Mittwoch, 8. Mai 2019

So super sexy kann Gemüse sein!



Servus Ihr Lieben,
es ist wirklich schön zu sehen, dass sich immer mehr Menschen bewusst ernähren, regional und saisonal einkaufen und so nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun.


Mehr und mehr setzt sich der Gedanke einer bewussten und gesunden Ernährung in der Gesellschaft durch.

Und das ist eine schöne Entwicklung, die aber immer noch viel Zeit und Überzeugungskraft bedarf, denn bei Vielen ist eben der Groschen noch nicht gefallen und sie frönen weiter der Völlerei.


Ist eigentlich auch jedem selbst überlassen, ob er bis zum Platzen essen will, doch oft ist den Leuten nicht bewusst, dass sie ihre fehlgeleiteten Essgewohnheiten an ihre Kinder weitergeben, die dann bald, genau wie ihre Eltern, mehr rund als hoch durch die Welt laufen.


Und da wir nun den traurigen Titel der „Dicksten Nation in Europa“ haben, widerspricht mir da, glaub ich, keiner mehr.
Der Mix macht´s einfach. Klar schlagen wir alle mal über die Stränge, aber wer 20 Jahre lang täglich zwei Leberkässemmmeln isst und auch sonst an keinem Schmankerl vorbeigeht, braucht sich nicht wundern, wenn er mit vierzig im Krankenhaus den sprichwörtlichen Löffel abgibt.


Aber auch das liegt bei jedem selbst, eine normale gesunde Ernährung verlängert nachweislich das Leben, wer will das denn nicht?


Schon Hippokrates von Kos, der Vater der modernen Medizin, erkannte 460 v.Chr. „Lass Nahrung deine Medizin sein.“

Und, dass „alles was zu viel ist, der Natur zu wider wird.“


Eigentlich schon komisch, dass in alle der Zeit wohl den Deutschen keiner was davon gesagt hat und manche sogar, obwohl sie es wissen, trotzdem nichts dagegen unternehmen.


Aber wurscht, wer will, kann weiter mit dem Kopf an der Heizung schlafen und machen was er will, wir konzentrieren uns auf die tollen, gesunden und schönen Menschen, nämlich Euch.


Ich erinnere mich noch gut an früher und bin mir sicher, jeder von Euch kennt das auch noch, da gab es für Vegetarier und Veganer gerade mal mit viel Glück den obligatorischen Gemüseteller oder Salat.


Doch inzwischen findet man immer mehr Lokale mit einem super Angebot an veganen und vegetarischen Schmankerln. Längst ist man in den Restaurants drauf eingestellt und kocht um die Wette, wer denn wohl die innovativste gesunde Küche bietet.


Schön zu sehen und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich hoffe sehr, dass irgendwann auch der Letzte versteht, wie positiv uns eine gesunde, ausgewogene Ernährung beeinflussen kann.


Und damit Ihr daheim mal seht, wie sexy und schmackhaft ein veganes Gericht sein kann, habe ich natürlich ein kleines Rezept für Euch vorbereitet.
Heute gibt´s:
Gefüllte Rondini mit meiner Frühlings-Caponata und Gemüsetomatensauce.
Und glaubts mir, Ihr schafft´s des daheim genauso, also ab in die Küche!


Für die gefüllten Rondini brauchen wir für vier Personen:
4 Rondini (wir schneiden den Deckel oben ab und höhlen Sie aus)
und etwas Gemüsebrühe zum Kochen der Rondini, die in ca. 10 min wunderbar weich sein sollten.

Für die Caponata braucht Ihr:
1 Stk. Rote Zwiebel
Je eine rote, grüne und gelbe Paprika
1 Stk. Aubergine
1 Stk. Zucchini
5 Stangen Spargel und etwas wilden Spargel, je nach Gusto
1 Stk. Fleischtomate
1-2 Stk. Kräuterseitlinge oder 4-5 Champignons
 2 EL Pinienkerne
 2 EL Rosinen (etwas einweichen)
3 EL Olivenöl
etwas Agaven-Dicksaft und etwas Balsamico-Glace
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zur Dekoration etwas Basilikum, frische Kräuter oder Blüten.


Für die Gemüsetomatensauce brauchen wir:
1 Stk. Gemüsezwiebel
200 ml Gemüsefond (wir nehmen den Fond unserer Rondini)
Die Abschnitte unserer Gemüse
3 El Tomatenmark
4 Fleischtomaten
Salz, Pfeffer und Olivenöl


Und so wird’s gemacht:
Unsere Rondini wurden ja in der Gemüsebrühe gekocht und stehen zum Füllen bereit.
Für unsere Frühlings-Caponata schwitzen wir auf mittlerer Stufe als erstes unsere Zwiebelwürfel in Olivenöl an, hierzu kommen dann die Auberginenwürfel und die Kräuterseitlinge sowie unsere Pinienkerne.
Anschließend geben wir die Paprika dazu, sowie die Spargelspitzen und unseren wilden Spargel.


Nun fügen wir nach kurzer Garzeit unsere Zucchini, die Tomatenwürfel und unsere weichen Rosinen hinzu.
Nun schmecken wir unser traumhaft buntes Caponata-Gemüse noch mit Agaven-Dicksaft und Balsamico-Glace ab.
Salz und Pfeffer nach Belieben, sowie etwas frischen, in Streifen geschnittenen, Basilikum.


In der Zwischenzeit schwitzen wir für unsere Sauce noch die Zwiebelwürfel in einem extra Topf an und geben das Tomatenmark hinzu und löschen mit Gemüsefond ab. Dann folgen unsere Abschnitte, sowie unsere Tomaten. Wenn alles weichgekocht ist, schmecken wir mit Salz und Pfeffer aus der Mühle ab und pürieren mit einem Stabmixer unsere Sauce, die schnell gemacht ist und bei der nichts verschwendet wird.


Dann geben wir unser Gemüse in die heißen Rondini und dekorieren nach Belieben.
In einem tiefen Teller etwas Sauce angießen und die Rondini draufsetzten.
Wenn das nicht sexy ist, weiß ich´s wirklich nicht mehr:-)


Ich wünsche Euch nun viel Spaß beim Kochen und genießen,
Bleibt´s gesund und esst bewusst,
Euer
Alexander Reiter