Dienstag, 21. Januar 2014

Schmankerlparadies Skihütte!


Schmankerlparadies Skihütte!


Manchmal, im Winter, reisst´s mi raus, da juckts mi und dann geht´s wieder los. I muas Skifoan gehen! Also alle wichtigen Sachen eingepackt, Ski, Stöcke, Skischuh, Frau und ois, was ma so braucht, für an coolen Skitag. Ab ins Auto und rauf die Autobahn. Das Schöne am wundervollen München ist, dass wir in 1,5-2 Std überall sein können, wo es schee fui Schnee gibt.
Die Sonne scheint, Pulverschnee und die Pisten frei. G'schmissen hat´s mich auch noch nicht, also  schöner geht es ned oder ?
Und doch lieg ich wieder mal falsch, da war sie; lag direkt vor mir, mit Terrasse und scheene Wolldecken auf den Stühlen -die Skihütten.
Ich hatte es fast schon vergessen, aber eine gute Skihütten ist ein wahres Schmankerlparadies -Hunger!!!
Bitte lieber Gott, jetzt noch a geile Speisekarten und ich bin die nächsten Wochen brav.
„Griast Euch, was wollt`s denn trinken“ fragte gleich die sympathische Kellnerin, als wir uns hingesetzt hatten. Schee, erst amoi a Weißbier.

Die Speisekarte wurde gebracht und echt, ich hab kurz aufgeschaut zum Himmel, denn es war wirklich so toll, dass ich gar ned gewusst hab, was ich bestellen sollte.

Schmalzbrot, Brotzeitteller, Gulaschsuppe, Röstipfandl  und Gröstl  waren die ersten Sachen, die mir ins Auge stachen. Es ging weiter mit Wildgulasch, Kasspätzle und klar, einem Schweinsbraten.
Aber auch Raclette und Käsefondue waren drauf, echt super!  Als Desserts gab es Topfen - & Apfelstrudel, und des Schönste war, es war alles hausgemacht.
Echt beeindruckend, weil das heutzutage nicht mehr so selbstverständlich ist, wie früher. Ich weiß das, weil ich immer, wenn ich irgendwo essen geh, schau, wie es in der Küche ausschaut, wenn es irgend möglich ist. Hier war die Küche zum Flur hin offen und man konnte sehen, wie der Topfenstrudel im Reindl zum Auskühlen und der Apfelstrudel fertig zu schieben auf dem Tisch vor dem Backofen standen – cool!
Ich hab a schönes  Röstipfandl gegessen und meine Frau ein Omelett mit Schinken. Danach haben wir uns beide einen Topfenstrudel geteilt und es gab einen kloanen Verdauungsschnaps.

So gestärkt fühlte ich mich wie im siebten Himmel. Es bewahrheitet sich immer wieder, dass die bodenständige Küche einfach unschlagbar ist und wenn es auch noch so authentisch rübergebracht wird, umso toller. Glücklich, zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht ging es für uns wieder raus auf die Piste.
Ski angeschnallt und lässig runter zum Auto wedeln. Von wegen, die ersten Schwünge waren ja noch recht guad, aber dann, na ja, kam es irgendwie zu aerodynamischen Turbulenzen und schon lag ich im Schnee. Meine Frau konnte  gar nimmer aufhören zu lachen und bei mir war der Schnee überall. Wieder aufgerappelt, beutelte ich mir die weiße Pracht aus dem Haaren und es ging weiter. „Blöde Schwerkraft, hä“ war alles was meine bessere Hälfte lächelnd zum Besten gab, als wir unten ankamen. Aber wurscht, es war ein traumhafter und gelungener Tag!
Liebe Schlemmerleser, ist es nicht wunderbar, den Winter zu genießen und zum Schlemmen ist doch immer Zeit, oder?
„Carpe Diem“ -  Nutzen Sie den Tag, denn das Leben ist zu kurz, um daheim Tiefkühlpizza zu essenJ
Mit winterlichen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Kommentare:

  1. Jausenbrettl und a Skiwasser und die Welt ist in Ordnung :-) !!!!!

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