Donnerstag, 4. April 2013

Frühlingszeit - Bärlauchzeit!


Frühlingszeit-Bärlauchzeit!
 

Liebe Schlemmerfreunde,

endlich ist es jetzt soweit, jetzt ist wieder Bärlauchzeit.

Dieses Jahr zwar später als sonst, aber endlich ist es wieder soweit, der Bärlauch ist da!

Normalerweise wächst der Bärlauch von März bis April bei uns, dieses Jahr wird sich das alles ein wenig nach hinten verschieben, dass heißt, es sollte Bärlauch bis Ende April in Hülle und Fülle geben.

Danach fängt er zu blühen an und hat sehr schönen kleine weißen Blüten;  dies läutet dann auch schon das Ende der Bärlauchzeit ein, denn wenn der Bärlauch blüht, sollte man ihn nicht mehr pflücken, weil er dann kein gutes Aroma mehr hat. Bei unseren Freunden (Preussen) jenseits des Weißwurstäquators heißt er, glaub ich, auch Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch, aber wir sind ja Gott sei Dank in Bayern, da hoast des Bärlauch.

Ich war heute Morgen das erste Mal mit dem Radl unterwegs und hab mir an Bärlauch geholt, um mir heut ein schönes Bärlauch-Pesto zu machen. Es war zwar a bisserl frisch heut früh, aber der Bärlauch war schon da und hat am Waldrand auf mich gewartet. Wo genau, das verrat ich natürlich nicht, weil sonst morgen für mich nichts mehr da istJ, aber man findet Bärlauch bei uns im Alpenraum eigentlich überall  da, wo es schattig und feucht genug ist. Meistens aber an Hängen, am Rand von Laubwäldern oder an kleinen Bächen.

Wenn Sie dann mit einem Eimer und einem Taschenmesser auf der Suche sind, merken Sie meistens schon vorher,  wo der Bärlauch wächst, weil man es schon aus einiger Entfernung riechen kann. Der Geruch ist eine Mischung aus Lauch und Knoblauch und ich riech das wahnsinnig gern, weil das für mich wie der Startschuss in den Frühling ist. Wenn man dann das erste Blatt in der Hand hat und zerreibt, steigt einem dieses traumhafte Aroma direkt in die Nase.

Einen kleinen TIP noch zum Verzehr:  Der Bärlauch entfaltet nur frisch sein volles Aroma und sollte auch immer sehr zeitnah verwendet werden. Wenn man ihn erhitzt, verliert er das Meiste seines Geschmacks,  was schade wäre.

Und wenn Sie Zeit haben, raus in die Natur und genießen Sie beim Bärlauch pflücken die ersten Sonnenstrahlen und den Frühling.

Damit ich nicht der Einzige bin, der ein Bärlauch-Pesto bekommt,  anbei mein Rezept für heute.

Zutaten:

150g Frischer Bärlauch

50g Hartkäse (z.B Bergkäse von der Naturkäserei Tegernsee)

30g Haselnüsse

100ml Olivenöl

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Bärlauchblätter waschen und in Streifen schneiden. Die Haselnüsse grob hacken. Dann Bärlauchblätter und Haselnüsse in einen Mörser oder Moulinette geben, zerkleinern bzw. mörsern und mit dem Olivenöl aufmontieren, nach und nach den geriebenen Bergkäse zugeben.  Je nach Gusto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn Sie dann frische Nudeln wie Tagliatelle oder Parpadelle haben und diese mit dem Pesto vermischen und noch a bisserl Bergkäse darüber reiben und einige Blätter Bärlauch als Dekoration darüber geben, geht echt die Sonne auf.

Die besten Sachen sind eben doch die einfachsten. Gute frische Produkte und Spaß am Kochen und dann sollte das eine echt einfache Sache sein.

Aber jetzt hab ich Hunger bekommen,

Ich wünsche eine schöne Bärlauchzeit,
Bleiben Sie genießerisch,

Ihr Alexander Reiter