Spaß macht´s auch noch.
Es macht Freude seine eigenen Kräuter im Garten sprießen zu sehen und es ist einfach toll seine eigene Sachen zu ernten. Man kann sich auch sicher sein, dass alles frisch ist und ohne Düngemittel auskommt.
Bei Kräutern ist es relativ einfach, schnell gute Erfolge zu erzielen. Die meisten Kräuter sind Sonnenanbeter und brauchen in unseren Breiten einen halben Tag Sonne. Gießen ist natürlich Pflicht, aber auch hier sind einige Vertreter sehr genügsam, wie beispielsweise Thymian und Rosmarin.
Ein reines Kräuterbeet ist sehr pflegeleicht, aber ein paar Sachen sind dabei zu beachten. Der Unterboden sollte humuslos sein und darüber kommt ein sandiges Substrat, darauf die Erde und die mischt man am besten mit a bisserl Kompost.
Dann kann man Pflanzensetzlinge, Töpfchen oder Samen einsetzten;  Dill, Estragon Petersilie, Schnittlauch, Kapuzinerkresse usw.  ganz nach Gusto.
Ich persönlich finde Lavendel ganz toll, da er sowohl als Geschmacks-, als auch als Duftgeber und Dekoration immer einen guten Eindruck macht.
Die heilenden Wirkungen von Kräutern sind ja hinlänglich bekannt und so ist wirklich für alles ein Kraut gewachsen.
Es gibt bei uns auch vielerorts noch Kräuterfrauen, sogenannte Kräuterhexen, die sich hier sehr gut auskennen und das Wissen um die Heilkräfte der Natur weitergeben und mit allerhand Salben und Pasten weiterhelfen. Und wie alles, hat auch das in unserer modernen Gesellschaft von heute seine Berechtigung finde ich. Früher ist auch manch ein Leiden durch die natürlichen Heilkräfte der Natur gelindert worden und dieses Wissen sollte nicht verloren gehen. Und wenn sich Ihnen einmal die Möglichkeit bietet werden Sie sicher von den Tipps und Tricks, die Sie von den Kräuterkundigen bekommen, begeistert sein.
Meine Mutter war beispielsweise schon immer von Hildegard von Bingen und ihrem umfassenden Wissen im Bereich der Kräuterkunde, welches teilweise noch bis heute fast unverändert so gelehrt wird, sehr angetan.
Wo wir schon mal bei meiner Mutter sind, sie macht den besten Wildkräutersalat der Welt, der nur noch von ihrem Gurken-Kräutersalat übertroffen wird. Wie man schnell merkt, meine Mama ist einfach die Beste.
Muas ja auch amoi gsagt werden. So!
Was man natürlich nicht vergessen darf ist, dass Kräuter super schmecken und jedem Gericht seinen eigenen Charakter geben. Auch dekorativ sind Kräuter nicht aus der Küche wegzudenken, denn sie geben manch einer Kreation den letzten Schliff.
Noch ein kleiner Tipp beim Anlegen eines kleinen Kräutergartens: Wenn man Thymian um den Kräutergarten pflanzt, dann hält das die Schnecken ab, denn die sind nämlich gar keine Thymian Fans und die anderen Kräuter können ungestört wachsen.
Ich werd jetzt aber mal mit der Schreiberei aufhören und meinen Kräutergarten fertigmachen und freu mich schon jetzt auf die ersten Triebe.
Für Sie habe ich heute ein kleines Rezept für Kräuterbutter, vielleicht eröffnet ja der ein oder andere die Grillsaison diese Woche.
Kräuterbutter
6 Zweigerl Petersilie
1 Zweigerl Estragon
3 Blätter Liebstöckel
1 Zweigerl Zitronenthymian
3 Blatt Bärlauch
1 Knoblauchzehe
2 Msp Paprikapulver
1 Msp Madras Curry
2 Tropfen Worchester Sauce
100g Butter
Saft einer halben Limette
Abrieb einer ½ Limette
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Die Kräuter waschen, zupfen, trockentupfen und fein hacken. Die Butter schaumig schlagen und mit dem gehackten Knoblauch und den Gewürzen, dem Zitronenabrieb und dem Limettensaft vermischen. Nach Gusto nachwürzen, wenn es a bisserl kräftiger sein soll, und auf ein Butterbrotpapier geben.
Eine Rolle formen und ins Butterbrotpapier einrollen. Im Kühlschrank fest werden lassen und zu einem schönen Stückerl Grillfleisch genießen.
Viel Spaß beim Nachkochen,
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 12. April 2013

Bella Gelato ! Eisverführungen in München


Bella Gelato ! Eisverführungen in München
 
                                   Bild copyright N.Gerodez

Liebe Schlemmerleser,

die Vögel beginnen zu zwitschern, die Natur gibt ihr Bestes und zaubert mit Krokussen und Schneeglöckchen die ersten Blüten in die Landschaft.

