Samstag, 25. Januar 2020

Vom Zuckerjunkie zum Besser-Esser




Servus Ihr Lieben,

im Januar hab ich ja begonnen ein bisserl bewusster mit meiner eigenen Ernährung umzugehen, was leider bei mir bisher einfach immer zu kurz kam.

Ich hab dann angefangen Schokolade und Süßigkeiten zu streichen und auch auf Softdrinks gänzlich verzichtet, ließ mal das Fleisch sein, ernährte mich vegetarisch und fühlte mich täglich besser.
Allein diese kleine Umstellung reichte, um bei mir eine echte Veränderung auszulösen.


Ich verlor Gewicht, war aktiver und stellte fest, dass man auch echt viel Spaß mit einem vegetarischen Lebensstil haben kann.
Für mich eine große Sache, denn ich bin wirklich für gewöhnlich sehr fleischig unterwegs.
Ich hab das einfach mal ausgetestet und siehe da, ich kam damit ganz gut zurecht.


Ich werde nicht zum Veggie werden, doch werde ich in Zukunft einfach versuchen, bewusster zu essen.
Doch so leicht, wie es sich anhört, ist es dann auch wieder nicht.
Beim wöchentlichen Einkauf würde man sich wundern, wo überall Zucker enthalten ist, den man so gar nicht vermuten würde.


Fast alle Produkte in den Kühlregalen enthalten in irgendeiner Form Zucker oder Zuckerersatzstoff, Müsli wird damit angereichert, Getränke sowieso und auch in fast allen Fertigprodukten findet man übermäßig viel Zucker.
Und genau hier liegt Gefahr.


Denn wir merken es einfach nicht. Wie von selbst greifen wir ins Kühlregal und holen uns unseren Fruchtjoghurt, den zusätzlich gesüßten Orangensaft und unser Müsli.
Über den Tag gibt’s ne Cola, denn man glaubt ja, das Wörtchen Zero auf der Flasche macht`s besser.
Und weil es ja nur einer ist, gibt’s am Nachmittag einen schönen Schokoriegel am Schreibtisch.


Kaffee mit einem Löfferl Zucker, wird ja ned so schlimm sein.
Und am Abend fährt man noch kurz beim Fast Food Riesen vorbei, denn man macht`s ja ned jeden Tag und hat halt heute wirklich keine Lust zum Kochen.

Und, erkennt sich der ein oder andere wieder? Natürlich nicht, denn wir leben ja alle viel bewusster, klar.
Mein persönlicher Lieblingssatz im Januar war aber folgender, als ich am Wochenmarkt einkaufen war.

Hier unterhielten sich zwei Männer am Metzgereistandl:
I muas jetzt a bisserl was gegen mei Gewicht machen, hat der Doktor gsagt, woast scho, wegen meinem Diabetes.
Dann drink i hoid einfach beim Wirt a Hoibe mehra, dann brauch i nimma so fui essen.


Ja, der dauert ein bisserl, einfach mal setzten lassen und genießen.

Ich glaub ja auch nicht umsonst seit Jahren, dass wir demnächst alle aussterben werden, nicht allein wegen solcher Spezialisten.

Aber er gehört halt auch dazu, zum bunten Reigen derer, die jahrelang mit dem Kopf an der Heizung geschlafen haben.
Eigentlich erstaunlich, was wir alle uns so antun und es sofort wieder verdrängen.


Da fällt mir aber noch ein kleines Beispiel ein.
Ich war neulich eingeladen und als wir so am Kaffeetisch saßen, teilte die Hausherrin uns mit, dass ihr Kind wohl eine Aufmerksamkeitsstörung hätte. Der arme Kleine.

Ich habe mir angewöhnt da lieber den Mund zu halten, doch als wir ankamen, hatte der liebe Kleine eine Tüte Süßigkeiten im Zimmer liegen, eine große Flasche Softdrink daneben stehen und natürlich musste der liebe Kleine noch zwei Stückchen Kuchen essen.

Dass der (bald nicht mehr so) Kleine wie eine Rakete durch die Bude wuselte, war da kein Wunder, denn die Menge an Zucker hätte wahrscheinlich ausgereicht, um ein Pferd zum Diabetiker zu machen.Wer da wohl die Störung hat.

Es geht aber nicht darum, alles zu verteufeln und zu verbieten, doch sollten wir uns echt mal vor Augen führen, was wir da so täglich in uns hineinschieben.
Noch nie in der Menschheit waren Lebensmittel so leicht zugänglich wie jetzt, doch müssen wir uns auch damit befassen, was und wie viel wir essen.


Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er sein will.
Zuckerjunkie oder ein "Besser Esser".

Ich für meinen Teil fühl mich pudelwohl und echt gut damit, meiner Waage zu zuschauen, wie die Pfunde purzeln. Ich fühl mich gesünder und aktiver.
Jeder ist hier seines Glückes Schmied, ich merke, mir fehlt es an nichts, ich habe meine Ernährung nur umgestellt, doch spar ich mit Sicherheit nicht am Genuss.

Ich wünsch Euch viel Spaß auf Eurem Weg zum "Besser Esser",

Mit kulinarischen Grüßen,
Euer

Samstag, 4. Januar 2020

Einfach köstlich Abnehmen - so kriegt Ihr Euer Fett weg!



Servus Ihr Lieben,

zuerst einmal möchte ich es nicht versäumen, Euch allen ein gesegnetes neues Jahr zu wünschen und hoffe, dass Euer Start ins neue Jahrzehnt gut gelungen ist.



Doch wie in jedem Jahr hab ich auch diesmal wieder ein bisserl über die Stränge geschlagen, wenn ich meiner Waage Glauben schenken darf.



Und so versuch ich mal wieder ein bisserl was von den Kilos zu verlieren, die ich mir so einverleibt hab.

Aber was hätt ich auch machen sollen? Ihr kennt das sicher auch, die guaden Platzerl überall und dann gibt’s Raclette hier und Ganserl da und hie und da inhaliert man mal schnell einen Schokonikolaus und schwupp hat man ein paar Kilos mehr drauf.



Aber ich hab Hoffnung für mich und so hab ich mir mal vorgenommen a bisserl weniger Brot und Schoki zu essen, auf gesüßte Drinks und Alkohol zu verzichten und einfach mal ein paar Veggie Tage einzulegen.

Und das Abnehmen auch köstlich und kinderleicht sein kann, zeig ich euch heute.

Daher gibt es, passend zum Winter, geschmorten Weißkohl und Ackergold mit Feldsalat.



Damit das auch bei Euch daheim funktioniert, braucht Ihr folgendes:

Einen kleinen Kopf Weißkohl, Fingermöhren, Pastinaken, Topinambur, Trüffelkartoffeln, Süßkartoffeln, Sellerie, Agria Kartoffeln, Lauch, Schalotten, Olivenöl, Salz und Pfeffer aus der Mühle, ein ¾ ltr. Gemüsebrühe, Kümmel, Knoblauch, Zitrone, Feldsalat sowie Agavendicksaft und weißen Balsamico.

Und so wird’s gemacht:



Am Anfang waschen und schälen wir unsere Gemüse. Aus den Schalen können wir uns im Anschluss gleich einen schönen Gemüsefond kochen, der uns später zum Aufgießen dient.

Sollte es ein bisserl mehr werden, umso besser, denn dann gibt’s noch ein schönes Tasserl Gemüsebrühe in den folgenden Tagen, das wärmt und ist gesund.



Sobald wir unser Gemüse geschält haben, scheiden wir es in möglichst gleichgroße Stücke und vierteln unseren Weißkohl.

Wenn Ihr das alles soweit erledigt habt, geht es auch schon los mit dem gemütlichen Teil.

Ab ins Reindl mit dem Gemüse, mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt, leicht mit Gemüsefond untergießen und bei 160°C in den vorgeheizten Ofen bei Ober und Unterhitze für 35-45 Minuten garen lassen, bis das Gemüse schön weich ist.

Ab und an mit etwas Gemüsebrühe begießen und fertig ist das Ackergold.



Während wir warten, waschen und marinieren wir unseren Feldsalat mit etwas Agavendicksaft, weißem Balsamico, einem Spritzer Zitrone und etwas Salz.

Dekorativ angerichtet und schon ist unser Schmankerl fertig.

Schlemmen mit einem guten Gefühl im Bauch und einem Lächeln auf den Lippen, wenn es auf die Waage geht.

Doch was am Wichtigsten ist, ist der Geschmack, denn der ist einfach wunderbar.



Und zumindest bei mir muss es nicht immer Fleisch sein, denn auch Gemüse kann so sexy sein und lässt das ein oder andere Pfund schmelzen.

In diesem Sinne, bleibts brav,

Euer

Alexander Reiter