Samstag, 5. Juli 2014

Auf in den Garten, die Ribiseln san boid soweit!


Auf in den Garten , die Ribiseln san boid soweit!
                                               In a paar Tag ist´s soweit!
Als ich ein Bub war und um diese Zeit im Garten meiner Großeltern spielte, zog es mich immer an die Ribiselsträucher, von denen sie zwei Schwarze und zwei Rote hatten. Ich machte mich dann immer daran, die Beeren ausgiebig zu testen, was man in meinem Gesicht und den verschmierten Sachen immer recht gut ablesen konnte. Aber sie schmecken halt so guad und gesund sind sie auch noch.
Die Johannisbeere hat ihren Namen durch die Reifwerdung rund um den Johannitag Ende Juni und wurde im 15. Jahrhundert von Mönchen aus Osteuropa zu uns nach Bayern gebracht. Die Beere entpuppte sich schon bald als wahre Wunderpflanze,  denn neben dem wunderbaren Geschmack   wurde sie schon bald als Heilpflanze eingesetzt. Der bayrische Name Ribiseln kommt aus dem Lateinischen „Ribes“ und  hat sich bei uns und in Österreich als Bezeichnung für die guaden Beeren durchgesetzt.
                                                     Die Stachelbeere gehört zur selben Gattung
Die Johannisbeeren gehören zur Familie der Stachelbeeren und es gibt ca. 50 Sorten; die Farbpalette reicht hier von Hell bis Dunkelrot, es gibt aber auch weiße und gelbe Sorten.
Die Schwarzen Ribiseln helfen bei Schluckbeschwerden, Grippe und Keuchhusten. Die Blätter des Strauches kann man als Tee aufgießen und diese führen zur Linderung bei Verdauungsproblemen.
Die Roten Johannisbeeren regen den Appetit an und haben einen sehr hohen Salicylsäuregehalt. Insgesamt ist zu sagen, dass sie nachweislich das Immunsystem stärken und als Radikalfänger dienen - so beugen sie der Entstehung von Krebs vor.
In Frankreich wird aus den Schwarzen Ribiseln der berühmte Cassis Likör hergestellt und auch bei Gelees und Marmeladen, sowie im Dessertbereich und auch in der Herstellung  von Saft finden die kleinen Vitaminbomben Verwendung.
Ich mag sie am liebsten direkt vom Strauch, so wie früher bei der Oma und ich freu mich immer wieder, wenn ich in der Wiese sitz und sie mir schmecken lass; auch heut noch meist mit einem vom Saft verschmierten Gesicht, aber des gehört dazu. Außerdem mag meine Frau die Beeren gar nicht und da bleibt dann mehr für michJ
Ich wünsch viel Spaß beim Ribiseln brocken,
Ihr
Alexander Reiter

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