Die Temperaturen werden sommerlich und schon sind die Eiscafe´s und Eisdielen wieder mit den ersten Gästen gefüllt.

München mit seinem fast schon italienischen Charme hat hier natürlich auch einiges zu bieten.

Es gibt in München ausgezeichnete Gelatieri, die ein super Eis machen.

In diesem Zusammenhang sollte man auch nie die italienischen Kaffeespezialitäten vergessen ( von denen ich eindeutig zu viele trinke J), die wir alle so lieben.

Meine Favoriten sind hier leicht gefunden.

Das Eiscafé Sarcletti in der Nymphenburgerstrasse ist der reine Wahnsinn für alle Eisfans. Hier gibt es über 50 Sorten und die Geschmackskombinationen sind einfach göttlich. Hier wird immer wieder  mit besten Produkten an neuen, ausgefallenen Sorten gearbeitet. Für mich der absolute  Eishimmel.

Mein zweiter Tipp ist die Eisdiele Ballabeni in der Theresienstrasse. Wer hier einmal in der meterlangen Schlange gewartet hat, um dieses köstliche Eis zu bekommen, weiß warum. Es ist so frisch und schmackhaft, dass einem die Glückshormone nur so ins Gehirn schießen und man bekommt auch hier sehr ausgefallene Sorten. Was auch noch sehr „Cool“ ist,  wenn man noch eine Sorte kosten möchte, gibt´s sogar noch ein Probierlöffelchen. Sehr toller Service, der begeistert.

Es gibt natürlich in München noch viel mehr ausgezeichnete Eiscafés und wir haben hier wirklich sehr viele gute Eisdielen. Vielleicht haben Sie ja auch mal einen Tipp für mich, ich würd mich freuen.

Jetzt ist es soweit, von dem ganzen Geschreibe hab ich jetzt Lust auf Eis bekommen.

Um auch Ihnen Zuhause ein Gelato zu ermöglichen, anbei noch ein sehr einfaches Rezept, das Sie leicht nachmachen können.

Blütenhonig-Limetten Sorbet:

Zutaten:

100g Blütenhonig
Saft von 4 Limetten
300ml Naturjoghurt
Etwas Minze oder Limettenschale als Dekoration.

Zubereitung:
Den Honig mit dem Limettensaft ganz leicht erwärmen und anschließend mit dem Joghurt in einer Schüssel zu einer glatten Masse verrühren. Nach Geschmack noch frische gehackte Minze zugeben und in einer Eismaschine kalt rühren.

Wenn Sie keine Eismaschine haben, dann stellen Sie die Schüssel einfach in das Eisfach und rühren alle 25 min kräftig um, damit es auch schön cremig wird.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende,

Mit genießerischen Grüßen,
 Ihr
Alexander Reiter

Montag, 8. April 2013

Rhabarber - ein Zuagroaster


Rhabarber - ein „Zuagroaster“
 

Liebe Schlemmerleser,

heute wollen wir uns mit dem Rhabarber beschäftigen, den man jetzt langsam wieder auf den Wochenmärkten und im Gemüseregal findet.

Fälschlicherweise meistens als Obst bezeichnet, gehört er eigentlich zur Familie der Staudengemüse.

Es gibt ihn bei uns in Deutschland schon seit 150 Jahren und eigentlich ist er in Tibet und China beheimatet, somit kein echter Bayer, also eher ein Zuagroaster!!

Wir mögen ihn trotzdem und schmecken tut er auch noch guad. Na, das spricht eigentlich für ihn und da er bei uns so einfach und genügsam wächst und sich selten beschwert, ist er ja fast schon heimisch. Also wollen wir mal ein Auge zudrücken, was zählt, ist, dass er jetzt auch in Bayern daheim ist und das beweist seinen guten Geschmack für den schönsten Fleck auf Gottes Erden. Er weiß halt auch, wo es schön ist, aber so geht’s den meisten, die zu uns kommenJ

Aber mal im Ernst, es würde im Frühling was fehlen, wenn es keinen Rhabarber gäbe.

Von April bis zum Johannistag am 24. Juni ist Rhabarbersaison. Es gibt ihn in mehreren Sorten, wobei die grünen Sorten eher sauer und die roten Sorten eher süß schmecken.

Wenn man Rhabarber kauft sollte man darauf achten, dass die Schnittstellen nicht ausgetrocknet sind und die Stange schön fest ist.

Ich persönlich mag am liebsten die leicht rosa fleischigen Rhabarberstangen, denn daraus kann man am besten Kompott kochen.
 
copyright N.Gerodez

Mein Rezept hab ich Ihnen mal aufgeschrieben und es ist super einfach nach zu kochen.

