Montag, 23. September 2013

O´Zapft is- auf zur Wiesn!


O` Zapft is - auf zur Wiesn!

Am Samstag war es wieder soweit. Die Wiesen 2013 ist eröffnet. Christian Ude hat in gewohnt souveräner Art mit nur 2 Schlägen angezapft und ab geht´s mit dem Oktoberfest. Zwischen 9,40 € und 9,85 € kostet die Maß heuer und die Zelte sind wie immer gerammelt voll. Es werden wieder über 6 Millionen Besucher erwartet auf unserer Wies´n und es gibt wieder die schönsten Schmankerl,  die auf die Gäste aus aller Welt warten. Enten, Schweinshaxen, Ochsen, Hendl und vieles mehr wird in irren Mengen verspeist. An den Standl´n gibt’s  Würstl und Fischsemmeln und eine Vielzahl an anderen Speisen, welche einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Die meisten Leut sind in Tracht und ganz München schaut richtig fesch aus. Respekt!
Was bei der Wiesn so schee ist,dass jedes Zelt seinen eigenen Charakter hat. Des ist toll, weil man kann so jeden Wies´n Tag eine andere Atmosphäre erleben und natürlich fast jeden Tag ein anderes guades Wies´n Bier. Prost!
Begonnen hat des Ganze eigentlich ganz anders. Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese wurde von den Stadtmauern Münchens  ein Pferderennen abgehalten. Seit dem heißt das Gelände auch Theresienwiese, woraus dann umgangssprachlich die Wiesn wurde.
Aber zurück zum Wichtigen: Was brauch ich für einen Wiesenbesuch?  Bei den Madeln, klar ein Dirndl, bei den Buam einen leichten Bieranzug (Lederhosen) und an guaden Durscht und Hunger. Meditative Ruhe für das Warten vor dem Zelt und, a bisserl Geld wär auch ned schlecht. Dann kann´s schon losgehen, mit der Gaudi. Sollte man mal seine Frau verlieren, gibt’s auf der Wiesn  auch ein eigenes Polizeirevier mit Fundbüro.(nicht, dass das schon mal jemandem passiert wäreJ)
Jetzt aber reinghupft in den leichten Bieranzug und ab zur Wiesn! Wo is mei  Frau scho wieder?
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 15. September 2013

Hurra,hurra - die Kürbisse sind da!


Hurra, hurra - die Kürbisse sind da!
Als ich letzte Woche die ersten Kürbisse am Straßenrand gesehen hab, konnt ich nicht anders und hab gleich mal angehalten und mir des ganze näher angeschaut. Ein schönes Standerl war des mit Hokkaido und Muskatkürbissen, vielen schönen Zierkürbissen und natürlich wunderschönen Sonnenblumen, die ich besonders gern hab. Die Zierkürbisse schauen einfach super aus und sind die schönste Dekoration im Spätsommer und so hab ich mir gleich amoi a paar mitgenommen. A Paar Hokkaidos hab ich auch mitgenommen, und mir a scheenes Kürbissupperl gekocht, mit a bisserl Chili und steirischem Kernöl. Einfach super, so stell ich mir des vor, zum Verlieben.
Kürbisse sind botanisch mit Gurken und Zucchini verwandt und wachsen eigentlich überall und bilden je nach Sorte die unterschiedlichsten Formen und Farben aus. Der bei uns hauptsächlich vorkommende Gartenkürbis ist ein sehr beliebtes Gemüse, das sehr vielseitig verwendbar ist. Ob als Gemüse oder Suppe, Kompott oder Chutney, schmeckt er einfach super.
Es gibt bei uns im Handel sehr viele Sorten Kürbisse zu entdecken. Butternuss, Moschus oder Feigenblattkürbisse, um nur einige zu nennen. Einfach tolle Dinger!
Ich bin ja eigentlich kein Fan von Halloween, weil es so Bayrisch ist, wie ein Lama in Lederhosen, aber so ein Kürbiskuchen und die geschnitzten Kürbisse sind schon irgendwie lässig. Na ja, das kann man ja mal durchgehen lassen.
Das Kürbisschnitzen ist inzwischen eine Disziplin für sich. Es gibt hier tolle Wettbewerbe und oft kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus, was die Leute so alles aus Ihren Kürbissen schnitzen. Also abgesehen vom Geschmack sind sie auch noch  echte Hingucker.
Er ist auch gut mit anderen Aromen kombinierbar, so mach ich gerne ein Kürbis-Ingwerchutney oder einfach Kürbispüree mit einem Hauch Zimt.
Das Schönste ist, wenn man so spazieren geht, dass uns die Natur jetzt so reich beschenkt und man kann eigentlich nur dankbar sein kann - für so viel herbstliche Schönheit und geschmackliche Vielfalt.
Ich wünsch Ihnen eine schöne Woche,
Mit kulinarischen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 1. September 2013

Mit meinem Zwetschgerl beim Zwetschgen brocken!


Mit meinem Zwetschgerl  beim Zwetschgen brocken!

Gestern war i mit meinem Zwetschgerl dahoam und mir ham glei amoi  angefangen, die selbigen vom Baum zu brocken. Es war mal wieder richtig schee und es waren so viele Früchte am Baum, dass sich die Zweigerl nur so gebogen ham. Bei  Zwetschgen muss ich immer an meine Lehre denken, hier haben wir im Sommer immer Zwetschgen Datschi gemacht und unter den strengen Augen unseres Patissiers, Herrn Linseisen, musste alles immer ganz exakt sein. „Mach des gscheid, sauberer auflegen“ und viele Ratschläge mehr gab es da jeden Tag. Manchmal hat er uns auch geschimpft, wenn wir mal wieder ned genug Brösel genommen haben. So is er halt, der Linsi, ham wir uns immer gedacht. Aber wenn der Datschi  fertig aus dem Ofen kam und der Duft sich durch den Raum verteilte, war das jedes Mal was ganz besonderes und ich hab heut noch diesen Geruch in der Nase. Wir durften dann immer die Randanschnitte essen und des hat so guad geschmeckt, dass sofort wieder vergessen war, dass er uns kurz davor noch geschimpft hat.
Die Zwetschge ist die süßeste aller Pflaumenarten und eine Steinfrucht der besonderen Art. Von der Wildpflaume abstammend und verwandt mit Aprikose und Pfirsich ist sie eine sehr beliebte Frucht und sehr vielseitig verwendbar.
Daheim steht beispielsweise immer eine Flasche Zwetschgenwasser und ich finde ihn super zum marinieren oder einfach nur so zum Trinken. Es gibt ca. 2000 Pflaumensorten,  welche sich sehr in Aussehen und Geschmack unterscheiden - Reneclaude, Mirabellen oder Prunelle runden das Angebot ab und zeigen gut auf, welches Geschmacksspektrum die Pflaumenfamilie so hat.
Interessant ist, dass die Zwetschge wahrscheinlich bei seinen Kriegszügen von Alexander dem Großen eingeführt worden ist; damals in Damaskus gehandelt und bis zu uns verbreitet,  wo sie sich Dank des milden Klimas gut entwickelte.
Unsere Zwetschgen werden heute alle Datschi und ich mach ihn immer mit schönen süßen Bröseln drauf, wie damals in meiner Lehre und ich geb mir heut noch Mühe, immer sauber die Zwetschgen aufzulegen; da wäre auch mein oider Patissier noch stolz auf mi. Das Einzige, das sich geändert hat, ist, dass ich jetzt a ganzes Stückerl oder a zwei und nicht mehr nur die Anschnitte ess!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche,
mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter