Dienstag, 14. April 2020

Spargel-Gugelhupf- So verführt man seine Frau im Frühling!




Liebe Schlemmerlinge,

endlich ist er so richtig da, der Frühling! Kein Matsch und Schnee mehr, in der Natur beginnt langsam alles zu blühen, die Tage werden wieder länger und die Sonne lässt auch in uns die Gefühle wieder erwachen. 



Die Frühlingsgefühle! 



Bei mir schaut des folgendermaßen aus! Ich verwöhne dann meine Frau mit meinem ganz persönlichen Frühlingsschmankerl, einem Spargel Bärlauch Gugelhupf mit Sauce Hollandaise
und damit auch bei Euch daheim der Frühling einzieht, zeig ich Euch heute mal wie man seine Angebetete so richtig kulinarisch verzaubert.



Das Rezept ist wie immer kinderleicht und sollte es mal nicht klappen, einfach bei mir melden, ich kümmer mich dann um alles.... nein, nicht um Eure Frau, um den Gugelhupf!

Folgende Zutaten brauchen wir für unseren Gugelhupf:


300g Spargel 
280g Knödelbrot
200ml Milch
  30g Bärlauch
    4 Eier
  100g Schinken
    40g Butter
    und a bisserl Mehl für die Form
Bergsalz und Pfeffer aus der Mühle.


Dazu gibt`s eine Hollandaise und wie man die macht, hab ich Euch ja schon gezeigt, da folgt Ihr einfach dem Link, dann klappt des a:


Aber los geht`s:

Zuerst einmal schälen und kochen wir unseren Spargel und lassen ihn im Fond a bisserl abkühlen. Für die unter Euch, die beim Spargelkochen noch nicht so fit sind, Ihr findet auch hierzu nochmal eine kloane Anleitung unter folgendem Link:




Wenn wir den Spargel fertig haben, kann`s aber echt losgehen.



Das Knödelbrot in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Die Eier trennen und die Eigelbe dazugeben, den fein gewürfelten Schinken, die Spargelstückerl dazu und unseren wunderbar aromatischen Bärlauch, den wir in schöne feine Streifen geschnitten haben.
A bisserl würzen und anschließend vermengen.


Jetzt schlagen wir unser Eiweiß schaumig und heben es unter unsere Gugelhupfmasse.

Das Ganze nun in eine gut gebutterte und mehlierte Gugelhupfform geben und bei 160°C im Ofen für 35-40 Minuten backen.



Jetzt, meine Lieben, während Euer Frühlingsschmankerl wunderbar im Backofen aufbäckt, könntet Ihr ja schon einmal den Prosecco aus dem Kühlschrank holen und Eurer Holden zur Einstimmung ein Glaserl einschenken.



Dann deckt´s Ihr noch schnell den Tisch und ein paar Blümchen wären auch nicht schlecht.

Und wenn es langsam in der Küche beginnt zu duften, nach unserem kleinen Frühlingsgericht, dann habt Ihr alles richtig gemacht.



Wenn Ihr den Gugelhupf aus dem Ofen nehmt, lasst ihn bitte noch ca. 10 Minuten auskühlen, dann geht er leichter zum Stürzen.

Und dann heißt es auch schon, schlemmen und genießen!


Und wenn Ihr dann so ein Schmankerl auftischt und Eurer Angebeteten tief in die Augen schaut, ich versprech Euch, dann habt´s Ihr auch ganz schnell Frühlingsgefühle:-)

Lasst´s Euch schmecken und genießt die ersten warmen Tage,

Euer

Alexander Reiter


Donnerstag, 2. April 2020

Bärlauch-Pesto und Co. ganz schnell Zuhause selber machen.




Servus Ihr Lieben,
zuerst einmal hoffe ich, dass es Euch gut geht und Ihr alle gesund seid. Da den meisten von Euch wahrscheinlich eh schon die Decke auf den Kopf fällt, der ein oder andere schon die Fliesen im Bad gezählt hat und mancher drauf und dran ist, seine Katze zu rasieren, hab` ich vielleicht etwas, dass a bisserl sinnvoller wäre.


Wenn Ihr das nächste Mal Euren Spaziergang macht, haltet a bisserl Ausschau nach meinem Lieblings-Frühlingsboten, dem Bärlauch.
Der wächst jetzt eigentlich überall im Wald und ist kaum zu übersehen.


Wenn Ihr dann genug gesammelt habt, geht’s ab nach Hause und ich zeig Euch, wie Ihr daraus Bärlauch-Pesto, Bärlauchsalz und Bärlauchbutter macht.


Zuerst einmal ist es wichtig, dass wir unseren Bärlauch gut waschen und auf einem Küchentuch abtropfen.
Als Erstes widmen wir uns einem denkbar einfachen Rezept: dem Bärlauchsalz



Und das braucht Ihr dafür:
1 Kg grobes Meersalz
300g Bärlauch

Und so wird´s gemacht:
Der Bärlauch wird in feine Streifen geschnitten und in einer Küchenmaschine mit einem Teil des Meersalzes fein püriert. Nach und nach das restliche Salz zugeben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn es das Wetter zulässt draußen in der Sonne für ca.4 Std trocknen und nochmals kurz zerkleinern. Bei schlechtem Wetter geht natürlich auch der Backofen bei 60°C Grad (stinkt halt nur mehr:-). Anschließend in Gläser abfüllen und zum Würzen von Steaks oder anderen Schmankerln verwenden.


Als Nächstes machen wir uns ein Bärlauch-Pesto:
Und das braucht´s dafür:
200g Bärlauchblätter
200ml Olivenöl
120g Parmesan gerieben
1 TL Salz
1TL schwarzer Pfeffer gemahlen
80g Pinienkerne (oder Haselnusskerne, je nach Gusto)


Und so geht´s:
Den Bärlauch in Streifen schneiden, die Pinienkerne, Parmesan, Salz und Pfeffer zugeben und in der Küchenmaschine mit dem Olivenöl zur gewünschten Konsistenz verarbeiten. Das Bärlauch-Pesto anschließend in Weckgläser einfüllen und für Pasta, als Dip oder bei Salaten verwenden.


Last but not least machen wir uns eine Bärlauchbutter:


Und das braucht ihr dafür:
250g Butter
140g Bärlauch
30ml Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Und so wird´s gemacht:
Die Butter zuerst etwas temperieren und anschließend schaumig schlagen. Den Bärlauch schneiden, pürieren und langsam in die Butter einrühren. Dann mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.


 Die Butter in einen Spritzsack geben, auf ein Backpapier aufspritzen und Rollen oder Ihr spritzt Euch schöne Butterrosetten. Die Butter schmeckt einfach guad zu Fleischgerichten, zum Spargel und Kartoffeln. Mir schmeckst am besten auf einem frisch gebackenen Bauernbrot.


So Ihr Lieben, jetzt wünsche ich Euch viel Freude bei Eurem nächsten Spaziergang an der Natur, viel Spaß bei Kochen und
bleibt´s mir gesund!


Euer
Alexander Reiter