Zutaten:

550g Rhabarber

0,25 ltr Rosé

0,1ltr Grenadine

140g Zucker

Etwas Orangenabrieb

Zubereitung:

Den Rhabarber gut waschen und in ca. 2cm lange Stücke schneiden.

Rosé, Grenadine und Zucker zum Kochen bringen, den Rhabarber dazugeben und bei kleiner Hitze ca. 15 min köcheln lassen. Danach in eine Schüssel umfüllen und im Fond auskühlen lassen.

In einem tiefen Teller anrichten, mit Joghurteis oder Erdbeereis anrichten und mit Minze oder Melisse dekorieren.

Viel Spaß beim Nachkochen,

Genießen Sie die ersten Sonnenstrahlen,

Ihr Alexander Reiter

Donnerstag, 4. April 2013

Frühlingszeit - Bärlauchzeit!


Frühlingszeit-Bärlauchzeit!
 

Liebe Schlemmerfreunde,

endlich ist es jetzt soweit, jetzt ist wieder Bärlauchzeit.

Dieses Jahr zwar später als sonst, aber endlich ist es wieder soweit, der Bärlauch ist da!

Normalerweise wächst der Bärlauch von März bis April bei uns, dieses Jahr wird sich das alles ein wenig nach hinten verschieben, dass heißt, es sollte Bärlauch bis Ende April in Hülle und Fülle geben.

Danach fängt er zu blühen an und hat sehr schönen kleine weißen Blüten;  dies läutet dann auch schon das Ende der Bärlauchzeit ein, denn wenn der Bärlauch blüht, sollte man ihn nicht mehr pflücken, weil er dann kein gutes Aroma mehr hat. Bei unseren Freunden (Preussen) jenseits des Weißwurstäquators heißt er, glaub ich, auch Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch, aber wir sind ja Gott sei Dank in Bayern, da hoast des Bärlauch.

Ich war heute Morgen das erste Mal mit dem Radl unterwegs und hab mir an Bärlauch geholt, um mir heut ein schönes Bärlauch-Pesto zu machen. Es war zwar a bisserl frisch heut früh, aber der Bärlauch war schon da und hat am Waldrand auf mich gewartet. Wo genau, das verrat ich natürlich nicht, weil sonst morgen für mich nichts mehr da istJ, aber man findet Bärlauch bei uns im Alpenraum eigentlich überall  da, wo es schattig und feucht genug ist. Meistens aber an Hängen, am Rand von Laubwäldern oder an kleinen Bächen.

Wenn Sie dann mit einem Eimer und einem Taschenmesser auf der Suche sind, merken Sie meistens schon vorher,  wo der Bärlauch wächst, weil man es schon aus einiger Entfernung riechen kann. Der Geruch ist eine Mischung aus Lauch und Knoblauch und ich riech das wahnsinnig gern, weil das für mich wie der Startschuss in den Frühling ist. Wenn man dann das erste Blatt in der Hand hat und zerreibt, steigt einem dieses traumhafte Aroma direkt in die Nase.

Einen kleinen TIP noch zum Verzehr:  Der Bärlauch entfaltet nur frisch sein volles Aroma und sollte auch immer sehr zeitnah verwendet werden. Wenn man ihn erhitzt, verliert er das Meiste seines Geschmacks,  was schade wäre.

Und wenn Sie Zeit haben, raus in die Natur und genießen Sie beim Bärlauch pflücken die ersten Sonnenstrahlen und den Frühling.

Damit ich nicht der Einzige bin, der ein Bärlauch-Pesto bekommt,  anbei mein Rezept für heute.

Zutaten:

150g Frischer Bärlauch

50g Hartkäse (z.B Bergkäse von der Naturkäserei Tegernsee)

30g Haselnüsse

100ml Olivenöl

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Bärlauchblätter waschen und in Streifen schneiden. Die Haselnüsse grob hacken. Dann Bärlauchblätter und Haselnüsse in einen Mörser oder Moulinette geben, zerkleinern bzw. mörsern und mit dem Olivenöl aufmontieren, nach und nach den geriebenen Bergkäse zugeben.  Je nach Gusto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn Sie dann frische Nudeln wie Tagliatelle oder Parpadelle haben und diese mit dem Pesto vermischen und noch a bisserl Bergkäse darüber reiben und einige Blätter Bärlauch als Dekoration darüber geben, geht echt die Sonne auf.

Die besten Sachen sind eben doch die einfachsten. Gute frische Produkte und Spaß am Kochen und dann sollte das eine echt einfache Sache sein.

Aber jetzt hab ich Hunger bekommen,

Ich wünsche eine schöne Bärlauchzeit,
Bleiben Sie genießerisch,

Ihr Alexander Reiter