Montag, 26. August 2013

Von Newton, Tell und Granny Smith!


Von Newton, Tell und Granny Smith!

Ich sitz manchmal so unter meinem Apfelbaum in der Wiesn und lass es mir gut gehn, meistens mit am Buch oder ich genieß einfach nur die Sonne und schau meinen Äpfeln beim Wachsen zu.
Es ist schon der Hammer, wie dieses kleine Kernobst die Welt auf den Kopf gestellt hat. Ein ganz besonderer Vertreter der Früchte, der die Jahrhunderte hinweg viele Namen und Bedeutungen bekommen hat und untrennbar mit der Geschichte verwoben scheint .
Das älteste kultivierte Obst der Welt kommt wahrscheinlich ursprünglich aus der Kaukasusregion und kam wahrscheinlich über Griechenland nach Italien und von da aus über die Alpen zu uns.
Es ist beindruckend, wenn man weiß, dass es auf der Welt über 20000 Sorten Äpfel gibt und sie den größten Teil der Obsternte der Welt ausmachen. Was für eine Frucht!
Angefangen vom Sündenfall, als die liebe Eva uns Männern das ewige Manna Trinken im Paradies versaut hat, bis zur Antike, als der Apfel für Liebe und Fruchtbarkeit stand, bekam unser fruchtiger Freund immer neue Bedeutungen. Im Mittelalter galt der Apfel als Symbol der Macht der Herrschenden.
Wie man sieht, ein echt cooles Früchtchen mit einem irren Lebenslauf!
Und wenn ich so unter meinem Baum sitz, darf man natürlich nicht die Ereignisse vergessen, die unser Freund ins Rollen gebracht hat. Als Isaac Newton der Apfel auf die Rübe fiel und ihn zum Nachdenken über die Schwerkraft brachte. Ein großer Moment, ausgelöst durch unseren kleinen Vitaminspender.
Oder  Schillers Tell, mal echt ein Glück für den Walter, dass Äpfel nicht kleiner sind, sonst hätt der Wilhelm wahrscheinlich Probleme bekommen.
Und dann war da noch die Granny  Smith, keine Ahnung, wer die Oma war, aber die Beatles machten den Apfel zum Symbol ihres Record Labels.
Es gibt da noch viele andere Apfelgeschichten, angefangen vom sexy Schneewittchen bis zu dem Hinterhof Computernerd mit seinem Apfelcomputer.
Aber mal ehrlich, ist eigentlich alles wurscht, er schmeckt  einfach unfassbar. Sorte für Sorte einzigartig. Mal süß wie die Sünde, mal sauer, mal aromatisch.
Er bereichert unser Leben um so vieles. Apfelkuchen, Saft, gebacken oder als Apfelmus. Geliebt von Jung und Alt und einer der beliebtesten Snacks der Welt!
Ich könnte mir eine Welt ohne Äpfel nicht vorstellen, aber jetzt soll´s gut sein für Heut.
Der letzte Gedanke, der mir jetzt durch den Kopf schießt, heißt Apfelkücherl - mit Vanillesauce. Wenn ich es schaff, jetzt aufzustehen, mach ich mir a paar oder ich bleib einfach noch a bisserl liegen unter meinem Apfelbaum!
Bleiben Sie genießerisch,
Ihr
Alexander Reiter

Kommentare:

  1. Auch super sind Apfelpfannkuchen oder Apfelgelee. Aber am besten sind sie immer noch einfach so!!!

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    1. Da haben Sie recht.Ein saftiges Apferl ist schon was tolles.Am besten vom eigenen Baum !

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