Donnerstag, 22. Mai 2014

Ein ganz normaler Sommertag in der schönsten Stadt der Welt


Ein ganz normaler Sommertag in der schönsten Stadt der Welt
Endlich ist er da, der Sommer! Die Strassencafés und Hotspots der Stadt sind gut gefüllt, in den Biergärten pulsiert das Leben und die Mittagspause fällt auch gern amoi a bissi länger aus. Vielleicht ein eiskalter Hugo auf der Leopoldstrasse und  sonnig und gut gelaunt weiter Richtung Innenstadt.
A Kugerl Eis am Platzl im Vorbeigehen und in der Stadt an Espresso im Café. Kann des Leben schöner sein? An der Isar liegen die Sonnenanbeter und im Tierpark kriagn die Eisbären langsam an Vogel, weils so hoas is. Am Eisbach wird kräftig gesurft und die Leut schauen sich gespannt die akrobatischen Darbietungen an und das Alles mitten in der Stadt. Wo gibt’s des schon, ausser bei uns.
Mei geht´s uns guad!
Bei alledem kriag i natürlich Hunger. Und genau hier ist München auch wieder Weltklasse! Ob eine Brotzeitplatten für Zwei  im Biergarten oder das Sternemenü. München bietet hier für jeden Gaumen das Richtige. Die Gasthäuser und Restaurants besinnen sich zurück auf regionale, frische Gerichte, die einfach nur schmecken und die Seele erfreuen.
In den Konditoreien der Stadt wird´s jetzt wieder fruchtiger und die Auslagen gehen mit kleinen süßen Verlockungen geradezu über.
Was einen jetzt grad von vielen Speisekarten anlächelt, sind Gerichte mit Spargel und Maibock. Hier gibt’s natürlich super Schmankerl und der Mai ist leider nicht lang genug  um alle zu probieren. Maibockschnitzerl oder Ragout, Rücken oder a scheene geschmorte Keule. Danach noch Erdbeeren als Dessert mit Schlag und schon ist man im kulinarischen Himmel. Es gibt natürlich noch viel mehr, was jetzt bei uns grad Saison hat. So schmeckt die Brunnenkresse jetzt am Besten und auch Kohlrabi, Frühkartoffeln und Mangold haben nun ihre Zeit. Ebenso schmecken Kaninchen und Hase jetzt einfach super.
Was man nicht vergessen darf, ist, wenn man Münchner ist, dann kann man natürlich nach all dem Schmankerl streß:-)) a bissi rausfahren aus der Stadt.
Vorbei an blühenden Rapsfeldern mit den Bergen im Blick geht´s  in die Natur - an den Starnberger See oder Tegernsee oder man fährt gleich durch zum Bayrischen Meer, dem Chiemsee.
 Und hier genießt man dann zum Beispiel den Sonnenuntergang auf der Seeterrasse mit am Glaserl Prosecco. Und das nennt der Münchner  dann einen ganz normalen Sommertag in der schönsten Stadt der Welt.
Mit sonnigen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 9. Mai 2014

Brutzeln in der Lederhosen,Kochen zur besten Sendezeit!


Brutzeln in der Lederhosen, Kochen zur besten Sendezeit!

Es fällt mir in der letzten Zeit manchmal echt schwer, nicht ans Kochen zu denken. Nicht zuletzt, weil auf jedem Sender, den ich einschalte, gekocht, gebrutzelt und gegrillt wird. Ich bin ja ein großer Fan von Kochsendungen, aber irgendwie gibt’s nichts anderes mehr.
Da macht der Lafer mit dem Lichter zu fast jeder Uhrzeit und auf den anderen Sendern laden sich die Fernsehköche gegenseitig zum Kochen ein. Da fehlt nur noch, dass sie in einer Arena gegeneinander antreten! Wart mal, upps, gibt’s ja auch schon! Hmmm, dann bleibt halt nur, dass Schubeck die Nachrichten verliest, mit Mälzer als Wetterfee.

