Dienstag, 16. April 2013

Kräuter- aus dem eigenen Garten!


Kräuter- aus dem eigenen Garten!
Kräutertöpfchen wie hier auf dem Bild sind schön, aber wie wär´s mal mit Kräutern aus dem eigenen Garten?
Wenn man frische Kräuter für seine Gerichte benutzen will, ist es am schönsten, wenn man die Kräuter aus dem eigenen Garten verwenden kann.
Bei mir geht’s jetzt wieder los. Das Beet vorbereiten, a Bisserl Humus und auch das Unkraut muss raus. So komm i noch dazu an die frische Luft und Spaß macht´s auch noch.
Es macht Freude seine eigenen Kräuter im Garten sprießen zu sehen und es ist einfach toll seine eigene Sachen zu ernten. Man kann sich auch sicher sein, dass alles frisch ist und ohne Düngemittel auskommt.
Bei Kräutern ist es relativ einfach, schnell gute Erfolge zu erzielen. Die meisten Kräuter sind Sonnenanbeter und brauchen in unseren Breiten einen halben Tag Sonne. Gießen ist natürlich Pflicht, aber auch hier sind einige Vertreter sehr genügsam, wie beispielsweise Thymian und Rosmarin.
Ein reines Kräuterbeet ist sehr pflegeleicht, aber ein paar Sachen sind dabei zu beachten. Der Unterboden sollte humuslos sein und darüber kommt ein sandiges Substrat, darauf die Erde und die mischt man am besten mit a bisserl Kompost.
Dann kann man Pflanzensetzlinge, Töpfchen oder Samen einsetzten;  Dill, Estragon Petersilie, Schnittlauch, Kapuzinerkresse usw.  ganz nach Gusto.
Ich persönlich finde Lavendel ganz toll, da er sowohl als Geschmacks-, als auch als Duftgeber und Dekoration immer einen guten Eindruck macht.
Die heilenden Wirkungen von Kräutern sind ja hinlänglich bekannt und so ist wirklich für alles ein Kraut gewachsen.
Es gibt bei uns auch vielerorts noch Kräuterfrauen, sogenannte Kräuterhexen, die sich hier sehr gut auskennen und das Wissen um die Heilkräfte der Natur weitergeben und mit allerhand Salben und Pasten weiterhelfen. Und wie alles, hat auch das in unserer modernen Gesellschaft von heute seine Berechtigung finde ich. Früher ist auch manch ein Leiden durch die natürlichen Heilkräfte der Natur gelindert worden und dieses Wissen sollte nicht verloren gehen. Und wenn sich Ihnen einmal die Möglichkeit bietet werden Sie sicher von den Tipps und Tricks, die Sie von den Kräuterkundigen bekommen, begeistert sein.
Meine Mutter war beispielsweise schon immer von Hildegard von Bingen und ihrem umfassenden Wissen im Bereich der Kräuterkunde, welches teilweise noch bis heute fast unverändert so gelehrt wird, sehr angetan.
Wo wir schon mal bei meiner Mutter sind, sie macht den besten Wildkräutersalat der Welt, der nur noch von ihrem Gurken-Kräutersalat übertroffen wird. Wie man schnell merkt, meine Mama ist einfach die Beste.
Muas ja auch amoi gsagt werden. So!
Was man natürlich nicht vergessen darf ist, dass Kräuter super schmecken und jedem Gericht seinen eigenen Charakter geben. Auch dekorativ sind Kräuter nicht aus der Küche wegzudenken, denn sie geben manch einer Kreation den letzten Schliff.
Noch ein kleiner Tipp beim Anlegen eines kleinen Kräutergartens: Wenn man Thymian um den Kräutergarten pflanzt, dann hält das die Schnecken ab, denn die sind nämlich gar keine Thymian Fans und die anderen Kräuter können ungestört wachsen.
Ich werd jetzt aber mal mit der Schreiberei aufhören und meinen Kräutergarten fertigmachen und freu mich schon jetzt auf die ersten Triebe.
Für Sie habe ich heute ein kleines Rezept für Kräuterbutter, vielleicht eröffnet ja der ein oder andere die Grillsaison diese Woche.
Kräuterbutter
6 Zweigerl Petersilie
1 Zweigerl Estragon
3 Blätter Liebstöckel
1 Zweigerl Zitronenthymian
3 Blatt Bärlauch
1 Knoblauchzehe
2 Msp Paprikapulver
1 Msp Madras Curry
2 Tropfen Worchester Sauce
100g Butter
Saft einer halben Limette
Abrieb einer ½ Limette
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Die Kräuter waschen, zupfen, trockentupfen und fein hacken. Die Butter schaumig schlagen und mit dem gehackten Knoblauch und den Gewürzen, dem Zitronenabrieb und dem Limettensaft vermischen. Nach Gusto nachwürzen, wenn es a bisserl kräftiger sein soll, und auf ein Butterbrotpapier geben.
Eine Rolle formen und ins Butterbrotpapier einrollen. Im Kühlschrank fest werden lassen und zu einem schönen Stückerl Grillfleisch genießen.
Viel Spaß beim Nachkochen,
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

Kommentare:

  1. Rezept klingt toll, aber ich weiß nicht, was ein msp ist. Löffel voll?

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    1. Lieber Schlemmerleser,
      MSP steht in diesem Fall für Messerspitze, also für "a bisserl".
      Viel Spaß beim Rezept.

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  2. Ich werde das Rezept mal ausprobieren! Dann kann ich angeben das ich "Hausgemachte" Kräuterbutter serviere!!! Kaufen kann ja jeder ;-)

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