Donnerstag, 26. Februar 2015

Schmankerlgipfel am Nockherberg!


Schmankerlgipfel am Nockherberg!

“Salve, pater patriae! Bibas, princeps optime!”
Mit diesem Spruch überreicht jedes Jahr der Paulaner Chef die erste Mass Salvator dem Ministerpräsidenten
Und mei war war des a Schau heute Abend im Paulaner am Nockherberg! Der traditionelle Salvator-Starkbier -Anstich  lockte da wieder das gesamte „Who is Who“ der Münchner Gesellschaft in den festlich geschmückten Saal, der auch heuer wieder die Bühne für die Darbietungen der Künstler rund um das „Politiker derblecken“ bildete.
 Dieses Jahr schon zum fünften Mal war Luise Kinseher die Fastenrednerin und wie immer souverän und charmant zugleich meisterte sie auch dieses Jahr ihre tolle Rede. Und auf die Ohren haben alle wieder bekommen (aber wenn man ehrlich ist, nur a bisserl, weil eigentlich machen die ja schon ganz fui richtig. Und wenn sie des mit dem Länderfinanzausgleich noch hinbekommen, häng ich mir sogar ein Bild vom Herrn Seehofer in die Küche – versprochen! Ich schweife wohl ein bisschen ab) Aber alles in allem war das wieder einmal richtig schee und das hatte natürlich auch etwas mit der spitzen Teamleistung auf dem Nockherberg zu tun.

Der Herr des Nockherbergs, Herr Peter Pongratz, hat hier ein einzigartiges Team auf seiner Seite, das auch in solchen Momenten funktioniert wie ein Uhrwerk. Die gastronomische Leitung fest in der Hand und immer mit einem Lächeln auf den Lippen dirigiert Frau Sonja von Elst die Mitarbeiter durch die Veranstaltung und die nun kommende Starkbiersaison. Die 50 Mann starke Küchenbrigade wird von Herrn Andreas Geitl  seit Jahren mit einer spielerischen Leichtigkeit geführt, wie ich es selten gesehen habe.
 Da wird gebrutzelt was das Zeug hält und in einer Qualität auf den Teller gezaubert, dass es eine wahre Freude ist. Eine Wahnsinns-Mannschaft, Küche wie Service. Und wenn wir schon mal dabei sind, alles frisch gekocht mit Produkten aus der Region, mit viel Sachverstand und Liebe zum Produkt - so macht das Kochen Spaß.
Das Menü des Abends war wie folgt:

Bayerische „Vorspeisenbrotzeit“
 und Nockherberger kälberne Fleischpflanzerl

 auf lauwarmem Kartoffelsalat mit frischen Brezen

***

Salvator Schweinebraten mit Kruste, dazu zweierlei Knödel

 und lauwarmer Krautsalat

***

Vanillebuchteln mit Zwetschgeneis und Salvatorsabayon
 
Nun geht ´s am Freitag, den 27.2.2015, richtig los - bis 15.3.2015 ist am Nockherberg das Starkbierfest und ganz München ist eingeladen sich am Fastenbier zu stärken; es wäre ja schlimm, wenn die halbe Stadt vom Fasten noch einen Schwächeanfall bekommt, des geht natürlich ned. Also, auf zum Starkbierfest. Ich bin natürlich auch da und feier was das Zeug hält (in der Küche natürlich)
Aber immer daran denken: Wenn Sie in der Früh in Lederhosen im Biergarten vom Nockherberg aufwachen, dann war es wohl eine Maß Starkbier zu viel.
Mit bierseligen Grüßen,
Ihr
Alexander Reiter

Sonntag, 8. Februar 2015

Fasching, Fisch und Fastenzeit

Fasching, Fisch und Fastenzeit

Helau und Alaaf liebe Schlemmerleser. Die Faschingszeit hat uns ja grad fest im Griff; da läuft der Hund mit Clownsnase verkleidet durch den verschneiten Garten, da wird der Sepp zur sexy Krankenschwester und es folgt eine Party auf die Nächste.