Ich hätte nie geglaubt, dass ich das mal sage, aber was ist aus dem guten alten Fernsehen geworden? Die ultimative Steigerung dieses Dauerkochens wäre eigentlich nur noch ein Spielfilm mit allen unseren Lieblingen an die wir uns so gewöhnt haben.
Wie in den großen Heimatfilmen mit allen Verdächtigen. „Brutzeln in der Lederhosen“ oder so ähnlich. Das Schlimme ist, der Film hätte Spitzenquoten. Info an mich - sollt ich mir vielleicht schützen lassen, sonst läuft´s nächsten Monat  im Privatfernsehen.
Aber mal ehrlich, was vor ein paar Jahrzehnten so unschuldig, begann ist jetzt ein Massenphänomen.
Ich bin echt mal gespannt, wie lange dieser Trend noch anhält oder gibt es in 10 Jahren dann die Jamie Oliver Actionpuppe für das Kinderzimmer und die Spitzenkoch Sammelkarten mit unterschiedlichem Geruch beim Öffnen der Verpackung.
Wenn ich irgendwann mal aufwachen sollte und der erste Song im Radiowecker ist der neue Tophit als Kochrezept geträllert von Helene Fischer und Christian Rach, dann lass ich mich einweisen.
Alles Top Köche, die da die Medienwelt bevölkern, aber irgendwie zu viele für meinen Geschmack. Wer kocht denn da eigentlich noch in den Restaurants? Ach, ich vergaß, dafür machen ja einige Werbung für Fastfood, da bekommen wir dann die Kreationen serviert.
Es fällt aber auch auf, dass es einen sehr großen Unterschied zwischen den großen TV Formaten gibt. Jeder will Topmodel werden oder Superstar. Aber trotz aller kulinarischer Präsenz niemand Koch, irgendwie seltsam.
Ich wünsche Ihnen eine abwechslungsreiche  Medienwoche,
Ihr
Alexander Reiter

Freitag, 2. Mai 2014

Mai is des Schee !


Mai ist des Schee !

Im Frühling passiert in der Natur und im Garten so viel, dass man gar ned woas, wo man zuerst hinschauen soll. Die Bäume blühen in schönster Pracht und überall schießen die Kräuter und Pflanzen aus dem Boden. Dahoam is es besonders schee und ich bin glücklich über meine Obstbäume im Garten. Am Waldrand blüht nun schon der Bärlauch und in der Wiese wächst der erste Sauerampfer. Apropos Sauerampfer: Es war gar nicht so leicht meine Frau davon zu überzeugen, einen zu essen, aber nach einem Salat war sie dann doch sehr schnell begeistert. Der feine leicht säuerliche Geschmack hat sie überzeugt und das ist auch das Wichtigste. Doch speziell beim Sauerampfer gibt noch mehr zu berichten.
Seit jeher wurde er bei allerlei Beschwerden als Heilpflanze genutzt  und eine Vitamin C Bombe ist er auch noch - was will man mehr. Die jungen Blätter schmecken wunderbar und schauen auch am besten aus. Vom Ampfer gibt es mehrere Sorten und mein spezieller Favorit ist der Blutampfer, den ich besonders mag und optisch ist er das Supermodel unter den Ampfern. Überhaupt schmeckte der Salat traumhaft, vor allem weil ich ihn selbst gepflückt hab. Manchmal frag ich mich, warum ich Kräuter überhaupt noch kauf, besser ich geh einfach jeden Tag in der Früh mal ne runde spazieren - hmmm, da muss ich mal drüber nachdenken. Aber zurück zum Salat. Dazu passt zum Beispiel ein Dressing mit Blütenhonig, ein paar Erdbeeren und a bisserl Ziegenkäse und fertig ist der Energie Salat!
Draussen auf der Wiese findet man alles, was man braucht, um  spitzen Salate zu machen und gesund ist es auch noch alles - eine tolle sache. Angefangen bei Giersch über Labkraut bis hin zum Gänseblümchen.
Löwenzahn ist auch super und Brennessel, Gundelrebe, wilder Kerbel und viele andere ergeben ein echtes Power- Vitamin Feld. Und für alle hippen Vitaldrink Smoothie-Fans, hier gibt’s das alles umsonst. In der Stadt zahlt man für nen Becher um die 5€ - verrückt eigentlich.
 Die Kräuter bildeten schon lange vor der modernen Medizin die Basis unserer Gesundheit, denn es ist wirklich für alles ein Kraut gewachsen. Auch das macht das Wissen um die Kräuter noch umso interessanter für mich.
Es ist toll in Bayern zu leben! Es ist definitiv der Ort auf der Welt, der dem Paradies am nächsten kommt, landschaftlich wie kulinarisch. Und ich fühl mich manchmal wie Adam (mit a bisserl zu viel Bauch:-))
Lassen Sie es sich gutgehen, tanzen Sie durch den Mai und feiern Sie das Leben.
Ihr
Alexander Reiter