Sonntag, 23. Februar 2014

Mei san de guad!


„Mei san de guad“ !
Immer Sonntags hole ich bei meinem Bäcker um die Ecke meine Semmeln für´s Frühstück. Noch a Zeitung eingepackt und für gewöhnlich bin ich dann auch schnell wieder auf dem Weg. Heute lief des irgendwie anders.
Ich komme zu meinem Bäcker, sie fragt schon wie jede Woche „Hallo Alex, Brezensemmel und a Kürbiskern?“ Ja klar, super. Während sie meine Sachen zusammenpackte, ließ ich meinen Blick so in der Auslage schweifen und da war es passiert. Da lagen 20 Sorten Faschingskrapfen mit verschiedenen Füllungen Glasuren und Himmel, die haben echt wahnsinnig guad ausgeschaut. Da ich  ein Musterbeispiel an Selbstkontrolle bin, war das natürlich kein Problem für mich.
 Ich hab von jeder Sorten einen gekauft.
 Als ich heim kam mit 2 Semmeln und 20 Krapfen und sie so auf den Tisch ausbreitete, kam von meiner Frau nur der „ Are you crazy Look“, den ich in öfter bekomm.  Mit einem „Wer kommt zu Besuch? Die Simpsons?“ verschwand sie im Bad. Zugegeben, es war irgendwie a Lustkauf und die Kalorien reichen, glaub ich, für die halbe Nachbarschaft, aber man gönnt sich ja sonst nix.
Um die Krapfen ranken sich viele Geschichten; so gibt es verschiedene Erzählungen wo und wie er  entstanden ist. Die einen sagen, der Krapfen ist in den Klöstern um 12hundert entstanden. Ein einfaches Gebäck , das die Mönche „Craphun“ nannten. Andere schreiben die Entstehung der Bäckerin Cäcillie Krapf zu, die im 17ten Jahrhundert die ersten Krapfen als Cillykugeln anbot.
Heutzutage gibt es die Krapfen in unzähligen Varianten und sie sind in der Faschingszeit nicht mehr wegzudenken.
Anbei mein Krapfenrezept, damit Sie sich auch dahoam a paar eigene Faschingskrapfen backen können.
Ich biete mich auch gerne als Krapfentester an – nun aber ab in die Küche:-)
Faschingskrapfenrezept:
Zutaten für ca. 16 Stück
500g griffiges Mehl
40g Hefe
3/8 ltr. Milch
55g Kristallzucker
100g Butter
6 Eigelb
Marillenmarmelade zum Füllen
Fett zum Backen
Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung:
Butter schaumig rühren, Zucker langsam einrühren und anschließend nach und nach die Eigelbe zugeben. Ein Dampferl herstellen - mit Mehl und der in der warmen Milch aufgelösten Hefe und einer Prise Salz. Die Butter, Eiermasse und das Dampferl  zu einem Teig zusammenarbeiten. Den Teig   gehen lassen und Fingerdick ausrollen. Kreise ausstecken und wiederum gehen lassen. In Backfett bei mittlerer Hitze Golden braun ausbacken. Nach dem Backen die Krapfen gut abtropfen und auskühlen lassen. Nun noch mit einer Krapfentülle die Marillenmarmelade in die Mitte spritzen und genießen.
Der Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt, also auf geht´s.
Ich ess jetzt erst mal ein paar superleckere Krapfen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Fasching,
Mit närrischen Grüßen,
ihr Alexander Reiter

Sonntag, 9. Februar 2014

Ein Ode an die Köche!

Eine Ode an die Köche!

Wie wunderbar ist doch der Koch. So einzigartig und verrückt, so leidensfähig und entzückt. So kreativ und engagiert. Meist im Hintergrund und doch der Star. Manchmal laut und manchmal leise. Manchmal genial und immer fleißig.
Im eigenen Universum lebend und  doch mittendrin, strebt der Koch in seinem Sinn nach Neuem und nach Altem, nach Feinem und Deftigem, nach Frischem und Gereiftem.
Und immer im Blick - des Gastes Glück.
Nach Sternen strebend und doch meist im Schatten lebend. Auf der Suche nach Geschmack , der dem Gaumen Freude macht. Nach  Anerkennung ringend, doch meist unterschätzt.
Und doch immer füreinander da, in der Gemeinschaft einfach unschlagbar.
Wer will bewerten solch Geschmack? Wer will bewerten Herz und Seele? Wer will hier der Richter sein, im täglich neuen Kampf der Genüsse.
Jeden Tag  beweist er sich und seine Kunst und findet doch die Zeit für Liebe und Zweisamkeit.
Doch wo das Licht auch Schatten ist, lachend und weinend, müde und doch wach, manchmal allein und doch immer motiviert. Beleidigt, erniedrigt  und doch unentbehrlich.
Und trotz allem, überzeugt, begeistert und vom Kochen gefesselt.
Von großen Meistern inspiriert, an der Wissenschaft noch interessiert, strebend nach dem großen Glück.
Die eigenen Ziele fest im Blick, um zu erschaffen, zu begeistern, zu veredeln und zu sein das Beste, was ihm möglich ist:
Ein Koch.
Mit Hochachtung an alle Kollegen,
Alexander Reiter