Kinderfasching, Sportlerball  und Faschingsumzüge in und um München lassen bei uns die närrischen Herzen höher schlagen. Bier und Wein fließen in Strömen und des ein-oder andere Schnapser´l ist meist auch dabei.
 Es wird deftig gegessen und, na ja, so 5-6 Faschingskrapfen isst da auch jeder Zweite (oder a paar mehr - i für meinen Teil muas ja testen, wie  die schmecken und das rein beruflich natürlich! Meine Empfehlung: VanillepuddingkrapfenJ) Und  nach so viel  „Hoch die Tassen – Trallala“ wird´s dann auch langsam Zeit für die Fastenzeit. 
Traditionell begehen wir den Anfang der Fastenzeit mit dem Fischessen am Aschermittwoch und ich muss sagen, ich freu mich immer sehr darauf und mein Körper scheint nach der ganzen Feierei  immer recht dankbar zu sein, dass ich ihm wieder etwas mehr Aufmerksamkeit in Form von hochwertigen Fischschmankerln widme. Wie für mich gemacht, Wellness von innen, voll mein Ding.
Auch wenn wir Bayern mehr als Carnivore bekannt sind, an diesem Tag werden wir alle zu Fischfans. Und jedes Mal wieder bin ich von den angebotenen Speisen begeistert. Wir Bayern können Fisch- auch wenn wir es nicht so oft machen.
 Da gibt’s Lachscarpaccio und geräucherten Saibling, gebackene Seefische oder nicht zu vergessen, unser Lieblings-Klassiker, die Forelle Müllerin. Seezungenröllchen und Pochierter Waller im Wurzelsud - einfach toll, was die Münchner Köche an diesem Tag alles zaubern. Auch traumhaft guade Fischsuppen sind dabei. Ebenso sind Garnelencocktail und Co heissbegehrt, bis hin zu Hummer und Jakobsmuschel werden alle maritimen Schmankerl angeboten, die man sich vorstellen kann.
Für Alle, die dieses Jahr zuhause das Fischessen zelebrieren wollen, hab ich mir erlaubt, ein kleines Rezept  zusammenzuschreiben, damit sie sich auch dahoam a pfiffiges Fischgericht zaubern können.
Und versprochen, des klappt auch bei Ihnen, trauen Sie sich ruhig:
 Ganzer Zander und gebratene Riesengarnelen auf Blattspinat
Die Zutaten sind:
1 Zander (ca.1,5Kg am besten Küchenfertig für Sie vorbereitet)
360g Riesengarnelenschwänze 
Olivenöl, Zitronensaft
Etwas Estragon, Dill und Pfeffer Schwarz aus der Mühle
750g Junger Blattspinat
4 Schalotten
2 Zehen Knoblauch
4 EL Butter
200ml Sahne
300ml Riesling
Zubereitung: Zuerst waschen wir den Zander unter fließendem Wasser innen und außen nochmal, dann ritzen wir die Haut leicht ein paar Mal ein. Mit Zitronensaft, gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer  machen wir eine schöne Marinade, mit der wir unserem Fisch einpinseln.
Den Spinat putzen, waschen und von Stielen befreien. Die Schalotten und den Knoblauch fein gewürfelt mit Butter in einer Pfanne glasig anschwitzen und den Spinat darin a bisserl zusammenfallen lassen.
Der Spinat wird anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt und kommt als Bett in eine tiefe Ofenform. Den Zander darauf geben und mit der Marinade nochmals gut einpinseln.
Die Sahne und den Riesling angießen (eventuell ein Glaserl nebenbei trinken) und bei  170 Grad ca.30 min im Ofen garen.
Während der Zander gart, können wir unsere Riesengarnelen in etwas Öl braten und mit Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken.
Den Fisch im Bräter mit den Riesengarnelen servieren und genießen.

Einfach und schnell gemacht, für einen schönes Aschermittwochs Fischessen mit Freunde oder Familie.
Mir bleibt nun Ihnen noch einen schönen Fasching zu wünschen und einen guten Start in die Fastenzeit mit den Fischschmankerln am Aschermittwoch.
Mit närrischen Grüßen,
Helau und Alaaf,
Ihr

Alexander Reiter