Sonntag, 3. November 2013

Was für eine tolle Knolle!


Was für eine tolle Knolle!
Neulich hatte ich eine schöne Unterhaltung mit einem Kartoffelbauern über den Anbau und die Ernte der von uns allen so geliebten Knolle. Ich bin aus dem Staunen eigentlich die ganze Zeit nicht rausgekommen, denn ich war der Meinung, dass der Kartoffelanbau eine eher einfache Angelegenheit ist, aber wie meistens hab ich mich auch hier getäuscht.
 Es bedarf dem richtigen Boden für die richtige Sorte, es darf weder zu nass noch zu trocken sein und so hab ich gemerkt, dass die Kartoffel gar nicht so robust ist, wie ich immer dachte. Eher ein Softie also, mit einem geschmackvollen Inneren, der uns so begeistert. Es wurde mir auch erklärt, dass die Kartoffel eines der weltweit wichtigsten Lebensmittel ist und wir allein in Deutschland rund 10 Millionen Tonnen Kartoffeln ernten, was aber den Bedarf in Deutschland nicht einmal decken kann - da kommt man schon ins Grübeln. Mann essen wir viele Kartoffeln!  Um die 60kg Kartoffeln isst jeder von uns im Jahr und das ist schon eine Menge. Aber sie schmecken ja auch super und kaum ein Lebensmittel ist vielseitiger.
Die Kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika und wurde mit den Spaniern nach Europa gebracht, von wo aus sie nach einiger Zeit den Weg in die Herzen und Speisekammern der Menschen fand. Es gibt heutzutage fast 5000 Sorten und es kommen immer neue dazu. Die Kartoffelsorten selbst haben meist wohlklingende Frauennamen wie Lady Claire oder Desirée und sind auch in Farbe und Konsistenz sowie Geschmack sehr unterschiedlich.
Aus unserem Bayern ist die Kartoffel eigentlich auch nicht mehr wegzudenken. Kartoffelsalat oder Reiberdatschi, Kartoffelknödel oder einfach nur Bratkartoffeln oder Püree. Ich mach mir heut, glaub ich, a Kartoffelsupperl und genieß den Sonntag.
Und bei all dem sollte man nie vergessen denen zu danken, die diese Wunderknollen aus dem Boden holen - unseren Landwirten! Vergelt´s Gott!
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche,
Mit kulinarischen Grüßen,
Alexander Reiter